Elben (Westerwald)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Elben
Elben (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Elben hervorgehoben
50.7516767.834496295Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Gebhardshain
Höhe: 295 m ü. NHN
Fläche: 2,38 km²
Einwohner: 330 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57580
Vorwahlen: 02741, 02747
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
57580 Gebhardshain
Webpräsenz: www.vggebhardshain.de
Ortsbürgermeister: Hermann-Josef Neubert
Lage der Ortsgemeinde Elben im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Elben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gebhardshain an. Mundartlich wird der Ort „Elwen“ genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt in den nördlichen Ausläufern des Westerwalds hin zum Siegerland südlich von Betzdorf; Nachbargemeinden sind Steineroth im Nordosten, Molzhain im Osten, Dickendorf im Südosten, und Steinebach/Sieg im Süden und Gebhardshain im Südwesten. Elben liegt an der Landesstraße 281 in einem engen Taleinschnitt am Zusammenfluss von Elbbach und Steinebacher Bach.

Zu Elben gehören die Wohnplätze Weiselstein und Dauersberger Mühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 3. Mai 1316 wurde Elben erstmals urkundlich erwähnt.[3] Einige Gehöfte im Ortskern mögen die Grundlage der Erstbesiedlung gewesen sein. Nach einer Tabelle von 1667 zählte Elben zum Kirchspiel Gevertzhaen (= Gebhardshain). 1704 bestand in Elben eine Bannmühle, zu der nach Aufzeichnungen des Jahres 1704 insgesamt 72 Mahlgäste ihr Mahlgut brachten oder bringen mussten. Neben dieser Dauersberger Mühle, etwa einen Kilometer vom Ort entfernt, befand sich nach 1700 eine zweite Mühle, eine Ölmühle, im Ort.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Elben, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 93
1835 158
1871 188
1905 239
1939 218
1950 233
Jahr Einwohner
1961 282
1970 287
1987 266
1997 321
2005 331
2013 330

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Elben besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber ein roter Schrägrechtsbalken mit drei aneinander gereihten silbernen Rauten, begleitet rechts von einem roten vierspeichigen Mühlrad, links von einem grünen Wacholderzweig mit blauen Beeren“.

Die Herren von Gebhardsayn genannt von Lützerath führte in Rot drei schrägrechts aneinander gereihte weiße Rauten. Hier verdeutlicht das Wappen die langjährige enge Zugehörigkeit zu Gebhardshain. Zu Elben gehört auch die Dauersberger Mühle. Für sie steht das Mühlrad. Eine nahezu historische Wacholder-Destillation von 1897 ist in Elben beheimatet. Für sie steht der Wacholderzweig. Elben führt dieses Wappen seit 1988.

Kultur und Sehenswertes[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Villa der Familie Meyer, die die ehemalige Wacholderbrennerei betrieb, steht heute unter Denkmalschutz.

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Elben (Westerwald)

Vereine[Bearbeiten]

In Elben sorgen die Historische Feuerwehr Elben, die Sportjugend Elbenia und der Gemischte Chor Elbenia für kulturelle und sportliche Angebote. Weiterhin besteht in Elben ein Begräbnisverein.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Vergangenheit bildeten Landwirtschaft und Bergbau die Erwerbsgrundlage der Ortsbewohner. Kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe ergänzen das örtliche Angebot. Wichtiger Arbeitgeber am Ort ist die DaVinci Haus GmbH mit ca. 130 Mitarbeitern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Konrad Fuchs: Geschichte der Verbandsgemeinde Gebhardshain. 1815-1970, Mainz 1982, ISBN 3-87439-082-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elben (Westerwald) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 10 (PDF; 2,3 MB)
  3. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 88, Nr. 141.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen