Emil Abderhalden

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Emil Abderhalden

Emil Abderhalden (* 9. März 1877 in Oberuzwil; † 5. August 1950 in Zürich) war ein Schweizer Physiologe, Mitbegründer der Proteinbiochemie und Präsident der Leopoldina.

Biografie[Bearbeiten]

Emil Abderhalden war der Sohn eines Volksschullehrers und studierte ab 1895 Medizin an der Universität Basel, wo er 1902 zum Dr. med. promoviert wurde. Sein Doktorvater Gustav von Bunge prägte ihn sowohl in wissenschaftlicher als auch in sozialer Hinsicht und vermittelte ihn, trotz wissenschaftlicher Differenzen, 1902 als Assistenten zum späteren Nobelpreisträger Emil Fischer an die Universität Berlin, wo sich Abderhalden 1904 bei Wilhelm Engelmann habilitierte.[1]

Ab 1908 war Abderhalden Professor für Physiologie an der Tierärztlichen Hochschule Berlin. Im selben Jahr noch betraute man ihn mit der Leitung des Physiologischen Instituts der Hochschule. 1911 ging der Biochemiker Abderhalden an die Universität Halle. 1912 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.

Im Ersten Weltkrieg kam Abderhalden durch das Stellvertretende Generalkommando des Heeres in Magdeburg zur Koordination der Transporte von Verwundeten. Dafür wurde er mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse am weißen Band ausgezeichnet. 1915 war er der Gründer des Bundes zur Erhaltung und Mehrung der deutschen Volkskraft.[2]

Aufruf Abderhaldens im Rahmen der Kindertransporte in die Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg

Diese Organisation diente vor allem der Sicherung der Ernährung im Ersten Weltkrieg.

In den Jahren 1919 bis 1923 organisierte Abderhalden für etwa 100.000 unterernährte, teils tuberkulöse Kinder Ferienaufenthalte in der Schweiz. Während der Inflationszeit ließ er Volksküchen, Lese- und Wärmestuben für mittellose Hallenser einrichten. Durch Abderhalden entstanden 1675 Kleingärten in Halle (Saale).[3] Ab 1919 war Abderhalden für die liberale DDP Mitglied in der verfassunggebenden preussischen Landesversammlung.

1932 wählte ihn das Präsidium der Leopoldina zu ihrem 20. Präsidenten. Dieses Amt hatte Abderhalden offiziell bis 1950 inne, wurde aber ab 1945 von seinem Nachfolger Prof. Otto Schlüter vertreten. Weil überdurchschnittlich viele jüdische Assistenten in seinem Institut angestellt waren, wurde er bereits im Jahr 1932 von nationalsozialistischen Studenten angegriffen.[4]

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten trat Abderhalden 1934 dem NS-Lehrerbund bei, einem der Parteigliederung der NSDAP angeschlossenen Verband,[2], und setzte sich auch öffentlich für die „neue Gesundheitspolitik“ der Nationalsozialisten ein. Nachdem er zur Zeit der Weimarer Republik bereits Sterilisationen von Erbkranken gefordert hatte, begrüßte er das nationalsozialistische Gesetz zur Zwangssterilisation.

Am 23. Juni 1945 wurde Abderhalden in die Amerikanische Besatzungszone deportiert. Da Abderhalden von den US-Amerikanern als Leiter eingesetzt wurde, firmiert dieser Transport auch unter dem Namen Abderhalden-Transport. Weil er nach Halle nicht zurückkehren durfte, ging er in sein Heimatland, die Schweiz.[5] In den Jahren 1946 bis 1947 lehrte er am Lehrstuhl für Physiologische Chemie an der Universität Zürich.[6] Da inzwischen seine Familie ebenfalls in Zürich weilte, lehnte er im Oktober 1947 einen Ruf an die Universität Halle ab, wo ein Jahr später sein Schüler Horst Hanson zu seinem Nachfolger ernannt wurde. Abderhalden starb 1950 in Zürich und wurde auf dem Friedhof Fluntern beigesetzt.

Emil Abderhaldens Sohn Rudolf Abderhalden war ebenfalls ein bekannter Physiologe.

Wissenschaftliches Wirken[Bearbeiten]

Abderhalden promovierte 1902 mit einer Arbeit über den Einfluss der Höhenluft auf die Zusammensetzung des Blutes. Seine erste Veröffentlichung war bereits 1897 erschienen (Z. Biol. 1897, 12, 191). Seine Habilitation befasste sich mit „Abbau und Aufbau der Eiweißkörper im tierischen Organismus“.[7] Abderhalden beschäftigte sich unter anderem mit der enzymatischen (damals fermentativ genannten) Spaltung von Polypeptiden.

