Elek-Test

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Der Elek-test (auch Elek-Ouchterlony-Immundiffusionstest) ist ein Nachweis der Toxizität von Corynebacterium diphtheriae.[1][2]

Prinzip[Bearbeiten]

Unter Eisenmangel bildet das Corynebacterium diphtheriae verstärkt das Diphtherie-Toxin. Man verwendet den Elek-Test zum Nachweis dieses Toxins und damit auch des entsprechenden Bakteriums in einem Immundiffusionstest. In der Mitte einer Petrischale befindet sich ein in Antitoxin getränktes streifenförmiges Filterpapier, quer dazu wird der zu untersuchende Diphtherie-Stamm auch wieder in Streifenform in der Petrischale aufgetragen. Produziert dieser Stamm das Toxin, so diffundieren Antitoxin und Toxin einander entgegen. Dort wo sie zusammentreffen, entsteht eine Präzipitationslinie durch die Bildung eines Antigen-Antikörper-Komplexes. Diphtherie-Toxin und Antitoxin aus dem getränkten Filterpapier reagieren miteinander zu einem vernetzten Komplex, der also linienförmig ausfällt und somit als meist s-förmige Linie sichtbar wird. Fehlt dem Diphtherie-Stamm das Toxin oder handelt es sich überhaupt nicht um das Corynebacterium diphtheriae, wird keine Präzipitationslinie gebildet.

Der SLT-Elek-Test ist eine Variante des Elek-Tests und kann zum Nachweis von Shiga-like Toxin in Escherichia coli verwendet werden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. S. D. Elek: The plate virulence test for diphtheria. In: Journal of clinical pathology. Band 2, Nummer 4, November 1949, S. 250–258, ISSN 0021-9746. PMID 15396422. PMC 1023322 (freier Volltext).
  2. J. H. Schubert, S. T. Bickham, G. L. Wiggins: Tissue culture method for toxigenicity testing of Corynebacterium diphtheriae. In: Applied microbiology. Band 16, Nummer 11, November 1968, S. 1748–1752, ISSN 0003-6919. PMID 4973065. PMC 547753 (freier Volltext).
  3. Y. Germani, E. Begaud, J. M. Desperrier: Easy-to-perform modified Elek test to identify Shiga-like toxin-producing diarrhoeogenic Escherichia coli. In: Research in microbiology. Band 145, Nummer 4, Mai 1994, S. 333–340, ISSN 0923-2508. PMID 7997646.
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