Ell (Luxemburg)

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Ell
Wappen Karte
Wappen von Ell Lage von Ell im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Staat: Luxemburg
Koordinaten: 49° 46′ N, 5° 51′ O49.7627527777785.8556666666667Koordinaten: 49° 45′ 46″ N, 5° 51′ 20″ O
Distrikt: Diekirch
Kanton: Redingen
Einwohner: 1191 (1. Januar 2014)[1]
Fläche: 21,6 km²
Bevölkerungsdichte: 55,3 Einw./km²
Gemeindenummer: 00003003
Website: www.ell.lu
Politik
Bürgermeister: Joseph Thill
Wahlsystem: Majorzwahl

Ell ist eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg und gehört zum Kanton Redingen.

Landschaftlich zählt sie teils zum Gutland, teils zum Ösling. Die Gemarkung umfasst 2354 ha, davon sind 634 ha Waldfläche, 0,55 ha Fließgewässer und 45 ha Straßen und Feldwege.

Zusammensetzung der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ell besteht aus den folgenden Ortschaften (Bevölkerungszahl am 28. September 2011):

  • Niederkolpach (lux. Nidderkolpech, frz. Colpach-Bas), 73 Einwohner
  • Oberkolpach (lux. Uewerkolpech, frz. Colpach-Haut), 250 Einwohner
  • Ell, 431 Einwohner
  • Kleinelcherodt (lux. Kleng-Elchert, frz. Petit-Nobressart), 128 Einwohner
  • Roodt, (lux. Rued), 246 Einwohner

Ungefähr 29 Prozent der Einwohner sind ausländischer Staatsangehörigkeit, aus ca. 25 verschiedenen Nationen.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Der Dorfbach, der Grund- und Regenwasser vom Kaalebur sammelt, lief früher kanalisiert unter der Hauptstraße durch den Ort. Nach einer starken Überschwemmung 1998 wurde der Bach streckenweise wieder freigelegt und durch einen neu angelegten Teich geführt.[2] Er mündet in die Attert.

Insbesondere den derzeit vierzehn Vereinen steht das Kulturzentrum Centre Camille Ney zur Verfügung.

Am 17. Juni 2001 wurde in der Pfarrkirche von Ell die instandgesetzte und um 15 Register erweiterte Orgel im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eingeweiht.[3]

Ell hat seinen Namen vermutlich von einer Wasserburg, die wie eine Insel (keltisch: El) von Wasser umgeben war.

Das Schloss von Kolpach, ein Herrenhaus mit einer Domäne von 30 Hektar, 1747 direkt an der belgischen Grenze erbaut, wurde vom ARBED-Direktor Emile Mayrisch erworben und von seiner Witwe dem Roten Kreuz Luxemburg vermacht. Im Jahre 2002 wurde es als nationales Denkmal anerkannt. Es beherbergte ein Genesungsheim, wird aber derzeit nicht hierfür benutzt, da das Gebäude nicht mehr den Normen entspricht und deswegen renoviert werden muss. Zurzeit ist das Genesungsheim in einem modernen Gebäude in der Nachbarschaft untergebracht.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. STATEC Luxembourg – Population par canton et commune 1821–2014 (franz.)
  2. Attertzulauf im Dorfzentrum von Ell offen gelegt. Gemeinde-Website 1. Dezember 2001.
  3. Dan Roder: Konzertreihe zur Orgelweihe in Ell abgeschlossen. Luxemburger Wort vom 3. Januar 2002.
  4. Schloss Colpach: Denkmalgeschütztes Herrenhaus im neuen Gewand Luxemburger Wort, 26. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien