Engelbert I. (Berg)

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Engelbert I. von Berg († Juli 1189 in Kubin (serb. Kovin) im Banat, heute Serbien) war ab 1161 Graf von Berg.

Er war der Sohn Adolfs II. von Berg aus dessen zweiter Ehe mit Irmgard von Schwarzenburg. Nachdem sein Vater im Jahr 1160 Mönch in Altenberg geworden war, teilte er sich das Erbe mit seinem Bruder Everhard; dieser erhielt Altena und Engelbert bekam die Grafschaft Berg.

Durch seine Treue zum Kaiser Friedrich Barbarossa und den Kölner Erzbischöfen gelang es ihm, die Grafschaft zu stabilisieren und die Einnahmen zu vergrößern. Er erweiterte seine Besitzungen um die Burgen Bensberg, die Neu-Windeck und den befestigten Gutshof Elberfeld.

Wohl im Frühjahr 1189 erhielt Engelbert von Edelherrn Arnold von Teveren dessen gesamten rechtsrheinischen Besitz zu Holthausen, Düsseldorf, Buscherhof, Eickenberg bei Millrath, Monheim, Himmelgeist, am Rheinufer nahe Holthausen und an der Anger für 100 Mark als Pfand[1] – das Pfand wurde nie eingelöst. Damit gelang Engelbert eine deutliche Abrundung der Grafschaft Berg im Norden.

Im Mai 1189 brach er im Heer Kaiser Friedrich Barbarossas zum Dritten Kreuzzug auf. Die Reise führte sie die Donau entlang über den Balkan. Bereits Anfang Juli 1189 starb Engelbert bei Kubin in Serbien, nahe der damaligen ungarisch-byzantinischen Grenze[2]. Er war nach seinem Bruder Adolf der Zweite seiner Familie, der auf einem Kreuzzug starb.

Mit seinen Söhnen Graf Adolf III. von Berg, der 1218 auf dem Fünften Kreuzzug fiel, und Graf Engelbert II. von Berg, der als Engelbert I. Erzbischof von Köln war und 1225 ermordet wurde, starb seine Familie im Mannesstamm aus.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrhein. Band 1 (779-1200). Düsseldorf 1840, Urkunde 521. (online bei Google Books).
  2. vgl. Arnold Bühler: Der Kreuzzug Friedrich Barbarossas. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2005. ISBN 3-7995-0612-8. Seite 83
Vorgänger Amt Nachfolger
Adolf II. Graf von Berg
1161–1189
Adolf III.