Elche

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Dieser Artikel behandelt die spanische Stadt Elche. Zur Tierart siehe Elch.
Elche / Elx
Panorámica Elche.JPG
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Elche / Elx
Elche (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Valencia
Provinz: Alicante
Comarca: Bajo Vinalopó
Koordinaten 38° 16′ N, 0° 41′ W38.27-0.6885Koordinaten: 38° 16′ N, 0° 41′ W
Höhe: 85 msnm
Fläche: 326,10 km²
Einwohner: 230.224 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 705,99 Einw./km²
Postleitzahl: 03200 bis 03299
Gemeindenummer (INE): 03065 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Alicante
Verwaltung
Bürgermeisterin: Mercedes Alonso García (PP)
Offizielle Webpräsenz

Elche [ˈeltʃe], auf Valencianisch Elx [ɛltʃ] (beide Formen sind offiziell) ist eine spanische Stadt in der Autonomen Region Valencia in deren Provinz Alicante rund 20 km südwestlich von Alicante und der Costa Blanca am Fluss Vinalopó.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Elche lässt sich bis auf die Iberer zurückführen, die ungefähr zwei Kilometer von der heutigen Stadt entfernt um etwa 600 v. Chr. das Dorf Helike bewohnten. Nach der Eroberung durch das Römische Reich blieb die Stadt erhalten und entwickelte sich fort. Die Mauren eroberten Spanien im 8. Jahrhundert und gaben der Stadt ihren heutigen Namen.

Südlich der heutigen Stadt fand man am 4. August 1897 eine Büste aus der Ibererzeit. Sie ist bekannt unter dem Namen Dama de Elche und ist im Nationalen Archäologischen Museum in Madrid ausgestellt.

Palmen in Elche
Eingang zum Archäologischen Museum

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit Mai 2006 besteht das Historische und Archäologische Museum (MAHE), das dem Besucher die lange Geschichte Elches näher bringt.

Die Stadt ist bekannt für ihre Palmengärten, deren größter, El Palmeral, im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde und für die zu den Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit zählenden Mysterienspiele von Elche.

Museen[Bearbeiten]

Museo Arqueológico y de Historia de Elche[Bearbeiten]

Seit Mai 2006 besteht das Historische und Archäologische Museum (MAHE), das dem Besucher die lange Geschichte Elches näher bringt. Es befindet sich im Inneren des Palacio de Altamira in der historischen Altstadt Elches in der Nähe der Basilika Santa María. Als Dauerausstellung gibt das Museum einen Überblick über die Entwicklung der verschiedenen Epochen in der Stadt – wie die Jungsteinzeit, die Kupfersteinzeit, die Bronzezeit, das iberische Alter, die Romanisierung, die islamische Besiedelung usw. bis zur heutigen Zeit. Die archäologischen Ausstellungsstücke stammen unter anderem aus den archäologischen Fundstätten La Alcudia, El Arenero de Monforte del Cid.und aus dem Parque de Elche (innerhalb der Gärten der Stadt gelegen).[2]

Museo de la Festa[Bearbeiten]

Das Museo de la Festa behandelt die Mysterienspiele von Elche mit dem Ziel den Besuchern während des ganzen Jahres einen Einblick in die Spiele zu ermöglichen. Das Museum zeigt zum einen das Bühnenbild mit Kostümen und dergleichen, sowie zum anderen visuelle und auditive Effekte der Spiele.

Museo del Palmeral[Bearbeiten]

Das Museo del Palmeral befindet sich in einem typischen Gebäude des Gartens San Plácido, nahe dem Huerta del Cura. Es zeigt die Ursprünge, die Geschichte und die Kultur der Palmenpflanzung. Die Inhalte werden mittels Videos, Schautafeln, visuellen und auditiven Elementen und schließlich durch den Garten selbst dargestellt.[3]

Centro de Cultura Tradicional Museo Escolar de Pusol[Bearbeiten]

Das Museum beherbergt einzigartige Fundstücke über ethnologische Aspekte (Landwirtschaft, Handel, Industrie, Folklore, Traditionen etc.). [4] [5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Basilica de Santa Maria

Basílica de Santa María[Bearbeiten]

Die Basilíka de Santa María wurde am Ort der Moschee der islamischen Epoche zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert errichtet. Es handelt sich um ein klares Beispiel des spanischen Barocks. Während des Bürgerkrieges wurde die Basilika teilweise zerstört, Jahre später jedoch nach Plänen des iberischen Architekten Antonio Serrano Peral wieder aufgebaut.[6]

Torre de la Calahorra[Bearbeiten]

Der Torre de la Calahorra ist eine Befestigungsanlage der Almohaden in rechteckiger Form, die zwischen Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie war ein Teil der Stadtmauer um das mittelalterliche Dorf und verteidigte den Eingang, der nach Alicante führte. Zurzeit werden gelegentlich Ausstellungen gezeigt.

Torre del Consell[Bearbeiten]

Palacio de Altamira

Beim Torre del Consell handelt es sich um den aktuellen Sitz des Stadtrates von Elche. Er befindet sich am Patza de Baix. Die Errichtung reicht auf das 15. Jahrhundert zurück.

Palacio de Altamira[Bearbeiten]

Der Palast von Altamira wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch den Adeligen Gutierre de Cárdenas erbaut und als erster Wohnsitz bewohnt. Es ist wahrscheinlich, dass er auf den Mauern eines früheren Bauwerkes des 12. oder 13. Jahrhunderts erbaut wurde, das einen Teil der Stadtmauer der Almohaden darstellte.[7]

Sport[Bearbeiten]

Elche ist die Heimatstadt des Fußballvereins FC Elche, dem in der Saison 2012/13 der direkte Aufstieg und somit nach 24 Jahren die Rückkehr in die Primera División gelang. Der FC Elche trägt seine Heimspiele im Martínez-Valero-Stadion aus, das auch Spielort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 war.

Galerie[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstädte von Elche sind[8]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Visitelche.com: Archaeology and History Museum of Elche Abgerufen am 29 August 2014.
  3. Museo del Palmeral de Elche. Offizielle Tourismus-Homepage. Abgerufen am 12. September 2014.
  4. ”EL Museo Escolar de Pusol, reconocido por la UNESCO". In: El Mundo, 1. Oktober 2009. Abgerufen am 29. August 2014.
  5. Centro de Cultura Tradicional Museo Escolar de Pusol. Offizielle Homepage . Abgerufen am 12. September 2014.
  6. Spain.info: Basilika Santa María Abgerufen am 29 August 2014.
  7. Conselleria de Educación, Cultura y Deporte. Offizielle Homepage des Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport. Abgerufen am 12. September 2014.
  8. Absolut Elche