Elzach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Elzach
Elzach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Elzach hervorgehoben
48.1747222222228.0716666666667361Koordinaten: 48° 10′ N, 8° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Emmendingen
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 75,28 km²
Einwohner: 7069 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79215
Vorwahl: 07682
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 010
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 69
79215 Elzach
Webpräsenz: www.elzach.de
Bürgermeister: Roland Tibi
Lage der Stadt Elzach im Landkreis Emmendingen
Frankreich Ortenaukreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Freiburg im Breisgau Schwarzwald-Baar-Kreis Bahlingen am Kaiserstuhl Biederbach Biederbach Biederbach Denzlingen Elzach Emmendingen Endingen am Kaiserstuhl Forchheim (Kaiserstuhl) Freiamt (Schwarzwald) Gutach im Breisgau Herbolzheim Kenzingen Malterdingen Malterdingen Reute (Breisgau) Rheinhausen (Breisgau) Riegel am Kaiserstuhl Sasbach am Kaiserstuhl Sexau Simonswald Teningen Vörstetten Waldkirch Weisweil Winden im Elztal Wyhl am KaiserstuhlKarte
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Elzach ist eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa 26 Kilometer nordöstlich von Freiburg im Breisgau.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt Elzach ist am östlichen Rand des Kreisgebiets des Landkreises Emmendingen gelegen und grenzt dort an den Ortenaukreis und den Schwarzwald-Baar-Kreis an. Topografisch ist das Gemeindegebiet durch seine Lage im Tal der Elz um den Hausberg Rohrhardsberg herum gekennzeichnet. Sie gehört zum Breisgau und liegt am Rande vom Naturpark Südschwarzwald.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Elzach besteht aus den Stadtteilen Elzach, Prechtal, Oberprechtal, Yach und Katzenmoos.[2]

  • Zum Stadtteil Elzach gehört die Stadt Elzach.
  • Zum Stadtteil Katzenmoos gehören das Dorf Katzenmoos, die Weiler Unterspitzenbach und Weinersberg, die Zinken Friedlinsbach, Halden, Hallersberg und Vitenloch, die Höfe Moserberg, Roßfedern und Steinmühle und die Wohnplätze Dehnenbach, Morgenberg und Steinberg.
  • Zum Stadtteil Oberprechtal gehören die Dörfer Oberprechtal und Dorf, der Weiler Vor dem Wittenbach, der Zinken Lampertsbach, die Höfe Hänsles-, Michele- und Schüßelebauern, Hinterprechtal, Im Grund und Landwasser und der Wohnplatz Im Loch.
  • Zum Stadtteil Prechtal gehören die Weiler Eilet, Fis(ß)nacht und Ladhof, die Zinken Bachere (z.T. zu Biederbach), Frischnau (z.T. zu Biederbach), Heidenacker (z.T. zu Biederbach), Leimental und Unterprechtal, die Höfe Herni (z.T. zu Biederbach), Hernishof, Kud(tt)ershof, Reichenbach, Schloßhof (Schloßbauer), Schrahöfe und Wellishöfe und die Wohnplätze Alte Halden, Bodenhäusle, Funi, Gustlet, Lürenberg, Neue Halden, Rittacker und Zinkle (Dorershof).
  • Zum Stadtteil Yach gehören das Dorf Dorf, der Weiler Deckelsbach, der Zinken Rauchengrund, die Höfe Farnrain und Untertal, Hinterer Zinken und Vorderer Zinken und die Wohnplätze Fischersdobel, Gobert, Platzhäusle und Wüstloch. Im Stadtteil Prechtal liegt die abgegangene (oder umbenannte) Ortschaft Heimburgerhof.

In den Stadtteilen außer dem Stadtteil Elzach sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat, Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender und jeweils eigenen Verwaltungsstellen eingerichtet.

Geschichte[Bearbeiten]

Elzach wurde urkundlich erstmals am 5. August 1178 erwähnt. Es unterstand ab dem 13. Jahrhundert den Herren von Schwarzenberg, die ihm um 1290 die Stadtrechte verliehen. Nach dem Elzach lange zum Schwäbischen Reichskreis (1512-1805) gehört hatte, kam es 1805 zum Großherzogtum Baden. Bis 1819 wurde es Sitz eines badischen Bezirksamtes.