Er beschrieb eine Cystinspeicherkrankeit und erlangte mit seinem Konzept der "Abwehrfermente" (zunächst "Schutzfermente") kurzzeitigen, aber trügerischen Ruhm. Abderhalden glaubte, bei Antikörpern eine zusätzliche enzymatische Reaktion nachweisen zu können. Der Nachweis war mit den damaligen Analysemethoden schwierig, weshalb Abderhalden lange an seiner Hypothese festhielt – auch als sie längst widerlegt war.[8] Erster Kritiker war der Biochemiker Leonor Michaelis. Eine vernichtende Kritik der Anwendung der "Abderhalden-Reaktion" als Schwangerschaftstest wurde 1915 publiziert: „… die individuelle Variation der Sera von Schwangeren und Nichtschwangeren lassen die Resultate beider so vollends überlappen, dass die Reaktion, selbst mit quantitativen Techniken völlig unterschiedslos für eine positive oder negative Schwangerschaftsdiagnose verläuft.“[9]

Abderhalden, der als fähiger Lehrer galt, publizierte mehrere Lehrbücher.

Zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigte er sich mit als kriegswichtig eingestuften Forschungen über Ersatzstoffe (wie eine Rasierseife ohne Fettanteil, einen Kaffee-Ersatz und Tierfutter aus Fischmehl).[10] Dafür wurde er 1944 mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Kritik[Bearbeiten]

Mangelhafte Methodik[Bearbeiten]

1998 erschien eine Studie im Wissenschaftsjournal Nature, die ausführt, dass große Teile von Abderhaldens Arbeiten, und zwar die „Abwehrfermente“-Theorie und auf ihr basierende „Erkenntnisse“, wissenschaftlich nie belegbar waren, dass jedoch große Teile des wissenschaftlichen Establishments im Deutschen Reich aufgrund von Abderhaldens Reputation nicht gewagt hätten, diese zum Teil durch Fälschungen „belegten“ Theorien zu kritisieren oder sich gar durch Manipulation von Forschungsergebnissen zu Komplizen machten. Von Abderhalden und seinen Schülern wurden Experimente, die seine Thesen belegen sollten, so oft wiederholt, bis sich scheinbar (durch Antikörper und nicht etwa durch die nichtexistenten „Abwehrfermente“ – Proteasen – verursachte Immunpräzipitation) positive Ergebnisse zeigten; die Ergebnisse der negativ verlaufenen Versuche wurden verworfen. Die Wissenschaftshistoriker Michael und Joachim Kaasch wiesen demgegenüber darauf hin, dass kein Fälschungsvorsatz nachweisbar ist, weshalb sich "auch andere Erklärungsmuster, vom Verharren in einem experimentellen Zirkelschluss, der durch methodische 'Verbesserungen‘ immer wieder erneuert wurde, bis hin zu psychologischen Deutungen"[11] anbieten würden.

Die Studie in Nature behauptete zudem, der Biochemiker Leonor Michaelis hätte für seine Kritik an Abderhaldens „Schwangerschaftstest“ letztendlich mit dem Verlust seines wissenschaftlichen Ansehens bezahlen und das Land verlassen müssen. Dem steht nicht nur entgegen, dass Abderhalden in den Jahren 1914/15 noch keine so einflussreiche Position hatte, dass er die Karriere von Michaelis hätte zerstören können. Vielmehr schlug Abderhalden seinen schärfsten Kritiker im Jahr 1922 persönlich zur Aufnahme in die Leopoldina vor.[12]

Fehlende Abgrenzung zur nationalsozialistischen Rassentheorie[Bearbeiten]

Unter seiner Präsidentschaft wurden wichtige „Rassenhygieniker“ in die Leopoldina aufgenommen, wie in anderen Akademien auch, allerdings nur zum Teil auf Abderhaldens Vorschlag, nachweisbar in den Matrikelmappen der Leopoldina.[13] Es handelte sich um damals wissenschaftlich anerkannte Genetiker und Anthropologen; der sogenannte „Rassenpapst“ oder „Rassengünther“ Hans F. K. Günther kam hingegen nicht einmal in Vorschlag.[14]

