Elisabeth Schmitz

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Elisabeth Schmitz (1893–1977), Bild aus dem Nachlass, heute im Besitz des Hanauer Geschichtsvereins / Stadtarchiv Hanau.

Elisabeth Schmitz (* 23. August 1893 in Hanau; † 10. September 1977 in Offenbach am Main) war eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus aus den Reihen der Bekennenden Kirche. Hervorgetan hat sie sich vor allem mit der Denkschrift Zur Lage der deutschen Nichtarier, in der sie schon 1935 völlig zutreffend prognostizierte, was mit dem Nationalsozialismus auf die jüdischen Mitbürger zukommen würde. Ihre Warnungen, vor allem in Richtung der Evangelischen und hier besonders der Bekennenden Kirche, blieben wirkungslos.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Schmitz war die jüngste von drei Töchtern des Gymnasialprofessors August Schmitz (* 1849 in Mönchengladbach; † 1943 in Hanau), der an der Hohen Landesschule in Hanau lehrte, und von Clara Marie, geborene Bach (* 1854 in Hanau; † 1929 ebenda). Sie besuchte die Schillerschule (Realgymnasium) in Frankfurt am Main. 1914 legte sie das Abitur ab und studierte anschließend bis 1920 an den Universitäten Bonn und Berlin Geschichte – unter anderem bei Adolf von Harnack –, Theologie und Germanistik. Sie gehörte damit zur ersten Generation von Frauen in Deutschland, die studieren konnten und denen – wenn auch zunächst noch in engen Grenzen – eine eigenständige berufliche Tätigkeit mit akademischem Abschluss offen stand. Gemäß der Personalabbauverordnung vom 27. Oktober 1923 musste eine Frau im öffentlichen Dienst jedoch unverheiratet bleiben und konnte so keine eigene Familie gründen. 1920 promovierte sie[1] bei dem Historiker Friedrich Meinecke und schloss 1921 das Studium mit dem Ersten Staatsexamen in Berlin ab. Anschließend war sie als wissenschaftliche Hilfskraft tätig.

Schuldienst[Bearbeiten]

Da ein theologisches Examen für Frauen zu dieser Zeit noch nicht die Möglichkeit einer Ordination bot (Frauen konnten in Deutschland erst seit den 1960er Jahren zunächst in einigen, später dann in sämtlichen evangelischen Landeskirchen ordiniert werden), entschied sich Schmitz für das Lehramt. Sie leistete das Referendariat für das Lehramt an höheren Schulen ab und unterrichtete anschließend sechs Jahre lang an verschiedenen Berliner Schulen. Am 1. April 1929 wurde sie am Luisengymnasium Berlin (damals: Oberlyzeum, eine Mädchenoberschule) in Berlin-Moabit als Studienrätin angestellt. Ab 1933 erlebte sie, wie jüdische oder politisch unliebsame Lehrerinnen und Lehrer aus den Schulen entfernt wurden. Dazu zählte auch ihre sozialdemokratische Direktorin an der Luisenschule. Mit dem neuen Direktor bekam Elisabeth Schmitz wegen ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus bald Schwierigkeiten und wurde 1935 an die nach Auguste Sprengel benannte Schule (jetzt Beethoven-Oberschule) in Berlin-Lankwitz versetzt. Zusammen mit ihr traf dieses Schicksal auch ihre Kollegin Elisabeth Abegg.

Neue Lehrpläne im Jahr 1938 hatten als oberstes Richtziel die „Formung des nationalsozialistischen Menschen“ auf rassistischer, militaristischer und totalitärer Grundlage.[2] Dem konnte und wollte Elisabeth Schmitz nicht nachkommen. Die Novemberpogrome 1938 waren dann der Anlass, dass die damals 45-Jährige zum 31. Dezember 1938 um Versetzung in den Ruhestand nachsuchte. Ihre Begründung war ebenso mutig wie lebensbedrohend: „Es ist mir in steigendem Maße zweifelhaft geworden, ob ich den Unterricht bei meinen rein weltanschaulichen Fächern – Religion, Geschichte, Deutsch – so geben kann, wie ihn der nationalsozialistische Staat von mir erwartet und fordert.“ Wider Erwarten wurde dem Gesuch stattgegeben und ihr sogar eine kleine Pension zuerkannt.