Siehe auch: Burg Hünersedel, Burg Katenmoos

Die heutige Stadt Elzach wurde am 1. Januar 1975 durch Vereinigung der Stadt Elzach und der Gemeinden Oberprechtal und Prechtal gebildet. Die Gemeinde Oberprechtal entstand erst am 1. Januar 1964 durch Abtrennung von neun Wohnplätzen aus der Gemeinde Prechtal. Bereits am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Katzenmoos nach Elzach eingemeindet. Die Gemeinde Yach wurde am 1. Juli 1974 eingemeindet.

Ortsteile[Bearbeiten]

Yach[Bearbeiten]

Yach
Siebenfelsen
Hauptartikel: Yach

Yach (etwa 1000 Einwohner) liegt am Fuße des Rohrhardsberges, in einem Seitental des oberen Elztales. In Yach steht der Siebenfelsen, ein meterhohes Steingebilde, das scheinbar aus sieben übereinander liegenden Steinen besteht. Seine Herkunft ist letzten Endes unklar.

Yach ist der einzige Ort in Deutschland, dessen Name mit dem Buchstaben „Y“ beginnt. Die Einwohner des Elztales sprechen den Namen wie „Ëich“ aus. Eine Namensverwandtschaft besteht deshalb vermutlich mit dem Eyachtal im Nordschwarzwald.

Prechtal[Bearbeiten]

Prechtal

Prechtal ist der einwohnerstärkste Ort nach der Kernstadt Elzach mit ca. 2000 Einwohnern. Seinen namentlichen Ursprung hat Prechtal wohl durch den „gebrochen“ Flusslauf der Elz, die im früheren Ortsteil Oberprechtal eine Biegung macht. Prechtal ist geprägt durch ein dicht verwobenes Vereinsnetz für jung und alt. So gibt es verschiedene Vereine für Sport und Freizeit, wobei sich der RVC Prechtal besonders hervortat durch Teilnahmen an Nationalen Meisterschaften im Nachwuchsbereich, sowie einer Mannschaft in der 2. Bundesliga bzw. ein Jahr in der 1. Bundesliga im Vereinsradball.

Im Volksmund wird Prechtal „Prächt“ ausgesprochen, daher lautet ein Spruch: „Im Prächt isch alles recht.“

Oberprechtal[Bearbeiten]

Oberprechtal
Kirche Mariä Krönung in Oberprechtal

Oberprechtal hat rund 1070 Einwohner. Seit dem Beginn des 10. Jahrhunderts gehörte nahezu das gesamte Elztal dem Kloster Waldkirch, einer Stiftung des Alemannenherzogs Burchard II.. In einem Schutzbrief, den Papst Alexander III. im Jahre 1178 für das Kloster St. Margarethen in Waldkirch ausstellte, wird das Prechtal erstmals als Meiertum „Bregen“ erwähnt.

In anderen Urkunden des Mittelalters kommt der Ort auch unter dem Namen Gebrech, Brech, Brecht und Precht vor. Der Name lässt sich nicht genau erklären, kommt aber vermutlich daher, weil die zunächst nördlich fließende Elz im heutigen Oberprechtal deutlich gebrochen wird und der Fluss nun in südwestlicher Richtung weiter verläuft.

Katzenmoos[Bearbeiten]

Katzenmoos

1341 erscheint der Name Kozzenmuos das erste Mal. Wahrscheinlich wurde in der Gegend Bergbau betrieben. Daran zeugen Pingen und alte Bergbauhalden. Im 16. Jahrhundert wird der Ort dann Kotzenmoß genannt. Bis zur Gemeindereform von 1974 war Katzenmoos eine selbständige Gemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25.. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,4 % ( 1,6) zu folgendem Ergebnis:[3]

FWG 45,6 % + 2,7 8 Sitze ± 0
CDU 37,8 % − 0,8 7 Sitze ± 0
SPD 16,7 % − 1,8 3 Sitze ± 0

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Elzacher Wappens lautet: „In gespaltenem Schild vorn in Grün der hl. Nikolaus in silbernem Gewand mit roter, silberbordierter Mitra, den silbernen Krummstab in der Rechten, ein rotes Buch mit drei goldenen darauf liegenden Kugeln in der Linken haltend, hinten in Silber ein schwebender schwarzer Dreiberg.“

Erstmals wird der Stadt- und Kirchenpatron St. Nikolaus auf einem an einer Urkunde von 1315 hängenden Stadtsiegel verwendet. Der schwarze Dreiberg im Wappen ist auf die Herrschaft Schwarzenberg zurückzuführen. Auf Basis des Siegels aus dem Jahre 1315 fertigte das Generallandesarchiv im Jahre 1895 ein Wappen für Elzach. Kurze Zeit später erwies sich jedoch, dass das Siegel, so sorgfältig es auch gestochen war und so sauber es gehalten wurden, niemals deutliche Abdrücke liefern konnte, weil der Wappenschild zu überladen war und damit keine exakte Gravur erlaubte.

