Elena Lucrezia Cornaro Piscopia

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Elena

Elena Lucrezia Cornaro Piscopia (* 25. Juni 1646 in Venedig; † 26. Juli 1684 in Padua) war eine italienische Benediktinerin und Philosophin. Sie war die erste Frau, die einen Doktortitel erhielt.

Leben[Bearbeiten]

Piscopia war das fünfte von sieben Kindern des Prokurators von San Marco (Sestiere di Venezia), Gianbattista Corner. Sie erhielt Unterricht in klassischen und modernen Sprachen sowie in den Freien Künsten. Sie verachtete die Frivolität der venezianischen Gesellschaft und trat bereits in jungen Jahren bei den Benediktinerinnen ein, wo sie die Profess ablegte.

1677 hatte Piscopia, die sich ganz den Wissenschaften widmen wollte, ihren ersten öffentlichen Disput an der Universität Padua. Die Bemühungen des Vaters, ihr den Doktortitel in Theologie zu verschaffen, blieben vorerst erfolglos: Eine Frau habe in der Kirche zu schweigen (1 Kor 14,34 EU) und könne deshalb keine Lehrbefugnis erhalten. Lehrer und Vater konnten einen Kompromiss erzielen, nach dem es Elena erlaubt war, zu einem philosophisches Thema aus der aristotelischen Logik zu promovieren. Am 25. Juni 1678 gelang ihr dies mit Bravour in Padua und sie erhielt als erste Frau der Welt einen Doktortitel.

Die nächsten sechs Jahre verbrachte sie mit Schreiben, Studieren und öffentlichen Vorträgen und Disputen. Seit 1669 war sie verschiedenen bedeutenden Akademien als Mitglied beigetreten, wie der Akademie der Ricovrati in Padua und der Akademien in Rom, Venedig und Siena. Sie starb mit 38 Jahren. Ihr Grab befindet sich in der Basilika Santa Giustina in Padua.[1] Ihr Nachlass erschien 1688 in Parma.

Der Einschlagskrater Piscopia mit 26 km Durchmesser auf dem Planeten Venus wurde nach Elena Lucrezia benannt[2].

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elena Lucrezia Cornaro Piscopia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pandovando Magazine: Abbazia di Santa Giustina. 17. Januar 2013.
  2. Venus: Piscopia