Elena Băsescu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Elena Băsescu (Juli 2009)
Wahlplakat, auf dem die PD-L die Wahl von Elena Băsescu empfiehlt

Elena Băsescu (* 24. April 1980 in Constanța) ist eine rumänische Politikerin und seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments in der Fraktion der EVP.

Leben[Bearbeiten]

Die jüngste Tochter des rumänischen Staatspräsidenten Traian Băsescu war vor ihrer Kandidatur Vorsitzende des Jugendverbandes der Partei PD-L, die auch ihren Vater unterstützt. Vor ihrem Einstieg in die Politik im Jahre 2007 arbeitete sie als Model[1] und studierte Wirtschaftswissenschaften.

Ihre vom Vater unterstützte Kandidatur stieß wegen des Vorwurfes des Nepotismus jedoch auch in der eigenen Partei auf Kritik, weshalb Elena Basescu nicht auf dem ursprünglich angedachten Listenplatz 5 kandidierte. Stattdessen trat sie als unabhängige Kandidatin an[1]. Bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von etwa 27 % erhielt sie im Ergebnis 4,22 % der Stimmen (zirka 211.000), was für das Mandat reichte[2]. Jedoch ist dieses Ergebnis weiterhin mit dem Vorwurf belastet, der Präsident habe sich zu stark für die Gewinnung der für die Kandidatur notwendigen 200 000[1] zustimmenden Unterschriften und bei der Wahl durch das Zusichern einer Mindeststimmenzahl in jedem Wahllokal durch die Parteigremien der PD-L eingesetzt. Rumänische Journalisten fanden bei verdeckten Recherchen heraus, dass über die Ortsvereine der Partei PD-L die Abgabe der notwendigen Stimmen sichergestellt worden war[3].

Elena Băsescu wurde in den Medien als „Barbie-Puppe“,[4] „Party-Prinzessin“[5] oder „Paris Hilton der Karpaten“ betitelt.[6] Die Presse kritisierte, sie habe keinerlei politische Erfahrung, sei der rumänischen Grammatik nicht mächtig und sei nicht in der Lage, das Land in Europa zu vertreten.[7] Ihr Vater saß die öffentliche Empörung darüber aus.[4]

MEP Member of European Parliament[Bearbeiten]

Im Europaparlament ist sie stellvertretende Vorsitzende im Petitionsausschuss sowie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, in der Delegation in den Ausschüssen für parlamentarische Kooperation EU-Armenien, EU-Aserbaidschan und EU-Georgien und in der Delegation für die Beziehungen zu Israel[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Oana Lungescu: Euro election gets celebrity veneer (englisch) BBC News, Brüssel. 3. Juni 2009. Abgerufen am 23. Oktober 2009.
  2. BEC rezultate finale alegeri parlamentare 2009 (rumänisch) Antena3. 8. Juni 2009. Abgerufen am 23. Oktober 2009.
  3. Wahlbetrug in Rumänien: „Mission Elena“ – Papa macht's möglich (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung von Andrea Mühlberger, ARD-Studio Wien, 8. Juni 2009, abgerufen 23. Oktober 2009
  4. a b tagesanzeiger.ch, Tagesanzeiger: Rumäniens Präsident behält sein Amt, 30. Juli 2012, abgerufen am 3. August 2012
  5. faz.net, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Karl-Peter Schwarz: Rumäniens Präsident Basescu - Der Kapitän bleibt an Bord , Juli 2012, abgerufen am 1. August 2012
  6. france24.com, France 24: Traian Basescu: Romanian president who avoided impeachment , 30. Juli 2012, abgerufen am 30. Juli 2012
  7. tagesanzeiger.ch, Tagesanzeiger: Rumäniens Partygirl will in die Politik, 19. März 2009, abgerufen am 3. August 2012
  8. Website des Europäischen Parlaments

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elena Băsescu – Sammlung von Bildern