Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach

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Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach, Herzogin von Württemberg
Herzogin Eleonore Juliane von Württemberg-Winnental

Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach (* 23. Oktober 1663 in Ansbach; † 4. März 1724 in Ansbach) war eine Prinzessin von Brandenburg-Ansbach durch Heirat Herzogin von Württemberg-Winnental.

Leben[Bearbeiten]

Eleonore Juliane war eine Tochter des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620–1667) aus dessen zweiter Ehe mit Sophie Margarete (1634–1664), Tochter des Grafen Joachim Ernst zu Oettingen-Oettingen.

Sie heiratete am 31. Oktober 1682 in Ansbach Herzog Friedrich Karl von Württemberg-Winnental (1652–1698). Anlässlich der Vermählung ließ Friedrich Karl eine Gedenkmünze prägen.[1] Bei der Hochzeit lernte Eleonore Julianes Bruder Johann Friedrich den Komponisten Johann Sigismund Kusser kennen, der später in Ansbach wirkte.[2]

Nachdem sie Witwe geworden war, zog Eleonore Juliane 1710 wieder ins heimatliche Ansbach um ihre jüngste Tochter zu unterstützen. Die Herzogin pflegte persönlichen Umgang mit dem Theologen August Hermann Francke und verfasste geistliche Lieder. Als ihr Rat und Hofmeister fungierte Philipp Friedrich von Geismar (1646–1701)[3]

Eleonore Juliane wurde in der Stuttgarter Stiftskirche bestattet.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Eleonore Juliane folgende Kinder:

∞ 1727 Prinzessin Marie-Auguste von Thurn und Taxis (1706–1756)
∞ 1722 Ursula Katharina von Altenbockum (1680–1743)
∞ 1709 Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1685–1723)

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Weigelt: Geschichte des Pietismus in Bayern, Vandenhoeck & Ruprecht, 2001, S. 212

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landeskunde, W. Kohlhammer, 1860, S. 124 (Digitalisat)
  2. Samantha Owens (Hrsg.): Band 154 von Alessandro Scarlatti: Concerti Sacri, Opera Seconda, A-R Editions, Inc., 2009, S. 12
  3. Claudia Tietz: Johann Winckler (1642-1705): Anfänge eines lutherischen Pietisten, Vandenhoeck & Ruprecht, 2008, S. 76