Elbogener Kreis

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Historische Kreisgliederung Böhmens,
Elbogener Kreis im Nordwesten

Der Elbogener Kreis (Loketský kraj) war ein Verwaltungsbezirk im Nordwesten des Königreiches Böhmen mit Sitz auf der Burg bzw. Stadt Elbogen (tschech. Loket).

Er existierte ab dem 14. Jahrhundert bis 1848/1862 und war der westlichste böhmische Kreis. Von 1714 bis 1751 wurde der Elbogener Kreis zeitweilig dem östlich angrenzenden Saatzer Kreis (Žatecký kraj) mit Sitz in Saaz (Žatec) zugeschlagen.

Die Grafen Schlick (Hauptlinien waren die von Elbogen, Falkenau und Schlackenwerth) besaßen den Elbogener Kreis fast ganz und vom Saatzer Kreis einen großen Teil. So gab es ein in den wichtigsten Interessen geeinigtes Schlicksches Land; es war nahezu unabhängig von der böhmischen Krone.

Zum Kreis gehörten Abertham, Bleistadt, Gottesgab, Graslitz, Joachimsthal, Karlsbad, Königsberg an der Eger, Kulm, Lichtenstadt, Petschau, Schlackenwerth, Schlaggenwald, Schönbach, Schönfeld.

Kreishauptmann zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Wilhelm Pergler von Perglas, Herr auf Schaben. Der königliche Landesrichter Nikolaus Stolz von Simsdorf war Anfang des 17. Jahrhunderts Kreishauptmann.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Schreiber: Das Elbogener Urbar des Grafen Schlick von 1525. Prag 1934.
  • Rudolf Schreiber: Der Elbogener Kreis und seine Enklaven nach dem 30jährigen Kriege. Prag 1935.
  • Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen: statistisch topographisch dargestellt. Fünfzehnter Bd. Elbogner Kreis. Prag 1847. (online)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • [1] Karte des "Ellenbogener Creis(es)" (Boehmen) mit Stadtansichten von Karlsbad von Adam Friedrich Zürner (Schenck, Amsterdam 1725(?))