1939 hat Abderhalden in der Akademiepublikation Nova Acta Leopoldina einen Beitrag zu Rasse und Vererbung vom Standpunkt der Feinstruktur von blut- und zelleigenen Eiweißstoffen aus betrachtet veröffentlicht, in dem er unter anderem behauptete, dass die Eiweißstoffe des Gewebes und Blutes Rassenmerkmale enthielten: „Es zeigte sich, daß die einzelnen Rassen mittels der A. R. [Abderhalden-Reaktion, bezogen auf die sog. Abwehrfermente] scharf unterschieden werden konnten. Es kam in keinem einzigen Fall zu einer Fehldiagnose bei der Frage der Zugehörigkeit eines bestimmten Tieres zu einer bestimmten Rasse [untersucht wurden Schweine- und Schafrassen (daneben auch Varietäten von genetischen Versuchspflanzen)].“[15] Obwohl in der Abhandlung nichts explizit über Menschenrassen ausgesagt ist, wurde seine Methode in der NS-Rassenforschung aufgegriffen.[16] Das ist belegt durch ausführliche Rezensionen in den Zeitschriften Erbarzt (durch den führenden Vertreter der nationalsozialistischen Rassentheorie von Verschuer)[17] und im Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie (mit Hinweisen auf die angebliche Bedeutung der Methode für die Zwillingsforschung)[18] bis zur konkreten Erprobung der Methode durch von Verschuer.

Abderhalden hatte sich 1940 hinsichtlich der biologischen Zwillingsforschung, einer klassischen Domäne der Genetik damals wie heute, an von Verschuer gewandt, „wobei Abderhalden Verschuer offenbar aufforderte, doch auch bei Zwillingen den Ausfall der Abwehrferment-Reaktion zu untersuchen. Verschuer lehnte aber ab, weil es sehr schwer sei, an Blutproben zu gelangen: Dies gehe ohne das gutwillige Entgegenkommen der Blutspender nicht, und man dürfe niemanden verschrecken. Zwillingsuntersuchungen müßten bis nach dem Kriege warten.“[19]

Ab 1943 wurden – im Widerspruch zu Verschuers Aussage von 1940 – auch Blutproben von Zwillingen und Sippen aus dem Konzentrationslager Auschwitz durch von Verschuers Mitarbeiter zur Untersuchung herangezogen („Von über 200 Menschen verschiedenster Rassen, Zwillingspaaren und einigen Sippen sind die Plasma-Substrate hergestellt.“[20])

In einem Zwischenbericht aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, Forschungshalbjahr 1. Oktober 1943 – 31. März 1944, resümierte von Verschuer: „Bei der Erprobung der Methode haben sich erneute Schwierigkeiten herausgestellt, die im Einvernehmen mit Geheimrat Abderhalden, Halle, behoben worden sind. Serien von Kaninchen wurden durchgeprüft, um für den Versuch geeignete, von Spontan-Fermenten freie Tiere ausfindig zu machen. Als Mitarbeiter in diesen Forschungszweig ist mein Assistent Dr. med. et Dr. phil. Mengele eingetreten. Er ist als Hauptsturmführer und Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz eingesetzt. Mit Genehmigung des Reichsführers SS werden anthropologische Untersuchungen an den verschiedensten Rassengruppen dieses Konzentrationslagers durchgeführt und die Blutproben zur Bearbeitung an mein Laboratorium geschickt.“[21] Es gibt keine Hinweise, dass Abderhalden von diesem Bericht Kenntnis hatte.[22] Die Erprobung der Methode führte eine Laborantin von Otmar von Verschuer in Halle durch.[23] Die Menschenversuche in Auschwitz wurden weder von Abderhalden durchgeführt, noch geschahen sie mit dessen Kenntnis. Sofern neue Forschungen keine diesbezüglichen Belege zutage fördern, bleibt diese von manchen Abderhalden-Kritikern monierte „Brücke [...] zu den schlimmsten und menschenverachtendsten Versuchen, die die NS-Medizin hervorbrachte“,[24] nur ein indirektes assoziatives Konstrukt. Das ist so belastend für Abderhalden, wie es der Bezug auf jede andere Methode, die je verbrecherisch benutzt wurde, für deren Erfinder ist, solange der an den Verbrechen nicht mitgewirkt hat bzw. davon nichts wusste.[25]

Erfüllungshilfe nationalsozialistischer Hochschulpolitik[Bearbeiten]

