Ende gut, alles gut

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Ende gut, alles gut (engl. All's Well That Ends Well) ist ein Stück von William Shakespeare, dessen genaue Abfassungszeit unsicher ist. Nach seinem Inhalt passt es nicht eindeutig in die Kategorie Komödie und wird als problem play (Problemstück) und als dark comedy (dunkle Komödie) bezeichnet. Die Vorlage lieferte eine Novelle aus Boccaccios Decamerone (3. Tag, 9. Geschichte).

Handlung[Bearbeiten]

Helena, die verwaiste Tochter eines Arztes, ist das Mündel der Gräfin von Roussillon und hat sich unsterblich in deren Sohn, den jungen Grafen Bertram verliebt. Dieser aber fühlt sich ganz und gar nicht zu Helena hingezogen, die obendrein nicht adlig ist. Er verfolgt gerade nur ein Ziel: zum König von Frankreich zu gelangen, um als Soldat in die Toskana gesandt zu werden. Helena aber macht sich ebenfalls zum Hof des Königs auf. Sie sagt dem todkranken König, dass sie von ihrem Vater ein Heilmittel habe, durch welches der König geheilt werden könne, und verlangt von ihm im Erfolgsfall, dass sie sich ihren Bräutigam selbst aussuchen darf. Tatsächlich gelingt es Helena, die Gesundheit des Königs wiederherzustellen, und sie erwählt sich Bertram zum Gemahl. Dieser aber ist von der Idee gar nicht begeistert, wendet vergeblich ein, dass Helena nicht von seinem Stande sei und wird schließlich unwillig mit ihr verheiratet.

Wenn Bertram auch die Schließung der Ehe nicht vermeiden konnte, so will er doch wenigstens ihren Vollzug verhindern. Deshalb zieht er in den Krieg. In einem Brief schreibt er Helena, dass er als ihr Ehemann leben wird, wenn sie seinen Ring (den er am Finger hat) trägt und ein Kind, dessen Vater er ist. Helena aber folgt Bertram nach Florenz, wo der die junge Florentinerin Diana zu verführen versucht. Helena schmiedet nun mit Dianas Mutter diesen Plan: Diana soll sich von Bertram seinen Ring geben lassen und sich mit ihm in ihrem Schlafzimmer verabreden; dort jedoch soll statt ihrer Helena auf ihn warten. Tatsächlich erhält Diana gegen die Zusage, dass Bertram in der Nacht in ihr Zimmer kommen kann, seinen Ring. Bei seinem nächtlichen Abenteuer wird Bertram getäuscht und schläft mit Helena. Da Bertram die Nachricht erhalten hat, Helena sei in einem Kloster gestorben, traut er sich wieder auf französischen Boden. In Roussillon aber trifft er in Gegenwart des Königs auf Helena, Diana und ihre Mutter und die Wahrheit wird offenbart. Helena bekundet, dass sie Bertrams Bedingungen erfüllt habe, da sie seinen Ring und ein Kind von ihm trage, und Bertram nimmt die Rolle des Ehemanns an.

Literatur[Bearbeiten]

Textausgaben Deutsch und zweisprachig.
  • William Shakespeare: All's Well That Ends Well. Englisch-Deutsche Studienausgabe. Deutsche Prosafassung, Anmerkungen, Einleitung und Kommentar von Christian A. Gertsch. Stauffenburg, Tübingen 1988, ISBN 3-86057-541-4.
Textausgaben Englisch.
  • William Shakespeare: Arden Second Series. Edited by G. K. Hunter. London 1967. ISBN 978-1903436233
  • William Shakespeare: New Cambridge Shakespeare. Edited by Russell Fraser CUP 2004. ISBN 978-0521535151

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Ende gut, alles gut – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen