Elsa von Gutmann

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Fürstin Elsa

Elsa von Gutmann (eigentlich Elisabeth; * 6. Januar 1875 in Wien; † 28. September 1947 in Vitznau) war Fürstin von Liechtenstein.

Sie war die Tochter von Wilhelm Isak, Ritter von Gutmann (1826–1895) und seiner zweiten Frau Ida Wodianer (1847–1924) und wurde 1875 in Wien geboren. Ihr Vater war ein jüdischer Unternehmer aus Mähren, der mit seiner Kohlenhandelsfirma eine führende Stellung auf dem Markt der Donaumonarchie einnahm und erst 1878 durch Kaiser Franz Joseph I. geadelt wurde. 1891–1892 war er Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde.

In erster Ehe heiratete Elsa in Wien den ungarischen Baron Géza Erős von Bethlenfalva, der am 7. August 1908 jung verstarb.

1914 lernte sie über den Hilfsfond für Soldaten Franz von Liechtenstein kennen. Fürst Johann II. war gegen die nicht standesgemäße Verbindung seines Bruders. Am 11. Februar 1929 folgte Franz als Franz I. seinem unverheirateten und kinderlosen Bruder Johann als Fürst von Liechtenstein, am 22. Juli 1929 fand die Vermählung statt.

Franz I. und Elsa waren das erste liechtensteinische Herrscherpaar, das Kontakte zur liechtensteinischen Bevölkerung suchte und das Land regelmäßig besuchte. Elsa machte Krankenbesuche in Spitälern, besuchte öffentliche Einrichtungen und beschenkte arme Leute. Durch ihre Güte war sie beim Volk sehr beliebt, die Franz und Elsa-Stiftung für die liechtensteinische Jugend besteht noch heute.

Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie in einem Haus am Semmering, nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland musste sie ins Schweizer Exil gehen und starb dort kurz nach dem Krieg in Vitznau am Vierwaldstättersee.

Sie war die erste Fürstin, die nicht mehr in Vranov u Brna, sondern in der neuen Fürstengruft neben der Vaduzer Kathedrale beerdigt wurde.

Quellen[Bearbeiten]

Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Franziska Kinsky von Wchinitz und Tettau Fürstin von Liechtenstein
1929–1938
Georgina von Wilczek