1934 unterschrieb Abderhalden den Wahlaufruf "Deutsche Wissenschaftler hinter Adolf Hitler" im Völkischen Beobachter.[26] Nachdem Abderhalden eine Weisung an das Kartell der deutschen Akademien (dem die Leopoldina nicht angehörte) zum Ausschluss aller jüdischen Mitglieder bekannt geworden war, sorgte er für die Streichung der Mehrzahl der jüdischen Mitglieder aus der Matrikel der Leopoldina, mit der Begründung in der Vorstandssitzung vom 23. November 1938: „Es soll nicht zugewartet werden, bis ein entsprechender Befehl kommt. Eine Mitteilung ergeht an die betreffenden Mitglieder nicht.“[27] Viel früher allerdings (1933) wurde schon Albert Einstein ausgeschlossen, vermutlich wegen seines Austritts aus den deutschen Akademien.[28] Während die Öffentlichkeit darüber nicht unterrichtet wurde, meldete Abderhalden Anfang Dezember 1938 dem Gauleiter in Halle und Minister Rust in Berlin in bewusst so formuliertem angeblich vorauseilendem Gehorsam, „dass unserer Akademie nur Persönlichkeiten angehören, die keine Juden sind [(was allerdings nachweislich nicht stimmte)[29]...] in früheren Zeiten gewählte Mitglieder jüdischer Abstammung [sind] ausgemerzt worden“ (→ zu dieser Schutzbehauptung siehe ausführlicher Leopoldina, Kapitel Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg). Zugleich hielt er jedoch zu den jüdischen Mitgliedern, die von ihrer Streichung in der Kartei durch ihn nichts erfuhren, weiterhin Kontakt. Sechs der Ausgeschlossenen kamen in Konzentrationslagern ums Leben.[30]

Ehrungen[Bearbeiten]

1953 wurde in Halle (Saale) eine Straße nach Abderhalden benannt,[31] die bis heute seinen Namen trägt. Der Stadtrat hat im November 2010 einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Umbenennung vertagt. Im Oktober 2013 haben ca. 30 Professoren der Universität Halle-Wittenberg zur Umbenennung öffentlich aufgefordert, vor dem Hintergrund, dass 2015 zahlreiche Universitätsinstitute in das an der Emil-Abderhalden-Straße gelegene neue "Geistes- und Sozialwissenschaftliche Zentrum" (GSZ) umziehen werden.[32] Im Vorfeld dieses Beschlusses, der vom Stadtrat bis zur Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Studie zur Geschichte der Leopoldina von Prof. Rüdiger vom Bruch (Berlin), erwartet für 2014, wiederum vertagt wurde, hat der Verein Zeit-Geschichte(n) e. V. Halle in einem eigenen Forum zur öffentlichen Diskussion aufgefordert.[33]

Werke[Bearbeiten]

