Energy 104,2

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Energy 104.2)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Energy 104,2 ist ein privater Hörfunksender aus Wien. Der Musiksender gehört zur NRJ Group und wird von der N&C Privatradio Betriebs GmbH betrieben. Geschäftsführerin ebendieser ist Aline Basel.

Programm[Bearbeiten]

Der Sender bespielt die UKW-Frequenz 104,2 im Großraum Wien. Das Sendegebiet erstreckt sich neben dem Wiener Stadtgebiet über einen großen Teil Niederösterreichs. Im Norden ist er bis Stockerau, im Süden bis Neunkirchen, im Westen bis Pressbaum und im Osten bis Bratislava empfangbar. Weiters ist der Sender über das Wiener Kabelnetz und weltweit über einen Live-Stream hörbar.

Energy 104,2 ist ein klassisches Formatradio im Contemporary Hit Radio-Format (CHR). Der Focus des Musikprogramms liegt dem Format entsprechend auf aktueller Chart-Musik, spezialisiert auf Hot-Pop, RnB und House. Dies ist auch am aktuellen Slogan, „Immer die aktuellen Hits“, leicht erkennbar. Dieses Motto löste Mitte 2009 den vorangegangenen Slogan „You wanna feel it“ ab. Zu den wichtigsten Interpreten von Energy 104,2 gehören: Black Eyed Peas, Rihanna, Lady Gaga, Timbaland, Justin Timberlake, David Guetta, Nelly Furtado und Beyonce Knowles. Hauptzielgruppe ist laut Eigeneinschätzung des Senders ein dynamisches, mobiles Stadtpublikum zwischen 25 und 39 Jahren.

Von 14. Jänner 2008 bis Sommer 2009 hieß es bei Energy 104,2 „You wanna feel it“. Der Sender wollte damit die Radionutzung emotionalisieren. Musikalisch gab es seit dieser Claimänderung weiterhin Pop, RnB und auch House. Seit dem Sommer 2009 lautete der Slogan „Immer die aktuellen Hits“. Mittlerweile wird wieder der internationale Slogan "Hit Music Only" verwendet.

Geschichte und Beteiligungen[Bearbeiten]

Der Radiosender startete seinen Sendebetrieb am 1. April 1998, passend zur Frequenz um 10:42 Uhr. An diesem Tag – als die bislang größte Liberalisierung am Österreichischen Radiomarkt in Kraft trat – gingen österreichweit mehr als ein Dutzend Privatsender erstmals auf Sendung, darunter vier Sender in Wien.

1999 erstattete die Medienbehörde in Wien Anzeige gegen den Sender, weil seine Beteiligungsverhältnisse nicht dem österreichischen Privatradiogesetz entsprachen. Der Axel-Springer-Verlag war mit 37 % beteiligt – laut Gesetz dürfen Zeitungsunternehmen lediglich 26 % Beteiligung an Privatradios unterhalten. Im Oktober 2000 gab der Springer-Verlag einen Großteil der Beteiligungen am Sender ab, 2003 zog er sich schließlich ganz aus dem Sender zurück. Die europäische NRJ-Gruppe, die vorher schon Mehrheitseigentümer war, übernahm die Springer-Anteile. Die Mehrheit am Sender hält die Gruppe seit 2002, seit der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber, der auch am Privatfernsehsender ATV maßgeblich beteiligt ist, seine Anteile abgab.[1]

Moderatoren[Bearbeiten]

Zweigstellen[Bearbeiten]

Seit dem 22. September 2008 existiert im Großraum Innsbruck der Sender Energy 99.9.

Seit dem 1. Juli 2009 gibt es in Salzburg auf der Frequenz 94,0 eine weitere NRJ-Zweigstelle. Sowohl die Stationen Innsbruck als auch Salzburg bieten ein speziell abgestimmtes Musikprogramm und haben eigenständigen Nachrichtenprogramme.

Beide Zweigstellen werden von der N&C Privatradio Betriebs GmbH betrieben.

Reichweite[Bearbeiten]

Laut Radiotest 2009, einer vom Marktforschungsinstitut Fessel GfK durchgeführten Befragung, ist Energy Wien im 2. Halbjahr 2009 der meistgehörte Privatradiosender in der Hauptstadt (Tagesreichweite 11,4 %, Zielgruppe 14-49jährige). Auch in Innsbruck & Salzburg konnte sich das Energy-Programm kurz nach Sendestart erfolgreich positionieren. Während man in Salzburg mit 5,3 % Tagesreichweite den Markteintritt geschafft hat, sind es in Innsbruck gar 10,7 % in der werberelevanten Zielgruppe.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Reichel, Michael Konvicka, Georg Streit: Privatradio in Österreich. Eine schwere Geburt. Piraten, Pleiten, Profis. Fischer, München 2006, ISBN 3-88927-390-4.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Standard vom 5. April 2003, Seite 33.
  2. Bericht von MedienInsider.at