Endbenutzer-Lizenzvertrag

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EULA ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Eula zu finden.

Ein Endbenutzer-Lizenzvertrag, auch Endbenutzer-Lizenzvereinbarung, abgekürzt EULA (von engl. End User License Agreement), ist eine spezielle Lizenzvereinbarung, welche die Benutzung von Software regeln soll. Texte mit einer EULA werden oftmals zu Beginn der Installation der Software angezeigt.

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Situation in Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland sind EULA zu Standardsoftware nur dann Vertragsbestandteil, wenn sie zwischen Verkäufer und Erwerber der Software bereits beim Kauf vereinbart wurden. Dem Käufer erst nach dem Kauf zugänglich gemachte Lizenzbestimmungen (zum Beispiel während der Installation oder als gedruckte Beilage in der Verpackung) sind für den Käufer wirkungslos. Dies gilt auch dann, wenn der Käufer bei der Installation "Ich stimme der Lizenzvereinbarung zu" oder Ähnliches anklickt, weil die Software sonst die Installation verweigert.[1][2]

Auch wenn die Lizenzbedingungen beim Kauf vereinbart wurden (zum Beispiel beim Online-Kauf durch entsprechendes gut sichtbares Anzeigen vor dem Kauf oder bei Kauf im Ladengeschäft durch deutlich erkennbares Abdrucken der vollständigen Bedingungen auf der Verpackung), kann ihre Wirksamkeit eingeschränkt sein. Sie stellen dann Allgemeine Geschäftsbedingungen dar, die der Inhaltskontrolle durch die AGB-Regelungen des BGB unterliegen.

Situation in Österreich[Bearbeiten]

Aufgrund der Ähnlichkeit der Rechtssysteme zwischen Österreich und Deutschland gilt grundsätzlich auch in Österreich dasselbe, wie in Deutschland. Das bedeutet, dass auch in Österreich Nutzer allfällige Endbenutzer-Lizenzverträge vor Vertragsabschluss zu Gesicht bekommen müssen.

Wird eine derartige Lizenz dem zukünftigen Nutzer nicht vor Vertragsabschluss ausdrücklich zur Verfügung gestellt, handelt es sich um eine Verletzung sogenannter vorvertraglicher Aufklärungspflichten ("culpa in contrahendo"). Eine Verletzung dieser vorvertraglicher Aufklärungspflichten macht eine nachträglich eingeforderte Veränderung des Vertragsverhältnisses, wie sie ein nach getätigtem Kauf angezeigter Endbenutzer-Lizenzvertrag darstellt, regelmäßig unwirksam.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fred Andresen, Ulrich Bantle: Fallstricke im End User License Agreement - Ich seh dich nicht. In: Linux-Magazin, Ausgabe 2007/03
  2. Karsten Violka: Entfesselt. In: c't, Ausgabe 2006/03

Siehe auch[Bearbeiten]

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