Ellrich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ellrich
Ellrich
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ellrich hervorgehoben
51.58555555555610.668055555556255Koordinaten: 51° 35′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Nordhausen
Höhe: 255 m ü. NN
Fläche: 69,42 km²
Einwohner: 6019 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99755
Vorwahl: 036332
Kfz-Kennzeichen: NDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 62 005
Adresse der Stadtverwaltung: Salzstraße 8
99755 Ellrich
Webpräsenz:
Bürgermeister: Matthias Ehrhold
Lage der Stadt Ellrich im Landkreis Nordhausen
Karte

Ellrich im Landkreis Nordhausen ist die nördlichste Stadt Thüringens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Stadt Ellrich liegt an der Zorge am Südrand des Harzes, in unmittelbarer Nähe der Landesgrenze zu Niedersachsen.

[Bearbeiten] Geschichte

876 wurde Ellrich, als Alarici, erstmals urkundlich erwähnt. Alariche, 1229 Elreke, 1229 Elrike wird mit dem altsächsischem Wort alira, elira, „Erle“ und dem Mittelniederdeutschen reke, „Reihe, Heckenzaun“, erklärt. Im Jahr 1286 erhielt Ellrich das Stadtrecht und im Jahr 1332 das Münzrecht. Ein Großbrand im Jahr 1627, bei dem große Teile der Stadt zerstört wurden, forderte zahlreiche Menschenleben. Dem Brand fielen u. a. auch die St.-Johannis-Kirche, das Rathaus und die Münzstätte zum Opfer. Die Münzstätte wurde nicht wieder aufgebaut. Seit 1869 führt eine Bahnverbindung nach Nordhausen und Northeim. [2][3][4]

Ellrich um 1650


Bei den Novemberpogromen 1938 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Jüdengasse niedergebrannt, die meisten der Gläubigen wurden deportiert und ermordet. An der Friedhofsmauer erinnert an sie seit 1988 (ersetzt 1994) eine Gedenktafel. Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es im Ort zwei Außenlager des KZ Dora-Mittelbau, nämlich Ellrich-Bürgergarten und Ellrich-Juliushütte. Letzteres war mit 8000 Insassen das größte Außenlager des KZ-Komplexes und unter den Häftlingen für seine harten Lebensbedingungen berüchtigt. Ein Gedenkstein auf dem ehemaligen Appellplatz erinnert an die Opfer. Weitere Gedenksteine befinden sich bei zehn Gräbern sowjetischer Zwangsarbeiter im Ortsteil Gudersleben und auf dem Bergfriedhof des Ortsteiles Sülzhayn. Auf dem Karl-Marx-Platz des Ortsteiles Woffleben erinnert eine Stele an die Opfer des Todesmarsches von 1945.[5]

Blick auf Ellrich heute

Deutschlandweit wurde der Ort bekannt, als sich zwischen Ellrich und Walkenried nach dem Zweiten Weltkrieg einer der bedeutendsten Eisenbahn-Grenzübergänge zwischen der britischen und der sowjetischen Besatzungszone an der Südharzstrecke befand. Dieser Übergang bestand bis zum Ende der DDR.

Seit dem 30. März 1994 bildet Ellrich eine Einheitsgemeinde mit den Ortschaften Rothesütte, Sülzhayn, Appenrode, Werna, Woffleben, Cleysingen und Gudersleben.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtrat

Parteien und Wählergemeinschaften %
1999
Sitze
1999
%
2004
Sitze
2004
%
2009
Sitze
2009
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 29,7 6 31,9 6 31,1 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,5 6 27,6 6 29,6 6
Die Linke Die Linke 18,4 4 24,1 5 18,2 4
FDP Freie Demokratische Partei 8,5 2 10,2 2 10,6 2
BBE BürgerBewegung Ellrich 10,2 2 6,2 1 10,5 2
Gesamt 20 20 20
Wahlbeteiligung in % 59,6 46,0 53,5

[6]

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: „Rot-silber geschachter hohnsteinscher Schild.“

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. http://www.rambow.de/ellrich.html
  3. http://barsch-ellrich.de/geschichte.htm
  4. http://www.karstwanderweg.de/ellrich_.htm
  5. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0
  6. http://www.wahlen.thueringen.de

[Bearbeiten] Weblinks

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