Elastomerkupplung

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Elastomerkupplungen mit verschiedenen Welle-Nabe-Verbindungen bzw. als Sicherheitskupplung oder Gelenkwelle

Die Elastomerkupplung ist eine Kupplung, die bei für Schwingungen und Stößen anfälligen Anwendungen eingesetzt wird. Dämpfende Eigenschaften werden durch das Verbindungselement zwischen den beiden Naben erreicht. Dieser sogenannte Elastomerkranz wird in verschiedenen Shorehärten angeboten. Je nach Anforderung wird bei geringen Schwingungen oder leichten Stößen ein Elastomerkranz mit geringen dämpfenden Eigenschaften (hohe Torsionssteife) und bei stark schwingenden Systemen oder großen Stößen ein Elastomerkranz mit hohem Dämpfungsgrad (niedrige Torsionssteife) eingesetzt. Für spezielle Fälle, in denen der Bauraum klein ist und die Drehzahl sehr hoch, kommen mit Fäden oder Metall verstärkte Elastomerkupplungen zum Einsatz. Hier wird das Drehmoment über das innen liegende Gewebe übertragen und das Elastomer übernimmt eine dämpfende Funktion. Diese Kupplungen können auch reversierend betrieben werden, da diese nicht vorgespannt sind und nicht auf die Gummi-Metall Haftung angewiesen sind. Eine häufige Anwendung ist zum Beispiel in der Kardanwelle bei heck- und allradgetriebenen Fahrzeugen, in der Marineantriebstechnik, sowie beim Maschinenbau.

Eine gute Hystereseschleife und ein reduziertes Verschleißverhalten sind weitere Vorteile der Elastomerkupplung. Drehzahlen bis 30.000/min können durch eine Feinwuchtung erreicht werden. Fluchtungsfehler bei lateralen, angularen und axialen Versätzen werden ebenfalls durch Elastomerkupplungen ausgeglichen. Aufgrund ihrer Bauform wirkt diese Kupplung elektrisch isolierend.

Der Elastomerstern zwischen den beiden Kupplungshälften absorbiert Schwingungen und Stoßbelastungen

Anwendungsgebiete: