Emmerting

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Emmerting
Emmerting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Emmerting hervorgehoben
48.212.766666666667390Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Emmerting
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 14,08 km²
Einwohner: 4085 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 290 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84547
Vorwahl: 08679
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 114
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 3
84547 Emmerting
Webpräsenz: www.gemeinde-emmerting.de
Erster Bürgermeister: Stefan Kammergruber (CSU)
Lage der Gemeinde Emmerting im Landkreis Altötting
Burghausen Emmerting Burgkirchen an der Alz Kastl (Oberbayern) Haiming (Oberbayern) Mehring (Oberbayern) Marktl Neuötting Altötting Feichten an der Alz Winhöring Tüßling Töging am Inn Teising Pleiskirchen Garching an der Alz Unterneukirchen Tyrlaching Stammham (am Inn) Reischach Perach Kirchweidach Halsbach Erlbach (Oberbayern) Landkreis Rottal-Inn Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Hl. Geist

Emmerting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting und Mitglied der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Emmerting liegt in der Region Südostoberbayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Emmerting hat vier amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Altöttinger Forst, Alzgerner Forst, Emmerting und Holzfelder Forst.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Emmertings soll auf einen Germanen namens Ehemut zurückgehen. Auf der Flucht vor den Hunnen hat sich Ehemut mit seinem Stamm auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Emmerting niedergelassen. Er lebte mit seiner Familie in der "Villa Rustica", die heute noch besteht. Emmerting wurde erstmals im Jahr 815 als "Ehemutigen" in einem Tauschvertrag des Bischofs von Salzburg urkundlich erwähnt. Emmerting gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Neuötting des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1955 erfolgte die Ausgliederung des Ortsteils Gendorf, heute zu Burgkirchen an der Alz, mit seinem Werk. 1960 wurde Emmerting eine eigene Pfarrei. Im Rahmen der Gebietsreform schlossen sich Emmerting und Mehring 1978 zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2.005 Einwohner
  • 1987: 3.285 Einwohner
  • 2000: 3.957 Einwohner
  • 2006: 4.197 Einwohner
  • 2012: 4.068 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Stefan Kammergruber (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2082 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 391 T€.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 16 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,3 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     8 Sitze  (46,6 %)
  SPD 1 Sitze (10,3 %)
  GRÜNE 1 Sitze (6,4 %)
  Freie Wähler 6 Sitze (36,7 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Pfahl, gespalten von Blau und Silber, vorne aus silbernem Wellenschildfuß wachsend eine silberne Brücke, hinten ein grünes Eichenblatt mit einer Eichel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Hl. Geist ist ein moderner kubischer Bau mit freistehendem Turm. Sie wurde 1965 bis 1967 nach Plänen von Architekt Karl Habermann erbaut und besitzt eine Ausstattung von Wolf Hirtreiter.

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Emmerting

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 125 und im Bereich Handel und Verkehr 48 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 139 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1504. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 18 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 232 ha, davon waren 167 ha Ackerfläche und 65 ha Dauergrünfläche.

Nahversorgung[Bearbeiten]

Die Nahversorgung in Emmerting ist gut eingeteilt. 1991 eröffnete Jürgen Pfeiffer einen Spar-Supermarkt im Zentrum von Emmerting. Er war zentral gelegen und leicht zu erreichen. 2004 wurde der Spar-Supermarkt in Edeka umgeflaggt. 1996 eröffnete in der Guglweiterstraße ein Fachmarktzentrum. Unter anderem beherbergte es einen Penny-Markt, einen Fristo-Getränkemarkt, sowie einen Metzger und einen Bäcker. 2008 wurde für den Penny-Markt ein neues Gebäude erschaffen, welches 2013 erneut komplett renoviert wurde. In der alten Ladenfläche befindet sich jetzt ein Tiernahrungsgeschäft.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 148 Kindergartenplätze mit 150 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 25 Lehrern und 461 Schülern

Da aufgrund geringer Schülerzahlen die erforderliche Mindestanzahl zur Bildung einer Schulklasse nicht mehr erreicht wurde, wurde 2009 die Volksschule Emmerting-Mehring aufgelöst und die Hauptschüler an die umliegenden Hauptschulen Burghausen und Burgkirchen verteilt. Die Grundschule Emmerting blieb bestehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emmerting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Allgemein

Vereine