Elisabeth Vilma Lwoff-Parlaghy

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Elisabeth Vilma Parlaghy im Badener Salon 1895 (in der Mitte)
Blaues Porträt von Nikola Tesla (1913)

Elisabeth Vilma Lwoff-Parlaghy (* 15. April 1863 in Hajdúdorog im Komitat Hajdú Ungarn; † 28. August 1923 in New York City) war eine ungarisch-amerikanische Porträtmalerin.

Leben[Bearbeiten]

Elizabeth Vilma von Parlaghy-Brachfeld erhielt ihre malerische Ausbildung in Budapest und danach in München durch Franz Quaglio und Wilhelm Dürr dJ, die sie im Stile von Franz von Lenbach ausbildeten. Erstes Aufsehen erregte sie 1890, als ein Porträt ihrer Mutter bei einer Ausstellung in Berlin gezeigt wurde. Dort war 1891 ihr Moltke-Porträt umstritten, aber sie stand da schon in der Gunst des deutschen Kaisers Wilhelm II. 1894 erhielt sie auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine große Goldmedaille. Auch im Pariser Salon wurde sie anerkannt und zwischen 1892 und 1894 ausgezeichnet.

Von 1896 bis 1899 hielt sie sich ein erstes Mal in New York City auf. Zurück in Europa heiratete sie in Prag den russischen Adligen Lwoff und lebte mit ihm auf dessen Besitz am Tegernsee, wurde aber nach kurzer Zeit geschieden. Sie nannte sich ab nun „Prinzessin Lwoff-Parlaghy“. Wieder in den USA malte sie Admiral George Dewey und fand damit den Zugang zu wohlhabenden US-amerikanischen Auftraggebern. In Europa war sie mit Peter Nors verheiratet und hatte 1905 mit ihm die Tochter Vilma Nors. Während die Mutter sich in Berlin und Nizza aufhielt, wuchs die Tochter in London auf. Endgültig in die USA ging Lwoff-Parlaghy im Jahr 1908. In New York lebte sie standesgemäß mit großem Personalaufwand in verschiedenen Luxushotels wie dem Plaza Hotel.

Tesla blaues Porträt 1913[Bearbeiten]

Im Jahr 1913 ließ sich Nikola Tesla von Lwoff-Parlaghy in Ölfarben porträtieren, wozu er im Studio extra Glühlampen mit blauem Lichtfilter installierte. Das Bild wurde unter der Bezeichnung Blue Portrait bekannt und 1913 und 1916 in New York auf Ausstellungen präsentiert.[1] Es fanden sich aber keine Käufer und das Gemälde verblieb im Eigentum der Künstlerin. Nach der Versteigerung des Nachlasses der Malerin galt es als verschollen, bis es Anfang der 2000er Jahre im Fundus des Husumer NordseeMuseum-Nissenhaus wiederentdeckt wurde.[2] Durch eine Schenkung aus dem Nachlass des Husumers Ludwig Nissen, der 1924 als Diamantenhändler in Brooklyn verstarb, waren einige Bilder Lwoff-Parlaghys nach Husum gekommen, darunter auch ein Selbstporträt und ein Porträt Nissens.

Porträts bekannter Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bilder aus der Neuen und Alten Welt. Die Sammlung des Diamantenhändlers Ludwig Nissen. Beiträge von Karin Heise, Klaus Lengfeld, Hermann Mildenberger und Cornelius Steckner. Kloster Cismar und Husum: Nissen-Haus, Cismar 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vilma Lwoff-Parlaghy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikola Tesla’s „Blue Portrait“ by Princess Vilma Lwoff-Parlaghy
  2. Wiederentdeckung des „blue portrait“ nach 85 Jahren (PDF; 48 kB)