Kirchliches Engagement[Bearbeiten]

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche[Bearbeiten]

Elisabeth Schmitz gehörte seit 1933 dem Kirchenvorstand der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an und stand mit dem Gemeindepfarrer Gerhard Jacobi, dem späteren Bischof von Oldenburg, und den Dahlemer Pfarrern Franz Hildebrandt und Helmut Gollwitzer in enger Verbindung. Sie gehörte zu Helmut Gollwitzers Dogmatischer Arbeitsgemeinschaft, in der unter anderem Karl Barths Kirchliche Dogmatik besprochen wurde. Weiter gehörte sie dem Mittwochskreis von Anna von Gierke, Sozialpädagogin, und für die DNVP Mitglied des Reichstags, an. Diese wurde 1933, weil Halbjüdin, als Leiterin der Ausbildungsstätten Verein Jugendheim entlassen.

1934 wurde Elisabeth Schmitz Mitglied der Bekennenden Kirche. Der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, der Bekennenden Kirche und ihren jüdischen Freunden gehörte ihr Engagement in der Freizeit.

Denkschrift[Bearbeiten]

Zugleich begann sie, an einer Denkschrift über die Lage der Juden unter den Nationalsozialisten zu arbeiten. Dieser Schrift, die sie im September 1935 abschloss, gab sie den Titel Zur Lage der deutschen Nichtarier. Hier trug sie zahlreiche Beispiele für die Not der Juden und das Mitwirken von Ämtern, Nachbarn, Kollegen, Geschäftspartnern oder Lehrern an der alltäglichen Verfolgung zusammen. Sie verband diesen Bericht, der sich nüchtern am Alltag orientierte, mit dem eindringlichen Appell an die verantwortlichen Männer der Kirche, auch der Bekennenden Kirche, ihre Verantwortung gegenüber Volk und Staat endlich wahrzunehmen. Die Schrift stellte sie in etwa 200 Exemplaren her[3] und verschickte oder übergab sie an Mitglieder der Bekennenden Kirche, etwa Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer und Helmut Gollwitzer. Um das Risiko der eigenen Verfolgung zu mindern, verfasste sie die Denkschrift anonym.

In Abgrenzung zu Marga Meusels Denkschrift über die Aufgaben der Bekennenden Kirche an den evangelischen Nichtariern bezog sich Schmitz nicht allein auf getaufte Nichtarier, sondern forderte kirchliche Solidarität für alle Verfolgten. Indem sie die jüdischen Wurzeln als unabdingbare Grundlage des Christentums betonte, ging sie theologisch weit über die gängigen zeitgenössischen theologischen Vorstellungen hinaus. Nach den Novemberpogromen 1938 forderte sie darüber hinaus, die bedrängten jüdischen Gemeinden finanziell zu unterstützen und ihnen Kirchen für den jüdischen Gottesdienst bereitzustellen.

Sie versuchte, diese Denkschrift der Dritten Bekenntnissynode vorzulegen, die vom 23. bis 26. September 1935 in Berlin-Steglitz stattfand. Ihr Ziel war es, die Bekennende Kirche zu einem öffentlichen Protest gegen die Judenverfolgung zu veranlassen. Die Bekenntnisschrift wurde dort jedoch nicht besprochen und innerhalb der Kirche kaum rezipiert.

