Elitarismus

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Elitarismus ist eine Ideologie, die vom Bewusstsein getragen ist, einer Elite anzugehören, und sich in einer elitären Haltung manifestiert. Sie definiert sich im Gegensatz zum Pluralismus.

Im Unterschied zum elitären Selbstverständnis und Denken bzw. zur elitären Lebenspraxis einzelner Persönlichkeiten (wie dies zum Beispiel Albert Einstein, Heinrich Mann zugeschrieben wird), ist der Elitarismus eine ideologische Gegenbewegung zum Egalitarismus und zum Populismus.

Insofern es sich um Selbstzuschreibungen von Gruppen handelt, wendet sie sich gegen eine angebliche Ochlokratie, also gegen die Herrschaft des Mob bzw. des Pöbel. Dieser Elitarismus ist dann in der Regel geprägt von Arroganz und Überlegenheitsgefühlen. Im philosophischen Kontext vertraten zum Beispiel Nietzsche und der George-Kreis eine Form des Elitarismus.

Insofern es sich um eine Zuschreibung im wissenschaftlichen Diskurs handelt, werden mit diesem Begriff die nachteiligen Folgen von Elitebildungen beschrieben.

Im Blick auf das betroffene Thema spricht man von:

  • ästhetischem Elitarismus
  • ethischem Elitarismus

Milieus-, volks- und gruppenspezifisch spricht man von:

  • korporativem Elitarismus
  • nationalem Elitarismus
  • konservativ-bürgerlichem Elitarismus

Bezüglich der kulturellen oder politischen Einstellungen spricht man von:

  • kulturoptimistischem bzw. -pessimistischen Elitarismus
  • konservativem bzw. progressivem Elitarismus
  • antidemokratischem Elitarismus

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Berking, Helmuth: Die veredelte Gesellschaft vom Verschwinden der Eliten und der Wiederkehr des Elitären, 1988
  • Roh, Thea de: Zur Theorie einer sozial-elitären Demokratie, 1991
  • Schneider, Frank: Populär? Elitär? Fragen zu einem klingenden Widerspruch, 2001
  • Trappe, Paul: Die elitäre Machtgruppen in der Gesellschaft, oder: über die Geschlossenheit der offenen Gesellschaft, 1988
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