Ellguth Turawa

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Ellguth Turawa
Ligota Turawska
Ellguth Turawa  Ligota Turawska führt kein Wappen
Ellguth Turawa  Ligota Turawska (Polen)
Ellguth Turawa  Ligota Turawska
Ellguth Turawa
Ligota Turawska
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Oppeln
Gmina: Turawa
Geographische Lage: 50° 47′ N, 18° 11′ O50.7860518.181427777778Koordinaten: 50° 47′ 10″ N, 18° 10′ 53″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 46-046
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Die ehemalige Schrotholzkirche um 1929

Ellguth Turawa (polnisch: Ligota Turawska) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Ellguth Turawa liegt in der Gemeinde Turawa im Powiat Opolski (Landkreis Oppeln) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ellguth Turawa liegt 10 Kilometer nordöstlich vom Gemeindesitz Turawa und 24 Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Ellguth Turawa sind im Norden Bierdzan (Bierdzany), im Südosten Sacrau Turawa (Zakrzów Turawski) und im Süden Kadlub Turawa (Kadłub Turawski).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1463 erstmals urkundlich erwähnt.[1] 1629 wurde die Schrotholzkirche erbaut. 1865 hatte der Ort 17 Bauernhöfe und 11 Gärtner- und 46 Häuslerstellen.[2] 1936 wurde die neue Kirche eingeweiht.[1]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 316 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 307 für Polen.[3] Ellguth-Turawa verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1014 Einwohner. 1939 hatte der Ort 1055 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Ligota Turawska umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Am 8. März 2012 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Ellguth Turawa.

Sehenswürdigkeiten und Denkmale[Bearbeiten]

  • Moderne Kirche aus dem Jahr 1936. Neben der heutigen Kirche befand sich eine Schrotholzkirche aus dem Jahr 1629. Die Schrotholzkirche St. Katharina wurde 1945 beim Einmarsch der Roten Armee von dieser angezündet und verbrannte vollständig.
  • Fachwerkhäuser

Vereine[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ellguth-Turawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Internetseite der Gemeinde
  2. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  3. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921