  • Handbuch der biochemischen Arbeitsmethoden. Berlin 1910.
  • Biochemisches Handlexikon. Berlin 1911-1913.
  • Schutzfermente des tierischen Organismus gegen körper-, blutplasma- und zellfremde Stoffe. Berlin 1912.
  • Lehrbuch der physiologischen Chemie. 1914/1915.
  • Die Erhaltung der deutschen Volkskraft. 1915.
  • Bund zur Erhaltung und Mehrung der deutschen Volkskraft, sein Zweck, seine bisherige Tätigkeit und seine Ziele. Knapp, Halle 1916.
  • Das Recht auf Gesundheit und die Pflicht, sie zu erhalten, die Grundbedingung für das Wohlergehen von Person, Volk, Staat und der gesamten Nationen. Leipzig 1921.
  • Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden. Berlin/Wien 1920-1939.
  • Gedanken eines Biologen zur Schaffung einer Völkergemeinschaft und eines dauerhaften Friedens. Zürich 1947.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ute Deichmann, Benno Müller-Hill: The fraud of Abderhalden's enzymes. In: Nature. Nr. 393, 1998, S. 109–111 (englisch).
  •  Mir Taher Fattahi: Emil Abderhalden (1877–1950). Die Abwehrfermente, ein langer Irrweg oder wissenschaftlicher Betrug?. (Dissertation an der Universität Bochum 2006, online).
  • Peter Friedli: Abderhalden, Emil. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 5 f. (Digitalisat).
  •  Andreas Frewer: Medizin und Moral in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Die Zeitschrift »Ethik« unter Emil Abderhalden. Campus, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-593-3658-2-4, S. 192 (Google bücher).
  •  Jakob Gabathuler, Abderhalden-Vereinigung (Hrsg.): Emil Abderhalden. Sein Leben und Werk. Buchhandlung Ribaux, Sankt Gallen 1991, ISBN 3-9520148-0-X.
  •  Sybille Gerstengarbe: Die Leopoldina und ihre jüdischen Mitglieder im Dritten Reich. In: Jahrbuch 1993. Leopoldina (Reihe 3). 39, 1994, S. 363-410.
  •  Michael Kaasch: Von den Lehr- zu den Meisterjahren – Emil Abderhalden in der Frühzeit der Biochemie in Berlin. In: Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie. 8, 2002, S. 225-243.
  •  Michael Kaasch: Sensation, Irrtum, Betrug? – Emil Abderhalden und die Geschichte der Abwehrfermente. In: Acta Historica Leopoldina. 36, 2000, S. 145-210.
  •  Michael Kaasch, Joachim Kaasch: Die Auseinandersetzung des XX. Leopoldina-Präsidenten und Schweizerbürgers Emil Abderhalden um Eigentum und Entschädigung mit der sowjetischen und der amerikanischen Besatzungsmacht (1945-1949). In: Acta Historica Leopoldina. 36, 2000, S. 329-384.
  •  Michael Kaasch, Joachim Kaasch: Emil Abderhalden: Ethik und Moral in Werk und Wirken eines Naturforschers, in: Andreas Frewer, Joef. N. Neumann (Hg.), Medizingeschichte und Medizinethik, Frankfurt/New York 2001, S. 204-246. ISBN 3-593-36850-1.
  •  Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. 2. aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch (Nummer 16048), Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.
  •  Ulrich Kutschera: Abderhalden's fraud still wins him some supporters. In: Nature. Nr. 446, 2007, S. 136 (englisch).
  •  Lexikon der bedeutenden Naturwissenschaftler in drei Bänden. Erster Band. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-0404-5.
  •  Leonor Michaelis, L. von Lagermarck: Die Abderhaldensche Schwangerschaftsdiagnose. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Nr. 7, 1914, S. 326-319.
  •  Ferdinand Tönnies (Einleitung): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. 1. Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, ISBN 3-598-30664-4 (Mikrofiche-Ausgabe bei Sauer, München).
  •  Donald D. van Slyke, Mariam Vinograd-Villchur, J. R. Losee: The Abderhalden Reaction. In: Journal of Biological Chemistry. Nr. 23, 1915, S. 377-406 (englisch, JBC PDF-Volltext).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Michael Kaasch: Von den Lehr- zu den Meisterjahren – Emil Abderhalden in der Frühzeit der Biochemie in Berlin. In: Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie. 8, 2002, S. 225-243.
  2. a b Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 9.
  3. Rede Prof. Glaesser vor Kulturausschuss Halle, 4. Dezember 2013 PDF-Volltext
  4. Emil Abderhalden an den Rektor der Universität Halle, Gustav Frölich, 24. August 1932, Universitätsarchiv Halle, Personalakte Nr. 3826 (Emil Abderhalden)
  5.  Michael Kaasch, Joachim Kaasch: Die Auseinandersetzung des XX. Leopoldina-Präsidenten und Schweizerbürgers Emil Abderhalden um Eigentum und Entschädigung mit der sowjetischen und der amerikanischen Besatzungsmacht (1945-1949). In: Acta Historica Leopoldina. 36, 2000, S. 329-384.
  6. Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassenbaum: Lexikon bedeutender Chemiker, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1988, S. 7, ISBN 3-323-00185-0.
