Eleganz
Eleganz (lat. ēlegantia) bezeichnet im heutigen Sinne „modischer Geschmack, Gewandtheit“. Der Duden gibt als Bedeutungen „Vornehmheit“ in „Bezug auf die äußere Erscheinung“, „elegantes Aussehen“; „Gewandtheit, Geschmeidigkeit in der Bewegung“ sowie „kultivierte, elegante Form und Beschaffenheit“ an.[1]
Das Adjektiv elegant für ‘geschmackvoll, gewählt, modisch’ wurde im 18. Jahrhundert von Französischem élégant ‘geschmackvoll’ entlehnt. Mit dem Substantiv Elegant wurde um 1800 auch ein ‘nach letzter Mode gekleideter Mann’ bezeichnet. In der französischen wie in der deutschen Sprache charakterisierte das Adjektiv elegant ab den 16. Jahrhundert die „Formvollendung sprachlicher und künstlerischer Darstellung, später auch die äußere modisch-geschmackvolle Erscheinung von Personen und Dingen“. Zunächst stand Eleganz als Ausdruck der Rhetorik entlehnt aus dem Lateinischen ēlegantia für ‘geschmackvolle feine Wahl, Feinheit insbesondere des Ausdrucks, Anstand’; Seit dem 18. Jahrhundert änderte sich die Bedeutung wie im Französischem und wird in seiner heutigen Verwendung gebraucht.[2]
Meyers Großes Konversations-Lexikon definierte 1905 Eleganz als Zierlichkeit, Anmut sowie „in sprachlicher Hinsicht“ als eine schon „bei den Römern die mit Klarheit verbundene Korrektheit der Rede, so daß der Ausdruck das Gedachte treu und wahr wiedergibt und zugleich grammatisch richtig, natürlich, angemessen und treffend ist.“ Im weiteren Sinne bezeichnet Eleganz „überhaupt dasjenige, was den Eindruck des Wohlgefälligen macht, besonders mit dem Nebenbegriff des Neuen und Modemäßigen; so namentlich in der Kleidung, in der häuslichen Einrichtung etc.“ In den Naturwissenschaften insbesondere der Mathematik bedeutet Eleganz „soviel wie Einfachheit und Durchsichtigkeit eines Beweises, einer Lösung“.[3]