Bereits im April 1933 hatte sich Schmitz an den Theologen Karl Barth gewandt – ihr Briefwechsel stammt hauptsächlich aus den Jahren 1933 bis 1936. Sie erhob dabei schwere Vorwürfe wegen Ergebenheitsadressen der evangelischen Kirchen gegenüber Adolf Hitler, forderte eine Kontaktaufnahme der christlichen Kirchen mit Vertretern des Judentums und eine aktive seelsorgerische Betreuung der Verfolgten in den Konzentrationslagern. Sie versuchte, Barth zu einer öffentlichen Stellungnahme in der Judenfrage zu bewegen. Neben der Korrespondenz sind auch mehrere Besuche bei Barth in seinem Schweizer Exil dokumentiert. Für Barth war die Judenfrage aber nur eine Teilfrage in seiner Auseinandersetzung mit dem NS-Staat. Eine öffentliche Stellungnahme lehnte er ab.[4]

Nach der Inkraftsetzung der Nürnberger Gesetze verfasste Elisabeth Schmitz einen Nachtrag zu ihrer Denkschrift, den sie am 8. Mai 1936 fertigstellte. Sie wies auf die verheerenden Folgen dieser Gesetze für die Betroffenen hin. Auch damit erzielte sie keine Wirkung.

Hilfe für jüdische Verfolgte[Bearbeiten]

Seit der Machtübertragung an die NSDAP leistete Elisabeth Schmitz ihren jüdischen Freundinnen und Freunden Hilfe. Die jüdische Ärztin Dr. Martha Kassel, die bereits 1933 ihre Praxis und damit ihre Existenz verloren hatte, nahm sie bis zu deren Emigration im Dezember 1938 bei sich auf. Wegen dieser Wohngemeinschaft mit einer Jüdin wurde Elisabeth Schmitz im Herbst 1937 von einem Blockwart denunziert und vernommen. Die Gauleitung forderte von der Schulbehörde ihre sofortige Entlassung. Diese schlug das Verfahren jedoch nieder. Eine ihrer Freundinnen, die Botanik-Professorin Elisabeth Schiemann, engagierte sich ebenfalls in dieser Weise.

Elisabeth Schmitz beherbergte einige Tage lang den jungen Charles C. Milford (ehemals Mühlfelder), dessen Vater abgeholt und in die berüchtigte Rosenstraße verbracht worden war und dessen Mutter sich den Protesten dort angeschlossen hatte.

Weitere Menschen, die sie durch Unterkunft in ihrer Wohnung oder in ihrem Wochenendhaus in Wandlitz mit Geld, Lebensmittelkarten und anderem unterstützt hat, waren Liselotte Pereles und Margarete Koch-Levy. Sie berichteten nach der Befreiung von den Hilfsaktionen. Wahrscheinlich waren es sehr viel mehr Juden, denen Elisabeth Schmitz Hilfe leistete, um sie vor der drohenden Deportation zu bewahren.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Im Jahr 1943 wurde die Berliner Wohnung von Elisabeth Schmitz durch Brandbomben zerstört, und sie verlor fast alles. Deshalb kehrte sie 1943 in ihre Geburtsstadt Hanau zurück. In ihrem Elternhaus in Hanau,[5] das zum Gemeindebereich der Johanneskirche gehörte, wohnte Elisabeth Schmitz nach Kriegsende. 1946 konnte sie ihre Tätigkeit im Schuldienst wieder aufnehmen und unterrichtete an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau. 1958 wurde sie pensioniert. Sie war im Hanauer Geschichtsverein aktiv, in dem sie auch die Forschung zum jüdischen Leben in Hanau beförderte.[6] Am 10. September 1977 starb sie im Alter von 84 Jahren. Bei ihrer Beerdigung sollen nur sieben Menschen anwesend gewesen sein.[7]

Zitat[Bearbeiten]

Nach den Novemberpogromen 1938 schrieb Elisabeth Schmitz an Helmut Gollwitzer:

"Als wir am 1. April 1933 schwiegen, als wir schwiegen zu den Stürmerkästen, zu der satanischen Hetze in der Presse, zur Vergiftung der Seele des Volkes und der Jugend, zur Zerstörung der Existenzen und der Ehen durch sogenannte 'Gesetze', zu den Methoden von Buchenwald - da und tausendmal sonst sind wir schuldig geworden am 10. November 1938".[8]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Würdigung[Bearbeiten]

