Englburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p3

Englburg
Die Englburg von Osten

Die Englburg von Osten

Entstehungszeit: 1396
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Umbau zum Schloss
Ort: Tittling
Geographische Lage 48° 43′ 49,8″ N, 13° 20′ 24″ O48.730513.34Koordinaten: 48° 43′ 49,8″ N, 13° 20′ 24″ O
Englburg (Bayern)
Englburg

Die Englburg liegt in der Gemeinde Tittling im Bayerischen Wald etwa 25 km nördlich von Passau. Sie ist eine der drei Burgen, die dem Dreiburgenland seinen Namen geben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Das Schloss liegt weithin sichtbar auf einem Bergrücken. Rund ums Schloss gibt es zahlreiche Wanderwege unter anderem zum Dreiburgensee. Im Frühjahr 2006 wurde der Donau-Ilz-Radweg von Hengersberg nach Kalteneck eröffnet, der unterhalb der Englburg vorbeiführt.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Höhenburg wurde im Jahr 1396 von Wilhelm von Puchberg erbaut und von ihm „Engelburch“ genannt. Sie kam frühestens 1426 in den Besitz derer von Schwarzenstein. Nach 1579 kam es durch Baumeister Siegmund Aug zu größeren Anbauten. Mit dem Tod Hans Wolf von Schwarzensteins 1599, verheiratet mit einer Tochter Wolf Dietrich von Maxlrains, und der Heirat seiner Schwester mit Burghard von Taufkirchen 1617 wurden die 1684 in den Grafenstand erhobenen Taufkirchner Besitzer des Schlosses. Im 17. Jahrhundert erhielt die Englburg auch ihre charakteristischen Schweifkuppeln, und im Südtrakt entstand eine Brauerei, die bis 1900 bestand.

1742 verwüsteten die Panduren das Schloss. 1774 erbaute der Passauer Hofmaurermeister Anton Gärtler das ursprünglich von einem prachtvollen Fresko bekrönte Treppenhaus, gleichzeitig entstand der langgestreckte Dienerschaftsflügel. 1844 verließ Max Josef Karl von Taufkirchen das Schloss. 1857 verkaufte Max Friedrich Graf von Taufkirchen den Schlossbesitz für 4.474 Gulden an den Hallertauer Gutsbesitzer Max Niedermayer. 1870 verwüstete ein Brand das Schloss, das 1875 wiederhergestellt wurde und einen aufgesetzten Aussichtsturm erhielt. 1929 verkaufte die Familie Niedermayer die Englburg an die Englischen Fräulein, die sie in ein Erholungsheim umgestalteten.

[Bearbeiten] Heutige Nutzung

Bis Herbst 2005 wurde das Heim von den Englischen Fräulein geführt. Sie mussten die Englburg jedoch wegen Nachwuchsmangel verkaufen. Das Schloss hatte im Oktober 2006 neue Eigentümer gefunden, die eine Pension und einen Gastronomiebetrieb einrichten wollte. Ende des Jahres 2010 wurde die Englburg an ein Unternehmen verkauft und wird derzeit saniert.

[Bearbeiten] Anlage

Das Bauwerk gliedert sich in das Hochschloss, einen Ost- und Südbau und das Patrimonialgerichtsgebäude im Norden. Die beiden Zwiebelürme mit aufgesetzter Laterne sowie dem Hochsschloss aufsitzendem Dachreiter geben ihm sein charakteristisches Äußeres. Im Norden steht noch ein Rundturm der mittelalterlichen Befestigungsanlage.

Im Obergeschoss des Wohngebäudes liegt die St. Georg geweihte Schlosskapelle aus dem 14. Jahrhundert. Sie besitzt einen Rokokoaltar. Ein nach dem 2. Weltkrieg gemaltes Fresko des Englburger Künstlers Wilhelm Niedermayer befindet sich an der Außenwand der Waldkapelle. Diese befindet sich auf einem Hügel nördlich des Schlosses.

[Bearbeiten] Literatur

  • Günther T. Werner: Burgen, Schlösser und Ruinen im Bayerischen Wald, F. Pustet, Regensburg, 1979, ISBN 3-7917-0603-9
  • Gottfried Schäffer, Gregor Peda: Burgen und Schlösser im Passauer Land, Pannonia, Freilassing, 1995, ISBN 3-7897-0224-2

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge