ElringKlinger

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ElringKlinger AG
Logo der ElringKlinger AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007856023
Gründung 1879
Sitz Dettingen an der Erms, Deutschland
Leitung Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 6.716 (Dezember 2013)[1]
Umsatz 1.175,2 Mio (2013)[1]
Branche Automobilzulieferer
Website www.elringklinger.de

Die ElringKlinger AG ist ein deutscher Konzern mit Sitz im baden-württembergischen Dettingen an der Erms, der als Automobilzulieferer tätig ist. Zum 31. Dezember 2013 umfasste der ElringKlinger-Konzern neben der Muttergesellschaft 36 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und eine Beteiligung.[2]

Das Unternehmen entwickelt und produziert für fast alle Automobilhersteller Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoff-Gehäusemodule sowie Abschirmteile für Motor, Getriebe, Abgassystem und den Unterboden; das Unternehmen ist zudem Weltmarktführer im Segment Zylinderkopfdichtungen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1879 gründete Paul Lechler in Stuttgart ein Handelsunternehmen für Dichtungen und technische Produkte. Das Unternehmen begann ab 1914 Dichtungen selbst zu produzieren. In den Jahren 1964 und 1965 wurde der Sitz nach Dettingen an der Erms verlagert. Richard Klinger gründete bereits im Jahr 1885 in Wien eine Konstruktionswerkstatt und fertigte ab 1930 ebenfalls Zylinderkopfdichtungen.

Ab 1971 begann das Unternehmen seine Internationalisierung durch eine erste Beteiligung in Spanien. Im folgenden Jahr wurden die Fertigungsstandorte in Bietigheim und Langenzenn gegründet.[4]

Im Jahr 1994 entstand aus dem Automobilbereich der Richard Klinger GmbH und der Elring GmbH die ElringKlinger GmbH mit Sitz in Dettingen. Am 30. Oktober 2000 verschmolz die ElringKlinger GmbH mit der Muttergesellschaft ZWL Grundbesitz- und Beteiligungs-AG und hieß fortan ElringKlinger AG. Die ElringKlinger AG ist seit 21. Januar 2002 an der Börse in Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 13. November 2003 wurde ElringKlinger in den SDAX aufgenommen und stieg am 4. März 2009 in den MDAX auf.[5]

Zum 27. Oktober 2009 erwarb ElringKlinger den im türkischen Bursa ansässigen Automobilzulieferer Ompaş, um in den türkischen Markt einzutreten.[6]

Am 11. Mai 2011 folgte der Zukauf des in der Schweiz ansässigen Abgasspezialisten Hug Gruppe.[7]

Zum 12. September 2011 erwarb die ElringKlinger AG 90 Prozent am Formen- und Werkzeugbauer Hummel-Formen aus Lenningen.[7]

Am 3. Januar 2012 kaufte ElringKlinger den Metallgehäusehersteller ThaWa GmbH mit Sitz in Thale, Sachsen-Anhalt.[7]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten]

In den folgenden zehn Geschäftsbereichen ist der Konzern tätig: [2]

  • Abschirmtechnik
  • Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik
  • Zylinderkopfdichtungen
  • Spezialdichtungen
  • Sonstige (E-Mobility, Werkzeugtechnologie und Abgasnachbehandlung)
  • Ersatzteile
  • Kunststofftechnik
  • Gewerbeparks
  • Dienstleistungen
  • Werkzeugtechnik

Gesellschaften der ElringKlinger-Gruppe[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

  • Gedächtnisstiftung Karl Müller Belegschaftshilfe GmbH
  • 92,86 % Elring Klinger Motortechnik GmbH
  • 96 % ElringKlinger Logistic Service GmbH
  • 74,5 % ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
  • 100 % KOCHWERK Catering GmbH[2]

International[Bearbeiten]

  • 100 % ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG / CH
  • 93,67 % Hug Engineering AG / CH
  • 100 % Hug Engineering GmbH / DE (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)[2]
  • 100 % Hug Engineering Inc. / US (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)[2]
  • 100 % Hug Engineering S.p.A. / IT (Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG / CH)[2]
  • 100 % Elring Klinger (Great Britain) Ltd. / UK
  • 100 % Elring Parts Ltd. / UK
  • 100 % ElringKlinger Italia Srl / IT
  • 100 % ElringKlinger Meillor SAS / FR
  • 100 % HURO Supermold S. R. L. / RO
  • 100 % Technik-Park Heliport Kft. / HU
  • 100 % Elring Klinger, S.A.U. / ES
  • 100 % ElringKlinger TR Otomotiv Şanayi ve Ticaret A.Ş. / TR
  • 100 % ElringKlinger Canada, Inc. / CA
  • 100 % ElringKlinger North America, Inc. / US
  • 100 % Elring of North America, Inc. / US
  • 100 % ElringKlinger USA, Inc. / US
  • 100 % Elring Klinger México, S.A. de C.V. / MX
  • 100 % EKASER, S.A. de C.V. / MX
  • 100 % Elring Klinger do Brasil Ltda. / BR
  • 100 % Elring Klinger South Africa(Pty) Ltd. / ZA
  • 100 % ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. / IN
  • 100 % ElringKlinger China, Ltd. / CN
  • 88 % Changchun ElringKlinger Ltd. / CN
  • 100 % ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co. / CN (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik)[2]
  • 100 % ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc. / US (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik)[2]
  • 100 % ElringKlinger Korea / KR
  • 50 % ElringKlinger Marusan Corporation / JP
  • 100 % Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. / JP (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)[2]
  • 100 % PT. ElringKlinger Indonesia / ID (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)[2]
  • 100 % ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd. / TH (Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation / JP)[2]

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern:[8]

  • Stefan Wolf (Vorstandsvorsitzender und CEO der ElringKlinger AG)
  • Karl Schmauder (Mitglied des Vorstands)
  • Theo Becker (Mitglied des Vorstands)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2013 (PDF; 5,5 MB)
  2. a b c d e f g h i j k elringklinger.de: Konzernstruktur der ElringKlinger-Gruppe
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  4. elringklinger.de: Die Unternehmensgeschichte
  5. Christian Kirchner: Dax-Neulinge profitieren kaum. (Memento vom 31. Juli 2012 im Webarchiv Archive.today) In: FTD.de. 5. März 2009.
  6. ElringKlinger-Gruppe kauft Produktionsstätte in der Türkei
  7. a b c elringklinger.de: Die Jahre 2000 bis heute
  8. elringklinger.de: Der Vorstand stellt sich vor