Emilie Bieber

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Bildnis von Emilie Bieber

Emilie Bieber (* 26. Oktober 1810 in Hamburg; † 5. Mai 1884 in Hamburg) war eine der ersten deutschen Berufsfotografinnen ihrer Zeit. Am 16. September 1852 eröffnete Emilie Bieber in der Großen Bäckerstraße 26 ein „Daguerreotypie Atelier und Photographisches Institut“.

Leben[Bearbeiten]

Frau Emilie Bieber gründete 1852 in Hamburg ein „Daguerreotypie Atelier“, welches sie zu Beginn zusammen mit Adelgunde Köttgen führte. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Frauen in einem Beruf war sehr gering. Das Atelier erhielt deshalb anfangs wenig Anerkennung. Emilie Bieber dachte daran, das Atelier zu verkaufen, tat es aber dann doch nicht.[1] Mit zunehmender Bekanntheit konnte sie sich das gewünschte Ansehen erarbeiten. In den kommenden Jahren wurde sie zu einer erfolgreichen Porträtfotografin.

Ihre Leidenschaft und Spezialität waren handkolorierte Porträts. Am 31. Oktober 1872 wurde Emilie Bieber von Friedrich Karl Prinz von Preußen zur Hoffotografin ernannt. Emilie Bieber beschloss, das Atelier zu vergrößern, und zog im Jahr 1872 an den Neuen Jungfernstieg 20. Im selben Jahr ernannte sie ihren Neffen, den Professor Leonard Berlin-Bieber, zu ihrem Nachfolger.[2] Leonard Berlin-Bieber und in dessen Nachfolge sein Sohn Emil Bieber führten das Atelier E. Bieber zu Weltruhm.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Kempe: Vor der Camera. Zur Geschichte der Photographie in Hamburg. Christians, Hamburg 1976, S. 61 ff.
  • Fritz Kempe: Daguerreotypie in Deutschland. Vom Charme der frühen Fotografie. Heering, Seebruck am Chiemsee 1979, S. 135, S. 138,
  • Bodo von Dewitz, Fritz Kempe: Daguerreotypien. Ambrotypien und Bilder anderer Verfahren aus der Frühzeit der Photographie. Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 1983, S. 264.
  • Dieter Martin: Buchkunde. Spaziergang durch die Geschichte der Fotografie. Selbstverlag, Hamburg 1996, ISBN 3-00-000731-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dieter Martin: Spaziergang durch die Geschichte der Fotografie, S. 38, Abschnitt 2 (Hamburg, 1. Auflage 1996)
  2. Rita Bake: Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg