Elisabeth von Aragón

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Dieser Artikel behandelt die Herzogin von Österreich und Steiermark, zur Königin von Frankreich siehe Isabella von Aragón.

Elisabeth von Aragón, span. Isabel de Aragón (* 1300 oder 1302; † 12. Juli 1330) war als Gemahlin des Habsburgers Friedrich des Schönen Königin des Heiligen Römischen Reichs und Herzogin von Österreich und Steiermark

Sie wurde als Tochter von König Jakob II. von Aragón und dessen Gattin Prinzessin Blanka von Neapel und Sizilien geboren.

Sie wurde von der mit ihr verwandten byzantinischen Kaiserin Konstanze, der Tochter Kaiser Friedrichs II. erzogen. Im Jahre 1313 wurde sie in Barcelona mit dem durch einen Prokurator vertretenen Friedrich den Schönen vermählt, der sich seit 1311 um sie beworben hatte und in langen Verhandlungen die Bedingungen von Jakob II. erfüllte. Erst 1314 traf der Zug mit der Braut und ihrem reichen Brautschatz in Österreich ein, das Hochzeitsfest wurde am 31. Jänner in Judenburg gefeiert. 1314 wurde ihr Gemahl zum König gewählt, zu Pfingsten 1315 wurde sie in Basel zur Königin gekrönt. Die Ehe verlief offenkundig harmonisch, war jedoch von einigen finanziellen Problemen begleitet.

Die Königswahl und die folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen mit Ludwig dem Bayern stürzten ihren Gemahl in Kosten und Elisabeth musste wiederholt Schmuck opfern. Nach der zweieinhalbjährigen Gefangenschaft ihres Gemahls nach der Schlacht bei Mühldorf unterzog sich Elisabeth schweren Kasteiungen, die ihre Gesundheit gefährdeten. 1330 starb ihr Gemahl, Elisabeth überlebte ihn nur wenige Monate. Sie wurde in der Wiener Minoritenkirche beigesetzt.

Nachkommen[Bearbeiten]

  • Friedrich (* 1316; † 1322)
  • Elisabeth (* 1317; † 1336)
  • Anna (* 1318; † 1343)
  1. ∞ 1328 in Landshut Herzog Heinrich III. von Niederbayern (1312–1333),
  2. ∞ 1336 in Görz Graf Johann von Görz (1322–1338).

Literatur[Bearbeiten]