Ellen Richter
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ellen Richter (* 21. Juli 1893 in Wien; † 1969 in Düsseldorf) war eine österreichische Schauspielerin und Filmproduzentin.
Sie war das jüngste von fünf Kindern aus Ungarn stammender jüdischer Bürger in Wien. Nach dem Besuch der Volksschule nahm sie Schauspielunterricht bei Ferdinand Gregori an der Akademie für darstellende Kunst.
Sie bestand mit Auszeichnung und trat am Stadttheater Brünn (1908), an der Residenzbühne Wien (1910) und an der Künstlerbühne München (1911) auf. 1912 spielte sie in Berlin am Nollendorf-Theater, wo sie unter anderem Orestes in der Operette Die schöne Helena verkörperte.
1915 kam Ellen Richter zum Stummfilm und erhielt sofort Hauptrollen. Sie wurde zu einem Star des deutschen Sensations- und Abenteuerkinos. 1920 gründete sie mit ihrem Ehemann Willi Wolff die Ellen-Richter-GmbH. Wolff fungierte zugleich als Drehbuchautor und Regisseur ihrer Filme, in denen sie stets im Mittelpunkt stand. Häufig spielten ihre Filme vor einem exotischen Hintergrund.
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten beendete abrupt ihre erfolgreiche Filmkarriere. Sie wurde mit Filmverbot belegt und 1938 aus der Reichsfilmkammer ausgeschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges hielt sie sich im Ausland auf. Danach kehrte sie nach Deutschland zurück und beteiligte sich in bescheidenem Umfang erneut an der Filmproduktion.
[Bearbeiten] Filmografie
|
|
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Richter, Ellen |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Schauspielerin und Filmproduzentin |
| GEBURTSDATUM | 21. Juli 1893 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 1969 |
| STERBEORT | Düsseldorf |

