Elbistan

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Elbistan
Wappen fehlt
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Elbistan (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Kahramanmaraş
Koordinaten: 38° 12′ N, 37° 11′ O38.20138888888937.1883333333331150Koordinaten: 38° 12′ 5″ N, 37° 11′ 18″ O
Höhe: 1150 m
Einwohner: 88.895[1] (2010)
Telefonvorwahl: (+90) 344
Postleitzahl: 46300
Kfz-Kennzeichen: 46
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Durmuş Küçük (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Elbistan
Einwohner: 137.283[1] (2010)
Fläche: 2.319 km²
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Kaymakam: Ahmet Altıntaş
Webpräsenz (Kaymakam):

Elbistan (kurdisch: Olbîston) ist der zweitgrößte Landkreis der Provinz Kahramanmaraş. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 128.267 Personen. Den Landkreis bilden zum größten Teil alevitische Kurden (Sina Milî, Alxasî und Atmî Stämme). In den 60er und 70er Jahren sind viele Bürger der Stadt und des Landkreises als Gastarbeiter oder politisch Verfolgte nach Europa ausgewandert.

Der größte Ort im Landkreis Elbistan ist Demircilik mit 1493 Einwohnern und einem eigenen Dialekt. Ungefähr 3500 Menschen des Ortes leben heute bereits in der zweiten Generation im Ausland oder in größeren Städten der Türkei, wie Istanbul oder Ankara.

Geografie[Bearbeiten]

Elbistan liegt in einer Höhe von 1150 m über NN am Sögütlü-Bach, der eine Quelle des Ceyhans ist, in einer weiten wasserreichen Ebene. Die Ebene ist von dem Taurusgebirge umgeben. Der Şar Dağı mit einer Höhe von 1300 m liegt in der Nähe der Stadt. In der Antike war die Stadt Arabissos (das heutige Afşin) Zentrum der Ebene.

Geschichte[Bearbeiten]

In der ausgehenden Bronzezeit war Elbistan als Lawazantiza Teil von Kizzuwatna und wurde schließlich unter Suppiluliuma I. (ca. 1355–1320 v. Chr.) dem hethitischen Großreich angegliedert.

Mit dem Niedergang der Stadt Arabissos, welches im 10. Jh durch die Hamdaniden zerstört wurde, wuchs die Bedeutung Elbistans in der Region. Nach der Schlacht von Manzikert 1071 war Elbistan Teil des Herrschaftsgebietes des ehemaligen byzantinischen Generals Philaretus Brachamius, der von Germanikeia (Kahramanmaraş) aus versuchte, die Reste des Reiches im Südwesten zusammenzuhalten. Zwischen 1097 und 1105 gehörte Elbistan den Kreuzfahrern. Später wechselte Elbistan oft zwischen den Danischmenden, den Seldschuken von Rum und dem Fürstentum Antiochia, bis es 1201 Teil des seldschukischen Reiches wurde.

1277 schlugen hier die Mamluken von Ägypten die Tschupaniden aus dem Iran vernichtend. Ab 1339 war Elbistan Hauptstadt der Dynastie der Dulkadir. Die Stadt Elbistan wurde 1400 von Tamerlan und 1507 von den iranischen Safawiden geplündert und zerstört. 1515 eroberten die Osmanen Elbistan. Elbistan blieb bis 1923 osmanisch.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 27. Oktober 2011