Ehrengrab für Elisabeth Schmitz auf dem Hanauer Hauptfriedhof

Bemerkenswert ist ihre realistische Einschätzung des NS-Staates und ihr außerordentlicher Mut, diese öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Von Beginn an erkannte Elisabeth Schmitz dessen Unrechtscharakter und trat konsequent für rassisch Verfolgte ein. Schon 1933 war klar – und sie sprach das auch aus –, was mit dem Nationalsozialismus auf Deutschland und die deutschen Juden zukäme. Sie versuchte immer wieder, die Evangelische Kirche gegen das Unrecht zu mobilisieren. Die Einmaligkeit ihrer Denkschrift und ihre persönliche Haltung, die in ihrer Konsequenz vorbildlich war, heben sie von anderen und deren Verhalten in diesen Jahren hervor.

Die theologische Bedeutung von Elisabeth Schmitz liegt in ihrer Erkenntnis, dass das Judentum die unabdingbare Grundlage des Christentums war.

In ihrer Korrespondenz mit prominenten Theologen und führenden Repräsentanten der Bekennenden Kirche setzte sie sich für eine unmissverständliche und konsequente Stellungnahme der evangelischen Kirche zur „Judenfrage“ ein. Höhepunkt war ihre ausführliche Denkschrift zur Lage der deutschen Nichtarier aus dem Jahr 1935/1936, in der sie ausführlich die innere und äußere Not der verfolgten Juden beschrieb und eine scharfe Anklage gegen das Schweigen der Kirche, insbesondere der Bekennenden Kirche, führte. „Die Kirche macht es einem bitter schwer, sie zu verteidigen“.[9] Sie hob sich damit deutlich von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Protestanten ab.

Die Bedeutung von Elisabeth Schmitz wurde lange verkannt. Grund dafür ist auch, dass die Denkschrift bis 1999 fälschlicherweise der Leiterin des evangelischen Bezirkswohlfahrtsamtes Berlin-Zehlendorf, Marga Meusel, zugeschrieben wurde, ein Gerücht, das vermutlich Wilhelm Niemöller in die Welt gesetzt hat.[10]

Im Jahr 2004 wurde in einem Keller der Johanneskirchen-Gemeinde, der Kirchengemeinde, der Elisabeth Schmitz in Hanau angehörte, eine Tasche mit ihrem Vermächtnis, bestehend aus sieben Ordnern, gefunden. Die Ordner enthielten persönliche Unterlagen (Zeugnisse, Abschriften, Korrespondenzen). Am bedeutendsten war jedoch der Fund der handschriftlich von ihr mehrfach überarbeiteten Urfassung der Denkschrift Zur Lage der deutschen Nichtarier. Damit war die Frage ihrer Urheberschaft endgültig geklärt. Wie und wann die Tasche an ihren Fundort gelangte und wer sie dort hingestellt hatte, ließ sich nicht mehr feststellen. Die Unterlagen befinden sich heute in Privatbesitz und sollen künftig der Staatsbibliothek zu Berlin übergeben werden.

Dass ihr Engagement weitgehend unbekannt blieb, zeigt auch die Tatsache, dass sie lange nicht als Gerechte unter den Völkern in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geführt wurde. Ein entsprechender Antrag wurde im Oktober 2011 angenommen.[11]

Gedacht wird ihrer in dem Film Elisabeth von Hanau des Dokumentarfilmers Steven D. Martin. Die evangelische Zeitschrift chrismon veröffentlichte 2009 eine Würdigung der Widerstandskämpferin.[12]

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Werke von Elisabeth Schmitz[Bearbeiten]

Denkschrift[Bearbeiten]

  • Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“. Maschinenschriftlich 1935/36.
  • Erstveröffentlichung des Textes der Denkschrift, jedoch Marga Meusel zugeschrieben, in: Wilhelm Niemöller (Hrsg.): Die Synode zu Steglitz. Göttingen 1970.
  • Faksimile der Denkschrift in: Julia Scheuermann: Dr. Elisabeth Schmitz – Eine Widerstandskämpferin des Dritten Reiches? In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte. Hanau 2010, S. 198–282.

