Elaine Sturtevant

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Elaine Sturtevant (* 1930 in Lakewood, Ohio; † 7. Mai 2014 in Paris) war eine US-amerikanische Künstlerin, die zu den Künstlern der Appropriation Art gezählt wird.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten]

Nach ihrem Umzug nach New York City zu Beginn der 1960er Jahre begann Sturtevant 1965 als Malerin, Bildhauerin und Objektkünstlerin Werke zeitgenössischer Künstler zu kopieren, die den Originalen detailgenau gleichen. Somit stellte sie das Konzept der künstlerischen Originalität auf den Kopf, indem sie kein einziges Originalwerk herstellte.

Zu Beginn ihrer Tätigkeit als Appropriation-Künstlerin konzentrierte Sturtevant sich auf US-amerikanische Künstler wie Roy Lichtenstein, Jasper Johns oder Andy Warhol, ging dann jedoch dazu über, Kopien von Werken europäischer Künstler wie Joseph Beuys oder Marcel Duchamp zu fertigen. Seit Beginn der 1980er Jahre beschäftigte sie sich mit Werken der nächsten Künstlergeneration wie zum Beispiel Anselm Kiefer oder Felix Gonzalez-Torres.

Sturtevant benutzte verschiedene künstlerische Ausdrucksmittel wie Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Film, um die Kopien anzufertigen. Die Kritiker sind sich bis heute nicht einig, wie die Künstlerin das Gespür erwarb, welche Kunstrichtungen in den jeweiligen Perioden erfolgreich sein werden, da die Originale der kopierten Werke heute jeweils als zeittypisch betrachtet werden.

Zitat[Bearbeiten]

„... man müßte im Kopf zurückgeblieben sein, um den Tod der Originalität zu fordern.“

Elaine Sturtevant[2]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bruce Hainley: Sturtevant: Shifting Mental Structure. de./en. Hatje Cantz, Ostfildern 2002, ISBN 3-7757-9112-4.
  • Udo Kittelmann: Band 1: Sturtevant: The Brutal Truth, de./en. Hatje Cantz, Ostfildern 2004.
  • Udo Kittelmann: Band 2: Sturtevant - Catalogue Raisonnée 1964-2004. de./en. Hatje Cantz, Ostfildern 2005.
  • Viola Vahrsen: Die Radikalität der Wiederholung im Werk Sturtevants. Fink, Paderborn 2006, ISBN 3-7705-4242-8.
  • Anne Dressen u. a.: Sturtevant - The Razzle Dazzle of Thinking. JPR Ringier Kunstverlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-03764-090-6.
  • Rikard Ekholm: Identical: But Still Different: An Artistical Appropriation in Visual Art, Dissertation: Universität Uppsala, Schweden.
  • Anne Dressen: Sturtevant: The House of Horrors. Sprengel Museum, Hannover 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niklas Maak (mna): Die größte Kopistin, Nachruf, in: FAZ, 10. Mai 2014, S. 15. Dort ist als Geburtsjahr 1930 angegeben.
  2.  Klicken im Kopf. In: Der Spiegel. Nr. 31, 1992, S. 145–146 (27. Juli 1992, online).
  3. Erstmal nachmachen. In: FAZ. 13. Februar 2013, S. 26.