Das heutige Wappen wurde nach Beschluss des Gemeinderates Elzach und mit Urkunde des Innenministeriums Baden-Württemberg im Jahre 1968 zu dem heutigen gültigen Stadtwappen vereinfacht. Die Wappenfarben sind so gehalten, dass daraus nach der heraldischen Regel die um 1948 angenommenen Stadtfarben „Weiß-Grün“ (Silber-Grün) abgeleitet werden können. Dies Farben des hinteren Wappenfelds sind dem Wappen der Herren von Schwarzenberg entnommen.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Elzach unterhält Partnerschaften mit dem österreichischen Telfs, dem französischen Canton de Villé, dem britischen Worthing und dem türkischen Demre.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Auch heute sind Gewerbe und Handel lebhaft. Neben Metzgereien, Bäckereien, Schreinerbetrieben, Betrieben des Dienstleistungsgewerbes und zahlreichen Einzelhandelsgeschäften gibt es hier noch Berufszweige, die in anderen Städten und Gemeinden nicht mehr vorhanden sind, so etwa eine Leinenweberei, eine Drechslerei und eine Seilerei. Seit 1606 besteht die Stadtmühle.

BDH-Klinik

Die Stadt Elzach ist mit 750 Hektar der größte Waldbesitzer der Gemeinde, in der naturgemäß die Holzverarbeitung von den Sägewerken bis hin zu Holzschnitzern breit vertreten ist. Edelsteinschleiferei, Schlachtbetriebe und Textilgewerbe finden sich ebenso wie Glas-, Goldschmiede und Metallverarbeitung.

Historisch von Bedeutung war in Elzach – wie im gesamten Elztal – die Textilindustrie, von der allerdings seit einigen Jahren nichts mehr vorhanden ist.

Im Dienstleistungsbereich verdienen die Klinikbetriebe besondere Erwähnung. Die Stadt Elzach verfügt über eine in Deutschland führende Rehabilitationsklinik für Neurologie, die BDH-Klinik Elzach mit einem breiten Leistungsspektrum.

Elzach und der Ortsteil Oberprechtal besitzen das Prädikat Luftkurort, was der Gemeinde einen regen Fremdenverkehr gebracht hat.

Verkehr[Bearbeiten]

In Elzach liegt der Endbahnhof der Elztalbahn (FreiburgDenzlingenWaldkirch – Elzach). Auf der Strecke verkehrt heute die Breisgau-S-Bahn.

Durch den Ort führt die Bundesstraße 294 (BrettenFreiburg im Breisgau), seit Oktober 2012 unter Umgehung der Innenstadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Altes Rathaus mit Heimatmuseum (links) Gasthaus Hirschen-Post (rechts)
Die Volkstracht des Prechtals
Teil der berühmten Elzacher Fasnet, der Bartschuttig, Lindenholzmaske mit Schneckenhut

Museen[Bearbeiten]

Im Alten Rathaus befindet sich heute das Heimatmuseum.

Bauwerke[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Wie vielerorts ist auch in Elzach ein reges Vereinsleben zu beobachten. Besonders hervorzuheben ist die weit überregional bekannte, traditionsreiche Elzacher Fasnet mit ihrer Hauptfigur dem Elzacher Schuttig. Neben den Narrenzünften aus Rottweil, Oberndorf und Überlingen gehört die Elzacher Narrenzunft zum sogenannten Viererbund. Der Schuttig ist eine Darstellung des wilden Mannes. Typisch für den Schuttig sind die Saublodere (=Schweinsblasen) der Mit-Schneckenhäusern-Besetzte Dreispitz, sowie das harte, bösartige Auftreten der Figur.

Sport[Bearbeiten]

Die SF Elzach-Yach spielt derzeit in der Landesliga Staffel 2 des Südbadischen Fußball-Verbands (SBFV). 2012/13 errang man dort den 7. Platz.

Der Yachtclub Einheit Ergenbach segelt seit Gründung im Jahre 2004 diverse Regatten im Amateurbereich (Bodensee, Chiemsee, Ostsee).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Regierungsbezirk Freiburg. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Bd. IV, Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 208–212.
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Wappenbuch des Landkreises Emmendingen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien