Ellen Schwanneke

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Ellen Schwanneke (* 11. August 1906 in Berlin; † 17. Juni 1972 in Zürich) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter des Schauspielers Viktor Schwanneke wuchs in München auf, wo ihr Vater nach dem Ersten Weltkrieg Intendant des Bayerischen Staatstheaters war. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde sie Volontärin an den Münchner Kammerspielen.

Sie agierte zunächst bei Wanderbühnen, mit denen sie durch Europa zog. Ihr erstes festes Engagement erhielt sie an den Hamburger Kammerspielen bei Erich Ziegel und ging dann mit ihrem Vater nach Berlin, wo sie an verschiedenen Kleinkunstbühnen auftrat, darunter auch am ‘Tingel-Tangel’. Friedrich Hollaender engagierte sie im Dezember 1931 für seine Kabarett-Revue “Allez hopp!”[1]. Sie besprach auch zwei Grammophonplatten mit Kleinkunst-Vorträgen[2].

Sie debütierte 1931 vor der Filmkamera als Ilse von Westhagen in Mädchen in Uniform und 1932 in Asta Nielsens einzigem Tonfilm Unmögliche Liebe, in welchem sie und Ery Bos die beiden Töchter der Hauptdarstellerin spielten[3]. Danach wirkte sie noch in weiteren deutschen Filmklassikern mit. 1937 emigrierte sie nach Wien. Nach dem „Anschluss Österreichs“ floh sie 1939 über die Schweiz in die Vereinigten Staaten, wo sie den US-amerikanischen Schauspieler und Regisseur William Castle kennenlernte, der sie - nachdem er sie medienwirksam vermarktete - mehrfach in Theaterproduktionen besetzte. 1943 wirkte sie auf Oscar Tellers Kleinkunstbühne „Arche“ in Richard Beer-Hofmanns Stück Jaákobs Traum mit.

1944 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin. Nach Kriegsende ließ sie sich in der Schweiz nieder, trat noch in dem Film Morgen ist alles besser auf und spielte Theater. Gastspielreisen führten sie auch wieder nach Frankfurt/Main und Berlin.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1931: Mädchen in Uniform
  • 1931: Kadetten
  • 1931: Kinder vor Gericht
  • 1932: Ein toller Einfall
  • 1932: Unmögliche Liebe
  • 1933: Fräulein Hoffmanns Erzählungen
  • 1935: Königswalzer
  • 1936: Arme kleine Inge
  • 1937: Kein Wort von Liebe
  • 1948: Morgen ist alles besser

Tondokumente[Bearbeiten]

Electrola E.G.1844 (mx. BLK 6119) Das Nachtgespenst (Text: Marcellus Schiffer, Friedrich Hollaender. Musik: Rudolf Nelson) / (mx. BLK 6176) Moderne Elternerziehung (Text: Marcellus Schiffer, Friedrich Hollaender. Musik: Rudolf Nelson)

Telefunken A 1473 (mx. 19 277) Schnurren und Moritaten, 1. Teil / (mx. 19 278) dto., 2. Teil

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allez-hopp, eine Varietérevue in 17 Attraktionen (1931)- das Leben als Varieté, vgl. Weiß-Schebera S. 215
  2. vgl. Leimbach a.a.O.
  3. der Film hieß mit Auswahltitel auch Vera Holgk und ihre Töchter, vgl. Jll. Film-Kurier, abgeb. bei siska.at[1]