Elisabeth Radó

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Elisabeth Radó (* 29. Oktober 1899 in Mostar; † 3. April 1986 in Wien) war eine österreichische Opernsängerin und Gesangspädagogin.

Radó stammte aus dem früheren Jugoslawien, das zum Zeitpunkt ihrer Geburt zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn gehörte. Ersten Gesangsunterricht erhielt sie von ihrer Adoptivmutter, Maria Radó. Anfang der 1920er Jahre ging sie nach Wien, wo sie als Opern- und Konzertsängerin tätig war. Ab Anfang der 1930er Jahre war sie in Wien schwerpunktmäßig als Gesangslehrerin, Gesangspädagogin und Stimmbildnerin tätig. Gelegentlich trat sie noch bei Konzerten auf, gab ihre Gesangskarriere jedoch zugunsten der Gesangspädagogik weitgehend auf.

Von 1950 bis 1966 unterrichtete Radó Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Radó galt in Wien als „legendäre Gesangspädagogin“.[1] Zu ihren Schülern gehörten unter anderem die Opernsänger Fritz Uhl, Waldemar Kmentt[2], Eberhard Waechter[3], Heinz Holecek[1], Dorit Hanak, Herbert Prikopa, Lilian Benningsen, Kieth Engen sowie der Tenor Werner Krenn und die Mezzosopranistin Gertrude Jahn. Auch Schauspieler waren ihre Schüler, unter anderem Michael Heltau.[4]

Radó lebte in Wien im 4. Gemeindebezirk Wieden, gemeinsam in einem Wohnhaus mit dem späteren Operntenor Waldemar Kmentt, der zu ihren Schülern gehörte.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Heinz Holecek: "Burli, du bist es worden!" in Die Presse vom 11. Dezember 2010
  2. Waldemar Kmentt in: International Who's who in Music (Auszüge bei Google Books)
  3. Eberhard Waechter in: The Grove Book of Opera Singers (Auszüge bei Google Books)
  4. Michael Heltau oder „prima la musica"; Internetpräsenz Michael Heltau; abgerufen am 15. Jänner 2013
  5. Waldemar Kmentt ist 80 ORF.at vom 5. Februar 2009; zuletzt abgerufen am 15. Jänner 2013