Elasar Menachem Schach

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Elasar Menachem Man Schach (hebräisch ‏אלעזר מנחם מן שך‎, auch Elazar oder Eleazar Menachem Shach / Leizer Shach / Eliezer Schach; * 13. Januar 1898 in Wabolnick, nördliches Litauen; † 2. November 2001 in Tel Aviv[1]) war ein führender ultraorthodoxer Rabbi in Israel, talmudische Kapazität, anerkannt und gefördert durch den Brisker Rav und durch Rabbi Isser Zalman Meltzer. Schach verfasste den Kommentar Avi Ezri zur Mischne Tora des Rambam und war Rosch-Jeschiwa der Ponewiescher Jeschiwa in Bnei Brak.

Elasar Schach war auch Gründer der Degel haTora-Partei. Rabbi Schach war extrem antizionistisch und verachtete die säkulare israelische kulturelle Identität, bezeichnete beispielsweise in einer Rede 1990 Kibbuzbewohner als Kaninchen- und Schweinezüchter, die nicht wissen, was der Jom Kippur ist, er war auch gegen die Demokratie, die er ein Krebsgeschwür nannte. Auch kritisierte er israelische Siedlungstätigkeit in der West Bank und im Gazastreifen, nannte sie einen eklatanten Versuch, die internationale Gemeinschaft zu provozieren, und appellierte an alle Haredim, sich von diesen Siedlungen fernzuhalten.

Rabbi Schach war auch Gegner von Rabbi Menachem Mendel Schneerson, des Rebben der Chabad-Lubavitch-Bewegung, den er als Häretiker bezeichnete und seine Anhänger als Anhänger eines falschen Messias. In vielen jüdischen Fragen – Halacha, religiösen und praktischen Fragen – waren Schneerson und Schach gegensätzlicher Meinung.

Rabbi Schach hatte drei Kinder, alle in den 1920er Jahren in Kletsk geboren: Miriam Raisel, Devorah und Ephraim. Seine Frau, Rebbetzin Guttel Schach, starb 1969 an Komplikationen, die von ihrem Diabetes herrührten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.nytimes.com/2001/11/03/world/rabbi-eliezer-schach-103-leader-of-orthodox-in-israel.html