Elisabeth Höngen

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Elisabeth Höngen (* 7. Dezember 1906 in Gevelsberg, Westfalen; † 6. August 1997 in Wien) war eine deutsche Sängerin (Mezzosopran).

Leben[Bearbeiten]

Höngen trat schon mit 15 Jahren als Geigerin auf. Sie studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Berlin, später Gesang. 1932 schloss sie ihr Studium als Gesangspädagogin ab.

Sie debütierte 1933 am Opernhaus in Wuppertal. Von 1940 bis 1943 sang sie an der Semperoper Dresden, unter anderem in Richard StraussDie Frau ohne Schatten und Elektra sowie als Lady Macbeth in Giuseppe Verdis Macbeth. Auch als Lied- und Oratoriensängerin war sie tätig. Mit ihrem Auftritt am 9. Juli 1943 verabschiedetet sie sich mit der Carmen von Dresden und ging nach Wien. Dort stand sie auch am 30. Juni 1944 bei der letzten Aufführung vor der Zerstörung der alten Wiener Staatsoper im Bombenkrieg als Waltraute in Richard Wagners Götterdämmerung auf der Bühne.

In einer deutsch gesungenen Schwarz-Weiß-Studioproduktion des ORF von 1959 besetzte Elisabeth Höngen die Rolle der Äbtissin in dem Einakter Suor Angelica aus Il trittico (Das Triptychon) von Giacomo Puccini.

Von 1957 bis 1960 war sie Professorin an der Wiener Musikakademie. Der Dirigent Karl Böhm bezeichnete sie als die „größte Tragödin der Welt“.[1]

Höngen wurde am Neustifter Friedhof in Wien bestattet.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ingrid Roßki: Kalenderblatt: Elisabeth Höngen; in: Sächsische Zeitung vom 7. Dezember 1996.
  2. Inschrift Deutschordenshof, Singerstraße: Elisabeth Höngen 1964 (abgerufen am 10. Juni 2014)