Eleasar Sukenik

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Eleasar Sukenik 1951

Eleasar Lipa Sukenik (auch: Elieser / Eliezer Lipa Sukenik; * 12. August 1889 in Białystok; † 28. Februar 1953 in Jerusalem) war ein israelischer Archäologe.

Sukenik wanderte 1912 nach Palästina ein. Seinen Abschluss erlangte er 1926 am Dropsie College (Philadelphia), seit 1927 arbeitete er als Archäologe an der Hebräischen Universität Jerusalem. Seit 1935 war er Lecturer, seit 1938 dann Professor und Leiter des Antikenmuseums der Universität. Unter Sukeniks Leitung fanden die ersten jüdischen Ausgrabungen im Land statt, bei denen antike Synagogen ausgegraben wurden, so in Bet Alpha, Hamat Gader oder Salbit (das biblische Scha'albim). Sukenik nahm ebenfalls an den Ausgrabungen in Samaria teil.

Nach dem Fund der ersten sieben Schriftrollen vom Toten Meer kaufte Sukenik 1947 zunächst drei Rollen (1QM, 1QHa und 1QJesajab [1Q8]) vom Antiquitätenhändler Kando. Die übrigen vier (1QS, 1QpHab, 1QJesajaa und 1QapGen) konnte Sukenik prüfen, aber nicht erwerben. Sie gelangten in den Besitz des syrischen Metropoliten Athanasius Yeshue Samuel, der sie nach Amerika brachte, um sie dort per Zeitungsannonce zu verkaufen. Nach Sukeniks Tod gelang es schließlich 1954 seinem Sohn, dem israelischen General, Archäologen und Politiker Jigael Jadin, in New York die Rollen für den Staat Israel zu erwerben. Sukenik war der erste, der eine Verbindung zwischen den Schriftrollen vom Toten Meer und den Essenern herstellte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jigael Jadin: E. L. Sukenik: Qavim Biographiim. In: Eretz Israel 8 (1967), XII-XX. [Hebräisch]
  • Neil A. Silberman: Sukenik, Eleazar L. In: Lawrence H. Schiffman; James VanderKam (Hrsg.): Encyclopedia of the Dead Sea Scrolls. New York 2000, S. 902-903.