Emil Doepler
Emil Doepler der Jüngere (* 29. Oktober 1855 in München; † 21. Dezember 1922 in Berlin) war Maler, Kunstgewerbler, Gebrauchsgraphiker, Heraldiker und Lehrer. Emil Doepler war der Sohn des Professors Carl Emil Doepler des Älteren (1824–1905), welcher unter anderem durch seine Tätigkeit als Leiter der kostümlichen Ausstattung der Bayreuther Festspiele bekannt wurde. Emil Doepler heiratete seine Schülerin Elli Hirsch. Die Ehe blieb kinderlos.
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Leben [Bearbeiten]
Emil Doepler d. J. widmete sich bereits als Jugendlicher intensiv der Kunst. Sein Vater, der sich ebenfalls als Maler und Illustrator einen Namen machte, war zunächst sein Lehrer. Er spezialisierte sich als Zeichner und Maler heraldischer und kunstgewerblicher Motive, schuf aber auch Landschaftsbilder und Stillleben in unterschiedlichen Techniken.
- 1870–1873: Studium an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg
- 1873–1876: selbständiger Illustrator.
- 1876–1877: Studium an der Akademie in Berlin.
- Ab 1881 Lehrer am Kunstgewerbemuseum Berlin.
- 1889 Professor an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin.
- Ab 1898 Leiter des Ausschusses zur Prämierung der Entwürfe von Stollwerck-Sammelbildern in den von Ludwig Stollwerck veranstalteten Wettbewerben.
Werke [Bearbeiten]
- 1887 Stadtwappen von Essen.
- 1889 Entwurf der neuen Form des deutschen Reichsadlers
- 1898 Heraldischer Formenschatz, Berlin
- Zeichnungen im Heraldischen Musterbuch von F.Warnecke
- 1898 Entwurf des „Dreikronenstern“ als Bestandteil des Firmenlogos der Gebr. Stollwerck AG
- um 1900 Illustrationen für „Walhall - Die Göttwerwelt der Germanen“ - Oldenbourg, Berlin
- 1902 „Großes Fass“ der Brennerei Elmendorf, ein 20.000 Liter fassendes Kornfass
- 1906 Entwurf des Äbtissinnenstab Kloster Drübeck
- 1909 Künstlerische Oberleitung bei der Herausgabe des Stollwerck Sammelalbums Helden des Geistes und vom Schwert
- 17. Februar 1914 Entwurf von Flaggen und Standarten für Albanien: Die National- und die Handelsflagge sowie drei Fürstenstandarten
- 1915 Gedenkblatt für die Angehörigen unserer gefallenen Helden
- 1919 Entwurf des Staatssymbols der Weimarer Republik
- über 50 Exlibris
Für die Firma Stollwerck gestaltete Emil Doepler Emailschilder und Sammelbilder. Diese Gebrauchsgrafiken wurden in verschiedenen Kunstzeitschriften abgedruckt.
Literatur [Bearbeiten]
- Gernot Blum: Aufbruch in die Moderne - Das Exlibris um 1900 Artikel: Die Heraldiker - Emil Doepler d.J., Wiesbaden 1990, ISBN 978-3-922 835-19-6
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Emil Doepler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Doepler, Emil |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Kunstgewerbler, Graphiker, Heraldiker und Lehrer |
| GEBURTSDATUM | 29. Oktober 1855 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 21. Dezember 1922 |
| STERBEORT | Berlin |