Emil und die Detektive (1964)

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Filmdaten
Deutscher Titel Emil und die Detektive
Originaltitel Emil and the Detectives
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1964
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Peter Tewksbury
Drehbuch A. J. Carothers
Produktion Walt Disney
Peter V. Herald
Musik Heinz Schreiter
Kamera Günther Senftleben
Schnitt Thomas Stanford
Cotton Warburton
Besetzung

Emil und die Detektive ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Peter Tewksbury aus dem Jahr 1964. Das Drehbuch verfasste A. J. Carothers und es beruht auf dem gleichnamigen Roman von Erich Kästner. In Deutschland lief die Literaturadaption am 20. August 1965 an.

Handlung[Bearbeiten]

Auf der Reise nach Berlin werden dem Jungen Emil 400 DM aus der Jackentasche gestohlen, die er seiner Großmutter mitbringen sollte. Emils Verdacht fällt sofort auf seinen Sitznachbarn, Herrn Grundeis, der in Ganovenkreisen unter dem Namen „Maulwurf“ bekannt ist. Allein in der großen Stadt beginnt Emil die Verfolgung. Dabei lernt er „Gustav mit der Hupe“ kennen, einen Halbwüchsigen, der eine Bande von Kindern befehligt, die leidenschaftlich gern Detektiv spielen. Die Jungen übernehmen nach einem sorgsam durchdachten Schlachtplan den Fall. Sie sammeln die ersten Indizien, beobachten eine Reihe von Hotels und treffen schließlich auf Grundeis, der sich mit zwei Gangstern verabredet hat, um von einer Ruine aus in eine Bank einzubrechen. Gustav lässt die Ruine bewachen. Durch eine Unvorsichtigkeit gerät Emil in die Hände der Gangster. Diese zwingen ihn, in die Bank einzusteigen und das Geld herauszureichen. Müller und der Baron versperren Emil und dem Maulwurf den Rückweg. Die von den Kindern in der Zwischenzeit alarmierte Polizei befreit die beiden und stellt auch die übrigen Ganoven.

Produktion[Bearbeiten]

Die Außenaufnahmen entstanden 1963 in (West-)Berlin und die Innenaufnahmen in den Studios der Berliner Union-Film. Die Filmbauten schuf das Ehepaar Werner und Isabella Schlichting, zusätzliche Bauten stammen von Heinrich Weidemann.

Kritiken[Bearbeiten]

„Auf die erweiterten kriminalistischen Aspekte der Handlung reduzierte sechste Verfilmung des bekannten Romans von Erich Kästner. Anspruchslose, konventionelle Gestaltung, in Typenwahl und Geschmack stark amerikanisiert und mit zwiespältigem Gesamteindruck. Auch wenn Kinder und Erwachsene an diesem Film Gefallen finden sollten, kann er weder als empfehlenswerter Familien- geschweige denn als guter Kinderfilm bezeichnet werden.“

Evangelischer Filmbeobachter: [1]

„Amerikanisch vergröberte, wenn auch streckenweise parodistisch-muntere Kopie des klassischen Kinderromans von Erich Kästner. Die auf drei komische Rififi-Gangster und zwei Dynamitexplosionen gestützte Sensationsspannung verfehlt am Westberliner Schauplatz vor allem die originelle kindergemäße Mentalität seiner Vorlage: Die Kinder des Films wirken wie Erwachsene.“

Lexikon des internationalen Films: [2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik Nr. 341/1965, S. 609.
  2. rororo-Taschenbuch Nr. 6322, Ausgabe von 1988, S. 855.