Emil Schallopp

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Emil Schallopp (* 1. August 1843 in Friesack; † 9. April 1919 in Berlin) war ein deutscher Schachmeister und -schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beruflicher Werdegang

Schallopp erwarb 1861 sein Abitur am Joachimsthal-Gymnasium in Berlin. Danach studierte er Philologie und war seit 1872 Vorsitzender des Berliner Stenographen-Büros des Reichstags. Für seine Tätigkeit wurde er mit dem Titel Geheimer Rechnungsrat ausgezeichnet.

[Bearbeiten] Schach

Mit 13 Jahren erlernte Schallopp das Schachspiel. 1861 wurde er Mitglied im Akademischen Schachklub Berlin. Er nahm ab 1867 an den bedeutendsten Turnieren dieser Zeit teil und verfasste eine stattliche Anzahl an Turnierbüchern.

Seine bedeutenderen Erfolge: 1880 ein vierter Platz in Wiesbaden, 1885 jeweils ein zweiter Platz in Hereford (zusammen mit Bird) und 1886 in Nottingham. 1891 unterlag er Walbrodt in einem Wettkampf in Berlin mit 3,5-5,5 (+3-5=1).

1902 ernannte ihn die Berliner Schachgesellschaft zum Ehrenpräsidenten.

Seine beste historische Elo-Zahl betrug 2650. Diese erreichte er im Juli 1887.

[Bearbeiten] Schachschriftsteller

Schallopp verfasste Turnierbücher über folgende Turniere: Leipzig 1877, Paris 1878, Leipzig 1879, Berlin 1881, Nürnberg 1883 und Hastings 1895. Er gab 1886 ein Buch zum Wettkampf Steinitz-Zukertort in den USA heraus. 1891 veröffentlichte Schallopp das Handbuch des Schachspiels von Paul Rudolph von Bilguer in einer überarbeiteten 7. Auflage. Außerdem bearbeitete er zahlreiche Schachspalten in Periodika, z. B. in der Saale-Zeitung (Halle).

Nach Schallopp ist eine Variante im Königsgambit benannt: 1.e2-e4 e7-e5 2.f2-f4 e5xf4 3.Sg1-f3 Sg8-f6 (die Schallopp-Variante). Sie wurde im modernen Schach einige Male vom Ex-Weltmeister Karpow mit Erfolg eingesetzt.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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