Elmar Hillebrand

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Elmar Hillebrand (* 12. Oktober 1925 in Köln) ist ein deutscher Bildhauer.

Leben und Ausbildung[Bearbeiten]

Hillebrand studierte nach dem Abitur am Apostelgymnasium (1943) und direkt anschließendem Wehr- und Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft ab 1946 bis 1950 an der Kunstakademie Düsseldorf unter anderem als Meisterschüler bei Ewald Mataré. Dann studierte er in Paris an der Académie de la Grande Chaumière bei Ossip Zadkine. Nach Auslandsaufenthalten und Reisen (Algerien) stellte er 1952 erstmals eigene Arbeiten aus.[1]

Nach einer Tätigkeit an der Dombauhütte in Köln wurde er 1964 als außerordentlicher Professor für Plastik an die Fakultät für Architektur der RWTH Aachen berufen (ab 1967 ordentlicher Professor, seit 1988 emeritiert). Hillebrand hat eine Vielzahl von Werken geschaffen, z.B. die Statue in der Lobby der UNO-City Wien, sowie Statuen in Kirchen und an öffentlichen Plätzen in Europa.

Hillebrand lebt und arbeitet in Köln-Weiß. Sein Sohn Johannes Hillebrand ist ebenfalls Bildhauer, sein Sohn Clemens Hillebrand Maler.

Im Mai 2011 übergab er seinen Nachlass der Jahre 1952 bis 2009 dem Historischen Archiv des Erzbistums Köln.[2]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Großer Kunstpreis der Stadt Köln (1961)
  • Große Silberne Medaille der Stadt Rom (1961)[3]

Publikationen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Rechts: Statue des Kardinal Frings

Literatur[Bearbeiten]

  • Elmar Hillebrand: Plastiken, Zeichnungen. Eine Dokumentation zur 8. Stallausstellung im Hause van der Grinten, Kranenburg, Niederrhein, 21. September bis 19. Oktober 1969. Bösmann, Kleve 1969. (Katalog)
  • Elmar Hillebrand: Skulpturen und Zeichnungen. Suermondt-Ludwig-Museum und Museumsverein Aachen, 29. April bis 11. Juni 1984. Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen 1984. (Katalog)
  • Hegne, Klosterkirche und Krypta. Peda Kunstführer Nr. 367, Passau 1996, ISBN 3-89643-023-8.
  • Raum im Raum. Elmar Hillebrand, Bronzen von Landschaften und Räumen. Edition Lubcaparellalo, Köln 2009, ISBN 978-3-9810490-2-2 (Herausgeber: Clemens Hillebrand und Diözesanzentrum für Hörbehinderte im Erzbistum Köln und Integrative Gemeinde St. Georg).
  • Clemens Hillebrand: Capriccios in Architektur. Architekturplastiken und Zeichnungen von Elmar Hillebrand. Edition Lubcaparellalo, Köln 2008, ISBN 978-3-9810490-1-5.
  • Gustav René Hocke: Malerei der Gegenwart. Der Neo-Manierismus. Limes Verlag, Wiesbaden und München 1975, ISBN 3-8090-2072-9.
  • Norbert Ruf: Leise Worte der seligen Ulrika geistlich betrachtet. Beuroner Kunstverlag, Beuron 1997, ISBN 3-87071-077-2.
  • Michel Schmitt: Esch-sur-Alzette: Katholische Pfarrkirche St. Heinrich. Schnell und Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3-7954-6388-2. (Beschreibung der Ausstattung mit Arbeiten von Elmar Hillebrand)
  • Hermann Siemer: Hoffnung voll Unsterblichkeit. Das Mahnmal für die Synagoge am Lappenberg in Hildesheim: Entstehung, Gestalt, Deutung. Hrsg. von der Friedrich-Weinhagen-Stiftung. Bernward-Verlag, Hildesheim 1989, ISBN 3-87065-529-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Reykers: Künstler im Kreis Köln, Professor Elmar Hillebrand in Kreis Köln (Hg.): Jahrbuch 1970, S. 55 ff
  2. Michael Kasiske: Der ganze "Kram" liegt nun im Archiv. Erzbistum Köln, 11. Mai 2011, abgerufen am 9. Juni 2011 (deutsch).
  3. Karriere und Ehrungen nach Reykers
  4.  Heinz Firmenich, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): St. Andreas in Köln. 2. Auflage. Gesellschaft für Buchdruckerei, Neuss 1975, Außenbau, S. 10.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elmar Hillebrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien