Elisabeth von Dänemark, Norwegen und Schweden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Skulptur von Elisabeth, Kurfürstin von Brandenburg in der Sankt Knuds Kirke in Odense, geschaffen von Claus Berg, um 1530

Elisabeth, Kurfürstin von Brandenburg (* 24. Juni 1485 im Schloss Nyborg auf Fünen; † 10. Juni 1555 in Berlin) war die Tochter von König Johann von Dänemark, Norwegen und Schweden und seiner Ehefrau Königin Christine.

Sie wurde am 10. April 1502 mit dem Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg in Stendal verheiratet, während ihre Mutter im Kopenhagener Schloss belagert wurde. Mit ihm hatte sie fünf Kinder. Um 1523 wandte sie sich der Lehre Luthers zu, wurde aber deswegen von ihrem Ehemann, einem heftigen Gegner der Reformation, mit Gefangenschaft bedroht. 1527 empfing sie heimlich das Abendmahl in beiderlei Gestalt und floh deswegen im März 1528 nach Torgau zu ihrem Onkel mütterlicherseits, dem Kurfürsten Johann von Sachsen, an dessen Hof sie bis 1535 verweilte. Aus Mangel an Geld geriet sie in drückende Not. Ihre Lage besserte sich erst, als ihr Ehemann 1535 starb, woraufhin ihr ihre Söhne Joachim und Johann eine ansehnliche jährliche Rente gewährten. Sie wohnte danach neun Jahre im Schloss Lichtenburg bei Prettin, wo sie einen kleinen Hof hielt. Erst 1545 kehrte sie in die Mark Brandenburg zurück, wo sie in Spandau, an der kirchlichen Bewegung lebhaft teilnehmend, lebte.

Nachkommen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]