  7.  Michael Kaasch: Sensation, Irrtum, Betrug? – Emil Abderhalden und die Geschichte der Abwehrfermente. In: Acta Historica Leopoldina. 36, 2000, S. 145-210.
  8.  Lexikon der bedeutenden Naturwissenschaftler in drei Bänden. Erster Band. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-0404-5.
  9.  Donald D. van Slyke, Mariam Vinograd-Villchur, J. R. Losee: The Abderhalden Reaction. In: Journal of Biological Chemistry. Nr. 23, 1915, S. 377-406 (englisch, JBC PDF-Volltext).
  10. Johannes Weigelt, Die Universität Halle im Kriege, in: Hallische Nachrichten, 7. Januar 1941, S. 1f.
  11.  Michael Kaasch, Joachim Kaasch: Emil Abderhalden: Ethik und Moral in Werk und Wirken eines Naturforschers, in: Andreas Frewer, Joef. N. Neumann (Hg.), Medizingeschichte und Medizinethik, Frankfurt/New York 2001, S. 204-246. ISBN 3-593-36850-1., S. 210.
  12.  Michael Kaasch, Joachim Kaasch: Emil Abderhalden: Ethik und Moral in Werk und Wirken eines Naturforschers, in: Andreas Frewer, Joef. N. Neumann (Hg.), Medizingeschichte und Medizinethik, Frankfurt/New York 2001, S. 204-246. ISBN 3-593-36850-1.
  13. Leopoldina Archiv, vgl. Anm. 5 in http://www.zeit-geschichten.de/visuals/28.1.2014%20Berg,%20Notizen%20zu%20Fajen%20vom%2018.%20Januar%202014%20an%20Grashoff.pdf
  14. Ebd.
  15.  Emil Abderhalden: Rasse und Vererbung vom Standpunkt der Feinstruktur von blut- und zelleigenen Eiweißstoffen aus betrachtet. Nova Acta Leopoldina N. F., Bd. 7, Nr. 46, Halle 1939, S. 75.
  16.  Andreas Frewer: Medizin und Moral in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Die Zeitschrift »Ethik« unter Emil Abderhalden. Campus, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-593-3658-2-4, S. 168ff (Google bücher).
  17. Ebd. S. 170.
  18. Ebd. S. 171.
  19. Achim Trunk: Rassenforschung und Biochemie. Ein Projekt – und die Frage nach dem Beitrag Butenandts. In: Wolfgang Schieder u. Achim Trunk (Hrsg.): Adolf Butenandt und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Wissenschaft, Industrie und Politik im „Dritten Reich“. Göttingen 2004, S. 263.
  20. Achim Trunk: Rassenforschung und Biochemie. Ein Projekt – und die Frage nach dem Beitrag Butenandts. In: Wolfgang Schieder u. Achim Trunk (Hrsg.): Adolf Butenandt und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Wissenschaft, Industrie und Politik im „Dritten Reich“. Göttingen 2004, S. 272, aus einem Brief von Verschuers an de Rudde, 4. Oktober 1944.
  21. Achim Trunk: Rassenforschung und Biochemie. Ein Projekt – und die Frage nach dem Beitrag Butenandts. In: Wolfgang Schieder u. Achim Trunk (Hrsg.): Adolf Butenandt und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Wissenschaft, Industrie und Politik im „Dritten Reich“. Göttingen 2004, S. 250.
  22.  Andreas Frewer: Medizin und Moral in Weimarer Republik und Nationalsozialismus. Die Zeitschrift »Ethik« unter Emil Abderhalden. Campus, Frankfurt am Main 2000, ISBN 978-3-593-3658-2-4, S. 175f. (Google bücher).
  23. Ebd. S. 177
  24. Ebd. S. 178
  25. Wieland Berg in: http://www.zeit-geschichten.de/visuals/28.1.2014%20Berg,%20Notizen%20zu%20Fajen%20vom%2018.%20Januar%202014%20an%20Grashoff.pdf, S. 2.
  26. Text und weitere Unterzeichner s. Werner Sombart
  27. Sybille Gerstengarbe und Eduard Seidler: „... den Erfordernissen der Zeit in vollem Ausmass angepasst.“ Die Leopoldina zwischen 1932 und 1945. In: 350 Jahre Leopoldina – Anspruch und Wirklichkeit, Festschrift der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina 1652 – 2002, Hrsg. Benno Parthier und Dietrich von Engelhardt. (Halle 2002), S. 242.
  28. Benno Parthier: Die rätselhafte ‚Streichung‘ von Albert Einsteins Mitgliedschaft im Matrikelbuch der Leopoldina. Ein Indizienbericht mangels eindeutiger Beweise. In: Physica et historia. Festschrift für Andreas Kleinert zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Susan Splinter, Sybille Gerstengarbe, Horst Remane und Benno Parthier. Acta Historica Leopoldina Nr. 45 (2005), S. 413 – 429.
  29. http://www.zeit-geschichten.de/visuals/Wieland%20Berg_Abderhaldens%20angeblich%20vorauseilender%20Gehorsam.pdf
  30.  Sybille Gerstengarbe: Die Leopoldina und ihre jüdischen Mitglieder im Dritten Reich. In: Jahrbuch 1993. Leopoldina (Reihe 3). 39, 1994, S. 363-410.
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGrüne fordern Umbenennung der Abderhalden-Straße. In: Mitteldeutsche Zeitung. 23. April 2010, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  32. Interfakultäre professorale Initiative zur Umbenennung der Emil-Abderhalden-Straße. 23. Oktober 2013 (PDF; 69 kB)
  33. http://www.zeit-geschichten.de/abderhalden.html