Andere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Edwin von Manteuffel als Quelle zur Geschichte Friedrich Wilhelms IV. München, Berlin 1921 (Diss. phil.).
  • Ein Brief Wilhelm Grimms über seinen Sohn Hermann. In.: Hanauer Geschichtsblätter 20 (1965), S. 221–226.
  • „Des Herren von Westerfeld adeliger Hof und Garten“ und „Burg Kesselstadt“. In.: Hanauer Geschichtsblätter 21 (1966), S. 97–114.

Werke über Elisabeth Schmitz[Bearbeiten]

  • Marlies Flesch-Thebesius: Konturen einer vergessenen Biographie. Elisabeth Schmitz (1893–1977).
  • Manfred Gailus: Anders als andere Deutsche. Schon 1935 warnte die Berliner Lehrerin vor der „Ausrottung“ der Juden. In: Zeitzeichen 9 (2008), Nr. 4, S. 19–21.
  • Manfred Gailus: Mir aber zerriss es das Herz – der stille Widerstand der Elisabeth Schmitz. Göttingen 1. Aufl. 2010, 2. Aufl. 2011. ISBN 978-3-52555-008-3
  • Heinz Kurz: In Memoriam Elisabeth Schmitz. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte, Bd. 6, S. 145f.
  • Werner Kurz: Widerstand aus christlichem Geiste heraus. Ein Film des amerikanischen Pfarrers Steven D. Martin erhellt Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz. In: Hanauer Anzeiger vom 8. November 2008, S. 19.
  • Eckhard Meise: Elisabeth Schmitz – Die Hanauer Jahre. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte. Hanau 2008, S. 259–282.
  • Dietgard Meyer: Elisabeth Schmitz. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 1250–1256.
  • Dietgard Meyer: Elisabeth Schmitz: Die Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“. In: Hannelore Erhart, Ilse Meseberg-Haubold u. Dietgard Meyer: Katharina Staritz 1903–1953. Mit einem Exkurs zu Elisabeth Schmitz. Neukirchen-Vluyn 1999. 2. Aufl. 2002.
  • Dietgard Meyer: Nach der Katastrophe: Zwei Briefe von Elisabeth Schmitz an Friedrich Meinecke aus dem Jahr 1946. In: Vision und Verantwortung. Festschrift für Ilse Meseberg-Haubold. Münster 2004, S. 139–144.
  • Barbara Nagel (Schriftleitung): Begraben – aber nicht vergessen. Bekannte Persönlichkeiten auf Hanauer Friedhöfen. Hanau 2008, S. 138f.: Dr. Elisabeth Schmitz. Lehrerin und Gegnerin der NS-Diktatur.
  • Wilhelm Niemöller: Kampf und Zeugnis der Bekennenden Kirche. Bielefeld 1948.
  • Wilhelm Niemöller: Die Synode zu Steglitz. Die dritte Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Göttingen 1970.
  • Andreas Pangritz: Die Bekennende Kirche und die Juden. Wer war die Verfasserin der Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ (1935/36)? In: Bonhoeffer-Rundbrief 69 (Oktober 2002), S. 16–37.
  • Andreas Pangritz: Die späte Entdeckung einer Zeugin: Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz. In: Hermann Düringer u. Hartmut Schmidt (Hrsg.): Kirche und ihr Umgang mit Christen jüdischer Herkunft während der NS-Zeit – dem Vergessen ein Ende machen. Frankfurt/M. 2004, S. 132–150.
  • Christian Prüfer: Ruferin in der Wüste – Elisabeth Schmitz, eine vergessene Kämpferin gegen die Judenverfolgung wird erst entdeckt – Hanauer Lehrerin gehörte mit zum Widerstand. In: [1].
  • Julia Scheuermann: Dr. Elisabeth Schmitz - "Eine Widerstandskämpferin des Dritten Reiches? In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte. Hanau 2010, S. 259–282.
  • Claudia Schmid-Rathjen, Dietgard Meyer: „Elisabeth Pusto“ in Wandlitz – auf den Spuren der Elisabeth Schmitz. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte. Hanau 2008, S. 130–224.
  • Hubert Zilch: Elisabeth Schmitz – Eine mutige Frau in schlimmen Zeiten. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte.2002/2, S. 109–111.

