Emma Adenauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Einladung zur Hochzeitsfeier 1904

Johanna Wilhelmine Caroline Emma Adenauer geborene Weyer; kurz Emma Adenauer (* 10. September 1880 in Köln; † 6. Oktober 1916 ebenda) war die erste Ehefrau Konrad Adenauers.

Leben[Bearbeiten]

Emma Weyer war die Tochter von Emmanuel Weyer (1836-1884), Direktor der Kölner Rückversicherungsgesellschaft, und der Emilie Weyer, geb. Wallraf (1849-1911) einer Schwester von Max Wallraf. Von 1890-1897 besuchte Emma Weyer die Höhere Töchterschule in Köln. Anschließend absolvierte sie ein Jahr in der Erziehungs-Anstalt der Englischen Fräulein zu Würzburg (Mädchenrealschule). Neben der Erziehung im christlichen Glauben erhielt sie dort Unterrichtung der französischen und englischen Sprache sowie Musik- und Handarbeitsunterricht. Von 1898 bis 1901 bereitete sie sich durch ein sechssemestriges Sprachstudium auf das Lehramt vor. Am 30. September 1901 bestand sie vor der Königlichen Prüfungs-Kommission beim Provinzialkollegium in Koblenz die Prüfung und erhielt die „Befähigung zur Erteilung von Englisch- und Französisch-Unterricht an mittleren und höheren Mädchenschulen“.

Traueranzeige Emma Adenauer 1916
Adenauer Grabstätte in Rhöndorf

Im Sommer 1901 lernte sie, im Tennisclub Pudelnass, Konrad Adenauer kennen, der kurz vor seiner Assessorprüfung stand. Emma Weyer ebnete dem aus einfachen Verhältnissen stammenden Assessor Adenauer den Weg in die politische Kölner Gesellschaft.[1][2] Am 21. Juni 1902 verlobten sich Emma Weyer und Konrad Adenauer am Rolandsbogen und beide heirateten am 26. Januar 1904 standesamtlich und am 28. Januar 1904 kirchlich in der Pfarrkirche St. Stephan in Lindenthal. Die Hochzeitsfeier wurde im Hotel Großer Kurfürst abgehalten. Am selben Tag trat das junge Paar eine vierwöchige Hochzeitsreise durch die Schweiz und an die französische und Italienische Riviera an.

In der Klosterstraße 70, Köln-Lindenthal, bezogen Emma und Konrad Adenauer ihre erste gemeinsame Wohnung. 1906 zogen sie in die Friedrich-Schmidt-Straße 4 um. 1911 wurde dann, in der Max-Bruch-Straße 6, das eigene Haus bezugsfertig.

Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Am 21. September 1906 wurde Sohn Konrad († 1993) geboren und am gleichen Tag, 1910, kam Sohn Max († 2004) zur Welt. Tochter Maria (Ria) († 1998) wurde am 7. Oktober 1912 geboren. Eine leichte Rückgratverkrümmung, die nach der ersten Geburt ihre Nierenfunktion beeinträchtigte, verschlimmerte sich über die Jahre und als Emma Adenauer 1916 an einer Pilzvergiftung erkrankte, verstarb sie am 6. Oktober 1916 im Alter von 36 Jahren.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dieter Zimmer (Hrsg.): Deutschlands First Ladies : die Frauen der Bundespräsidenten und Bundeskanzler von 1949 bis heute. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05125-9, S. 33-62.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeit.de: Konrad Adenauer: Erst Backpacker, dann Bundeskanzler, abgerufen am 16. Februar 2014
  2. LVR: Portal Rheinische Geschichte - Konrad Adenauer, abgerufen am 16. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emma Adenauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien