Elektronischer Sucher
Ein elektronischer Sucher (englisch: electronic view finder (EVF)) ist ein Sucher mit einem sehr kleinen Bildschirm.
In Digitalkameras werden heute zu diesem Zweck Flüssigkristallbildschirme eingesetzt. Bevor diese Technologie verfügbar war, wurden kleine Röhrenbildschirme eingebaut, beispielsweise in Fernsehkameras. Der Fotograf beziehungsweise Kameramann sieht im elektronischen Sucher das durch das Objektiv aufgenommene Bild und kann so den exakten Bildausschnitt sehen, der aufgenommen wird. Zur Anpassung des Suchers an die Sehschärfe des Nutzers kann durch Verändern der Linsenlage im Sucher häufig ein Dioptrienausgleich durchgeführt werden.
Im Gegensatz zu Kameras mit separatem Sucher besteht bei der Verwendung elektronischer Sucher keine Parallaxe zwischen dem, was aufgenommen wird, und dem, was durch den Sucher gesehen wird.
Elektronische Sucher erlauben Live-View und haben daher gegenüber optischen Suchern viele Vorteile. Sie benötigen allerdings elektrische Energie, und schnelle Bewegungen werden möglicherweise nicht richtig dargestellt, da es zu Verzögerungen bei der Darstellung kommen kann. Bei Nutzung eines elektronischen Suchers im Filmmodus einer Kamera kann der Videograf das Bild während der Aufnahme auch im Sucher sehen. Bei einer Spiegelreflexkamera mit Videofunktion ist der optische Sucher jedoch dunkel, da der Spiegel für die Aufnahme hochklappen muss und das Sucherbild somit verdeckt.[1]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Stiftung Warentest: Safari mit großem Gepäck - Systemkameras, test Juni 2011, Seite 58 / 59
Weblinks [Bearbeiten]
- Suchertechnologien, www.scandig.info
- Kameradisplay, Optischer und elektronischer Sucher, www.prophoto-online.de