Elvira de Hidalgo

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Elvira de Hidalgo

Elvira de Hidalgo, (* 27. Dezember 1888 in Val de Robles, Aragón, Spanien; † 21. Januar 1980 in Mailand) war eine spanische Opernsängerin der Stimmlage Sopran.

Leben[Bearbeiten]

Bereits mit zwölf Jahren galt Elvira de Hidalgo als ein musikalisches Wunderkind und trat in diesem Alter als Pianistin auf, ließ dann ihre Stimme in Barcelona und bei Raoul Vidal in Mailand ausbilden. Sie debütierte im Jahre 1908 mit 16 Jahren am Teatro di San Carlo von Neapel als Rosine im Barbier von Sevilla. Ihre Karriere entwickelte sich schnell. 1909 gastierte sie am Théatre Sarah Bernhardt in Paris, sodann in Kairo und Monte Carlo. Im Jahre 1910-1911 und im Jahre 1924-1926 war sie an der New Yorker Metropolitan Opera engagiert. 1916 trat sie an der Mailänder Scala, 1919 am Teatro Constanzi in Rom, 1922 am Teatro Colón von Buenos Aires, auf. Im Jahre 1924 feierte man sie in London an der Coventgarden Oper als Gilda in Giuseppe Verdis Rigoletto. Es folgte eine Tournee mit dem berühmten Bassisten Fjodor Schaljapin. Die inzwischen weltberühmte Künstlerin heiratete den Direktor des Casinos von Ostende, wo sie seitdem häufig konzertierte.

Seit 1932 lebte sie als Pädagogin auf der griechischen Insel Korfu und wurde dann Professorin am Athener Konservatorium. Hier war sie die Lehrerin der berühmten Sopranistin Maria Callas. In den Jahren 1949-1959 war sie Pädagogin am Konservatorium von Ankara; später lebte sie dann in Mailand. Bei ihrem Koloratursopran bewunderte man einmal die dunkle Tonfülle ihrer Stimme, andererseits die überlegene Technik ihres Ziergesangs, diese durfte man später in der Stimme ihrer berühmtesten Schülerin, Maria Callas, wieder entdecken.

Elvira de Hidalgo im mittleren Alter
Elvira de Hidalgo zusammen mit Maria Callas deren Lehrerin sie war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Kesting: Die großen Sänger. ECON, Düsseldorf 1993, S. 661.