Elieser Landshuth

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Elieser Landshuth (Leiser Landshuth; * 15. Januar 1817 in Lissa; † 23. März 1887 in Berlin) war ein jüdischer Gelehrter, der sich insbesondere der Geschichte der jüdischen Liturgie widmete und eine reichhaltige Bibliothek und Dokumentensammlung mit Schwerpunkt auf der Berliner Lokal- und Rabbinergeschichte (im Nachlass befand sich auch eine umfangreiche und wertvolle Bearbeitung der Grabsteine des alten jüdischen Friedhofs in der Großen Hamburger Straße in Berlin) aufgebaut hat.

Im bürgerlichen Beruf war Elieser Landshuth Buchhändler und später Friedhofsinspektor.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Erscheinen oder Entstehungszeit bekannt

  • Ammude ha-Awoda („Grundlagen des Gottesdienstes“: Onomasticon auctorum hymnorum Hebraeorum eorumque carminum, cum notis biographicis et bibliographicis e fontibus excusis et MSS, Darstellung der Geschichte jüdisch-liturgischer Dichtung und ihrer Dichter; sein Hauptwerk), 2 Bände, 1857 und 1862
  • Toledot ansche haschem ufe'ulatam, Berlin 1884 (hebräische Geschichte der Berliner Rabbiner von 1671 bis 1800; nur der erste Band ist erschienen; Ludwig Geigers Geschichte der Juden in Berlin fußt zum Teil auf Dokumenten, die Elieser Landshuth zusammengetragen hat)

Werke ohne Jahr bzw. nicht ermittelt

  • Ateret Zewi (Biographie Hirschel Lewins)
  • Ausgabe der Haggada schel Pessach, mit Einleitung zur Geschichte ihrer Entstehung
  • Seder bikkur cholim. Vollständiges Gebets- und Andachtsbuch zum Gebrauch bei Kranken und Sterbenden (enthält auch Untersuchungen zur Entstehung der verschiedenen Gebete und Gebräuche)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Louis Lewin, Geschichte der Juden in Lissa, Pinne 1904
  • Wininger 1925 ff. Bd. III.
  • Rosa Dukas, Artikel Landshuth, Elieser, in: Jüdisches Lexikon, Berlin 1927, Bd. III.
  • Lexikon des Judentums, Gütersloh etc. 1971