Enawenê-Nawê

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Die Enawenê-Nawê sind ein kleines Stammesvolk im Amazonasgebiet, (Mato Grosso, Brasilien), das vom Fischen und Sammeln lebt. Sie wurden erstmals 1974 entdeckt und leben noch sehr isoliert. Heute zählen sie über 420 Stammesmitglieder und leben in großen Gemeinschaftshäusern (malocas). Berühmt sind sie vor allem für ihre Fischfangtechnik. Hierfür bauen sie große Staudämme in den Flüssen und verbringen mehrere Monate in Lagern im Wald, wo sie Fische fangen und räuchern, die sie dann mit Hilfe von Kanus in ihre Dörfer transportieren. Zudem ernähren sie sich von Maniok, Mais und Waldfrüchten. Jedes Jahr findet ein großes Honigfest (keteoko) statt. Ungewöhnlich ist, dass die Enawenê-Nawê nicht jagen und auch kein Fleisch essen.

[Bearbeiten] Probleme

Seit mehreren Jahrzehnten dringen immer wieder Kautschukzapfer, Diamantenspekulanten, Viehzüchter und seit kurzem Sojabauern in ihr Land ein. Maggi, die größte Sojafirma in Brasilien, hat 1997 ohne Berechtigung eine Straße auf ihrem Land gebaut. Sie wurde nachher von einem Bundesanwalt geschlossen. Die Enawenê Nawê kämpfen dafür, dass ihr Land nicht weiter zerstört wird.

[Bearbeiten] Weblinks

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