Sammelband

  • Manfred Gailus (Hrsg.): Elisabeth Schmitz und ihre Denkschrift gegen die Judenverfolgung. Konturen einer vergessenen Biografie (1893–1977). Berlin 2008, ISBN 978-3-88981-243-8, darin:
    • Marlies Flesch-Thebesius: Ein Gefühl der Fremdheit. Briefwechsel zwischen Elisabeth Schmitz und Karl Barth (S. 83–92).
    • Manfred Gailus: Elisabeth Schmitz war keine Filmschauspielerin. Große Vergessenheit und späte Erinnerung zu Nachkriegszeiten (S. 183–190).
    • Manfred Gailus: In der Welthauptstadt des Historismus. Elisabeth Schmitz’ frühe Prägung durch Adolf von Harnack und Friedrich Meinecke (S. 39–53).
    • Rolf Hensel: Eine Lehrerin auf dem „Weg des Unbedingten“. Die Studienrätin Elisabeth Schmitz an der höheren Schule Preußens (1921 bis 1938) (S. 54–82).
    • Hartmut Ludwig: Die Denkschrift von Elisabeth Schmitz „Zur Lage der deutschen Nichtarier“. Analyse, Kontext Vergleich (S. 93–127).
    • Gerhard Lüdecke: Ein sensationeller Fund in Hanau 2004. Neue Perspektiven auf die Biografie von Elisabeth Schmitz (S. 20–38).
    • Dietgard Meyer: „Mutter Elisabeth“. Biografische Einführung zu Leben und Werk von Dr. Elisabeth Schmitz (S. 11–19).
    • Andreas Pangritz: Nun ist Bußtag – und die Kirche soll schweigen? Die Reaktion von Elisabeth Schmitz auf die Novemberpogrome 1938 (S. 163–182).
    • Martina Voigt: Weggefährtin im Widerstand. Elisbeth Schiemanns Einsatz für die Gleichberechtigung der Juden (S. 128–162).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elisabeth Schmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elisabeth Schmitz: Edwin von Manteuffel als Quelle zur Geschichte Friedrich Wilhelms IV., München. Berlin 1921 (Diss. phil.).
  2. Wolfgang Keim: Erziehung unter der Nazi-Diktatur. Bd. 2, 2. unv. Aufl. Darmstadt 2005, ISBN 3-534-18802-0, S. 42.
  3. Ein „Original“ befindet sich z. B. im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
  4. Flesch-Thebesius.
  5. Corniceliusstraße 16
  6. Eckhard Meise.
  7. Werner Kurz; Eckhard Meise.
  8. Manfred Gailus: Elisabeth Schmitz kämpfte gegen das Nazi-Regime. Protestierende Protestantin. In:Evangelische Zeitung Ausgabe 11 K vom 16. März 2014, Seite 8
  9. Dietgard Meyer. In: Erhart, Meseberg-Haubold, Meyer, (Hrsg), S. 245.
  10. Vgl.: Niemöller: Kampf, S. 455; ders.: Die Synode, S. 29–58: Abdruck der Denkschrift mit der falschen Verfasserangabe „Marga Meusel“.
  11. http://www1.yadvashem.org/yv/en/righteous/pdf/righteous_october_2011.pdf bzw. http://www1.yadvashem.org/yv/en/righteous/pdf/virtial_wall/germany.pdf.
  12. Vorbilder. Elisabeth Schmitz drängte ihre Kirche unermüdlich, den Juden gegen ihre Entrechtung zu helfen. Ihr Widerstand ist fast vergessen. In: chrismon. 05/2009
  13. vgl. Hanauer Netz Zeitung: Elisabeth Schmitz ist „Gerechte unter den Völkern“ vom 20. Februar 2013