Elfriede Ott

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Elfriede Ott (2010)

Elfriede Ott (* 11. Juni 1925 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter eines Uhrmachermeisters war gelernte Uhrmacherin, schlug jedoch nach dem Tod ihres Vaters eine andere Richtung ein. Nach privatem Schauspielunterricht bei der Burgschauspielerin Lotte Medelsky debütierte sie am 26. Mai 1944 in Gerhart Hauptmanns Die goldene Harfe am Wiener Burgtheater, wo sie fünf Jahre lang auf der Bühne stand. Danach war sie am Landestheater Graz (1949/50), bei verschiedenen Wiener Theatern und Kabaretts, am Operettenhaus Hamburg (1956) und wieder am Burgtheater (1957) tätig.

1958 wechselte sie an das Theater in der Josefstadt in Wien, dessen Ensemble sie seither angehört. Ihr erster Mann war Ernst Waldbrunn, der auch dort Schauspieler war. Ihre Hauptaufgabe sieht sie in der Pflege der Wiener Komödie und der Förderung junger Talente.

Mit ihrem Lebensgefährten Hans Weigel initiierte Elfriede Ott 1983 die jährlich im Sommer stattfindenden Nestroy-Spiele auf der Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf bei Wien, wo sie selbst mitspielt und auch Regie führt. Dort gibt sie vor allem ihren Schülern die Gelegenheit, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln. Seit 2001 ist Otts Adoptivsohn Goran David dort Co-Intendant und Produktionsleiter. Ab 2002 wurde mit dem neuen musikalischen Leiter Franz Alexander Langer das Hauptaugenmerk auf die Verbindung klassischer Nestroystücke mit moderner und zeitgemäßer Musik gesetzt. Seit 2006 ist Frizz Fischer der neue musikalische Leiter der Nestroy-Spiele.

Im Jahr 1985 wurde sie die Leiterin der Schauspielabteilung des Konservatoriums Wien. Nach ihrem Ausscheiden gründete sie 2005 zusammen mit Gernot Haas die private Schauspielschule „Studio der Erfahrungen“. Auch im ORF war sie in Fernsehserien wie Die liebe Familie zu sehen. 2010 spielte sie in dem Film Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott unter der Regie von Andreas Prochaska sich selbst.

Oft trat Elfriede Ott auch gemeinsam mit Fritz Muliar und Gerhard Bronner auf.

Elfriede Ott ist Trägerin des Berufstitels Kammerschauspielerin.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Elfriede Ott, Andreas Prochaska, Michael Ostrowski und das Kollegium Kalksburg bei der Premiere von Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (2010)
  • 1949: Das Siegel Gottes
  • 1949: Mein Freund, der nicht nein sagen konnte
  • 1952: Ich hab' mich so an Dich gewöhnt
  • 1953: Die fünf Karnickel / Im Krug zum grünen Kranze
  • 1958: Liebelei
  • 1958: Die Conways und die Zeit
  • 1961: Die Ballade vom Franz und der Marie
  • 1961: Höllenangst
  • 1966: Minister gesucht
  • 1967: Katzenzungen
  • 1968: Die Landstreicher
  • 1971: Wiener Totentanz
  • 1971: Die Zuckerbäckerin
  • 1972: Die lustigen Klassiker
  • 1973: Hallo – Hotel Sacher … Portier! (Serie)
  • 1979: Laßt uns lügen
  • 1980: Die liebe Familie (Serie)
  • 1982: Die Perle Anna
  • 1980: Keine Leiche ohne Lilli
  • 1990: Ein Lied aus Wien / Flieder aus Wien
  • 1992: Duett
  • 1995: Zum Glück gibt's meine Frau / Ein Mann in der Krise
  • 2010: Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott

Hörbücher[Bearbeiten]

  • 2013 Elfriede Ott: Ich hätte mitschreiben sollen. Elfriede Ott erzählt Splitter ihres Lebens, Sprecherin: Elfriede Ott, Mono Verlag, Wien. ISBN 978-3-902727-33-6

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elfriede Ott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)