Elio Toaff

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Elio Toaff und Oscar Luigi Scalfaro bei einer Lesung von Tullia Zevi 2007 in Rom

Elio Toaff (* 30. April 1915 in Livorno, Italien; † 19. April 2015 in Rom[1]) war Großrabbiner von Rom und eine der wichtigsten jüdischen Nachkriegspersönlichkeiten Italiens.

Leben[Bearbeiten]

Toaffs Geburtsstadt ist Livorno, wo sein Vater Rabbiner und Lehrer für alte Sprachen war. 1941 wurde er Rabbiner in Ancona und schloss sich 1943 den Partisanen in der Toskana an. Er wurde von den Nationalsozialisten gefangengenommen und zum Tode verurteilt. Er musste bereits sein eigenes Grab ausheben, konnte aber im letzten Moment fliehen.[2] Nach dem Krieg wurde er Rabbiner in Venedig und war von 1951 bis 2002 Oberrabbiner von Rom.

Elio Toaff förderte den christlich-jüdischen Dialog. Am 13. April 1986 empfing er in der Synagoge von Rom Papst Johannes Paul II. Dies war das erste Mal in der Geschichte der katholischen Kirche, dass ein Papst ein jüdisches Gotteshaus betrat.[3] Am 4. April 2005 erwies Toaff dem verstorbenen und aufgebahrten Papst die letzte Ehre.[4]

Einer seiner Söhne ist der israelische Historiker Ariel Toaff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elio Toaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. E' morto Elio Toaff, l'ex rabbino di Roma il 30 aprile avrebbe compiuto 100 anni
  2. Elio Toaff gestorben tachles, 21. April 2015
  3. Bistum Basel: Elio Toaff - der nette Herr von nebenan
  4. Radio Stephansdom, 4. April 2005: Rabbiner Toaff erwies Papst die letzte Ehre