Enemy Mine – Geliebter Feind

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Filmdaten
Deutscher Titel Enemy Mine – Geliebter Feind
Originaltitel Enemy Mine
Produktionsland Deutschland, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Wolfgang Petersen
Drehbuch Barry B. Longyear, Edward Khmara
Produktion Stephen Friedman, Stanley O’Toole
Musik Maurice Jarre
Kamera Tony Imi
Schnitt Hannes Nikel
Besetzung

Enemy Mine – Geliebter Feind ist ein deutsch/US-amerikanischer Science-Fiction-Film von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1985.

Handlung[Bearbeiten]

Die Menschheit führt Krieg um ein Planetensystem gegen die echsenartigen Dracs. Der menschliche Raumjägerpilot Willis Davidge und der Drac Jeriba Shigan müssen nach einem Raumgefecht auf einem ungastlichen Planeten notlanden. Dort bekämpfen sie sich zunächst weiter auf Leben und Tod. Nachdem Shigan Davidge gefangengenommen hat, arbeiten sie zusammen, um überleben zu können, und lernen dabei jeweils die Sprache des anderen. Nachdem der Drac dem Menschen das Leben gerettet hat, werden sie schließlich Freunde. Als Shigan durch für sein Volk typische ungeschlechtliche Vermehrung Nachwuchs erwartet und spürt, dass es bei der Geburt zu Problemen kommen wird, verpflichtet sich Davidge, für das Kind zu sorgen. Damit der junge Drac später in die Gemeinschaft seines Volkes aufgenommen werden kann, lernt er die Liste seiner Ahnen auswendig. Shigan stirbt bei der Geburt, und Davidge zieht dessen Nachkommen Zammis allein auf, bis Menschen, die Dracs als Sklaven halten, diesen gefangennehmen. Der dabei schwer verwundete Davidge wird später von einem Suchtrupp gerettet und zu seiner Raumstation zurückgebracht, fliegt aber zurück, um Zammis und die anderen Sklaven zu befreien. Der Film endet damit, dass bei der Eingliederungszeremonie auf dem Heimatplaneten der Dracs der Name des Menschen in die Ahnenreihe des jungen Drac aufgenommen wird.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein trotz aller Anstrengungen nur leidlich interessantes B-Picture in allzu aufgemotzter Verpackung; bombastische Effekte und tricktechnischer Großaufwand werden in holprig aneinandergereihten Szenen ausgestellt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Selten war Science-Fiction sentimentaler als im US-Regiedebüt von Wolfgang Petersen (Das Boot). Fazit: Kleine Geschichte, monströs aufgepeppt.“

Cinema[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Antikriegsfilme Der Lohn der Mutigen (1965) und Die Hölle sind wir (1968) haben ein ähnliches Thema: Während des Pazifikkrieges stranden amerikanische und japanische Soldaten auf einer einsamen Insel und lernen, friedlich miteinander zu leben.
  • Eine erste Science-Fiction-Version des Stoffes gab es 1969 in Gerry Anderson's Fernsehserie UFO, und zwar in der Episode Die Begegnung.
  • Auch die Episode "Das Geheimnis um Starbuck" der SF-Serie Kampfstern Galactica (1980) weist einen ähnlichen Plot auf.
  • Der grundsätzliche Plot dieses Filmes wurde insbesondere von Star Trek mehrfach aufgegriffen, so zum Beispiel in der Episode Darmok von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert und in der Episode Morgengrauen von Star Trek: Enterprise. Die deutlichste Adaption ist jedoch die inhaltlich fast identisch angelegte Das-nächste-Jahrhundert-Episode Auf schmalem Grat.
  • 2002 schrieb Arjen Anthony Lucassen für das Musikprojekt Star One den Song Inseparable Enemies, welcher von dieser Geschichte handelt.

Drehorte[Bearbeiten]

Wolfgang Petersen drehte den Film in den Münchner Bavaria Filmstudios und auf Lanzarote. Das Set der Raumstation und des Planeten konnte bis Ende 2007 in öffentlichen Führungen besucht werden.

Buchvorlage[Bearbeiten]

Die Handlung des Films beruht auf einer Science Fiction-Kurzgeschichte des für dieses Werk auch preisgekrönten (Hugo- und Nebula Award) Autors Barry B. Longyear (*1942), die 1979 erstmals erschien als Enemy Mine. Auf Deutsch wurde sie unter dem Titel Du, mein Feind bzw. Mein lieber Feind veröffentlicht. Der Roman zum Film wurde von dem SF-Autor David Gerrold auf der Grundlage dieser Kurzgeschichte erweitert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Enemy Mine – Geliebter Feind im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 11. April 2013.
  2. cinema.de

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]