Emil Brugsch

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Emil Brugsch (* 24. Februar 1842 in Berlin; † 14. Januar 1930 in Nizza) war ein deutscher Ägyptologe und Bruder von Heinrich Brugsch.

Nach einem abenteuerlichen Leben, das ihn nach Brasilien führte, schloss er sich 1870 seinem Bruder Heinrich in Ägypten an. Zunächst war er Konservator des Ägyptischen Museums Kairo, wo er sich beim Verkauf von Artefakten bereicherte. Nachdem ihm Auguste Mariette Einhalt gebot, machte er Brugsch zu einem wertvollen Mitarbeiter. Er wurde Assistent von Mariette und Gaston Maspero. Dabei war er besonders bei der Bergung der Mumien aus der Cachette von Deir el-Bahari[1] in Theben-West beteiligt. Unter den hier entdeckten Mumien befand sich auch die von Ramses II..

Nach dem Tode seines Bruders 1894 zog er sich 1914 nach Nizza zurück, wo er auch starb.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Le livre des rois, contenant la liste chronologique des rois, reines, princes, princesses et personnages importantes de l'Égypte depuis Ménès jusqu'à Nectanebo II. Kairo 1887.
  • La tente funéraire de la princesse Isimkheb provenant de la trouvaille de Déir el-Baharî. Kairo 1889.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Brugsch: Mein Leben und mein Wandern. 1. Auflage, Allgemeiner Verein für deutsche Litteratur, Berlin 1893.
  • Emil Brugsch: Der neue ägyptische Mumienfund. In: Illustrirte Zeitung. Leipzig, vom 17. September 1881, Abdruck in: Jürgen Sorge (Hrsg.): Die Mumien von Ägypten. Ein Lesebuch. Selbstpublikation, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2012, ISBN 978-3-86268-989-7, S. 78ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hierbei handelt es sich um das Grab DB (TT) 320. Sie he dazu Cachette. Auf aegyptologie.com zuletzt abgerufen am 23. April 2015.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emil Brugsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien