Englische Sprache
| Englisch (English) | ||
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Gesprochen in |
Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, Kanada, Australien, Südafrika, Neuseeland, Jamaika, Nigeria, Ghana, Irland, Indien, Pakistan und 42 weiteren Ländern | |
| Sprecher | geschätzte 340 Millionen Muttersprachler, 350 Millionen bis 1 Milliarde Zweitsprachler | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache von | Siehe: Amtssprache | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: |
en |
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| ISO 639-2: |
eng |
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| ISO 639-3: | ||
Die englische Sprache (Eigenbezeichnung: English [ˈɪŋɡlɪʃ]) ist eine ursprünglich in England beheimatete germanische Sprache, die zum westgermanischen Zweig gehört. Der Name der Sprache leitet sich vom Volk der Angeln ab. Im Vergleich zu ihren nächsten Verwandten, das heißt vor allem den friesischen Sprachen, dem Niederdeutschen und dem Niederländischen, hat die englische Sprache im Lauf ihrer Geschichte starke Sonderentwicklungen ausgebildet. Für die Entwicklung des englischen Wortschatzes war nach der normannischen Eroberung Englands 1066 insbesondere der Sprachkontakt mit dem Französischen prägend.
Englisch ist im Lauf der Jahrhunderte, vor allem infolge der Besiedlung Amerikas sowie der Kolonialpolitik Großbritanniens in Australien, Afrika und Indien, zu einer Weltsprache geworden, die heute weiter verbreitet ist als jede andere Sprache (wenngleich die Sprache mit der größten Zahl an Muttersprachlern das Hochchinesische ist). Das Englische wird in den Schulen vieler Länder als erste Fremdsprache gelehrt und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele davon nutzen daneben noch andere offizielle Sprachen.
Die englische Sprache wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben.
Inhaltsverzeichnis |
Die englischsprachige Welt [Bearbeiten]
Heute sprechen weltweit etwa 340 Millionen Menschen Englisch als Muttersprache. Die Schätzungen zur Zahl der Zweitsprachler schwanken je nach Quelle massiv, da unterschiedliche Grade des Sprachverständnisses herangezogen werden. Hier finden sich Zahlen von unter 200 Millionen bis weit über 1 Milliarde Menschen.
Amtssprache [Bearbeiten]
Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt:
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Englisch ist zudem eine Amtssprache der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten, der UNASUR, der Europäischen Union und eine der sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung [Bearbeiten]
Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
Sprachwissenschaftliche Einordnung [Bearbeiten]
Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen.
Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder weniger auf. Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen.
Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, sodass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat.
Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen.
Beispiel hierfür ist die Steigerung der Adjektive mit „more“ und „most“ anstelle von entsprechenden Suffixen bzw. Flexion im Wortstamm.
Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z. B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft.
Der Language Code ist en oder eng (nach ISO 639-1, beziehungsweise -2); der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.
Geografische Verbreitung [Bearbeiten]
- Länder der Welt, in denen Englisch gesprochen wird als Amts-, bzw. Landes- und Verkehrssprache (blau; Québec in Kanada bildet hierbei eine Ausnahme, da die dortige Amts- und Nationalsprache das Französische ist)
- Amts-, aber Nebensprache ist (türkis)
Geschichte [Bearbeiten]
Die geschichtlichen Perioden der englischen Sprache lassen sich wie folgt bestimmen:[1]
- Altenglisch (Old English oder Anglo-Saxon) von: 450–1150
- Mittelenglisch (Middle English) von: 1150–1500
- Frühneuenglisch (Early Modern English) von: 1500–1700
- Neuenglisch (Modern English) von: 1700–heute
Varietäten der englischen Sprache [Bearbeiten]
Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese zahlreiche Varietäten entwickelt.
Folgende Sprachvarietäten werden unterschieden:
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Für den raschen Erwerb des Englischen wurden immer wieder vereinfachte Formen konstruiert, so Basic English (vorgestellt 1930, 850 Wörter), Globish (vorgestellt 1998, 1500 Wörter) und Basic Global English (vorgestellt 2006, 750 Wörter). Daneben hat sich eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen auf englischem Substrat entwickelt.
In andere Sprachen eindringende Anglizismen werden manchmal mit abwertenden Namen wie „Denglisch“ (Deutsch und Englisch) oder „Franglais“ (Französisch und Englisch) belegt. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in der jeweils betroffenen Sprache. Der scherzhafte Begriff „Engrish“ wiederum bezeichnet keine spezifische Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich allgemein auf das in Ostasien und Teilen von Südostasien anzutreffende Charakteristikum, die Phoneme „l“ und „r“ nicht zu unterscheiden.
Grammatik [Bearbeiten]
Phonetik [Bearbeiten]
Ähnliche und verwandte Wörter [Bearbeiten]
Hochdeutsch [Bearbeiten]
Eine große Klasse von Unterschieden zwischen der deutschen und der englischen Sprache sind auf die zweite Lautverschiebung zurückzuführen. Dabei liegt die Neuerung auf Seiten der deutschen Sprache; die englische Sprache bewahrt hier den altertümlichen germanischen Zustand. Beispiele sind:
- engl. t zu hochdeutsch s in water bzw. Wasser (nach Vokal)
- engl. t zu hochdeutsch z in two bzw. zwei (im Anlaut)
- engl. p zu hochdeutsch f in ripe bzw. reif (nach Vokal)
- engl. p zu hochdeutsch pf in plum bzw. Pflaume (im Anlaut)
- engl. k zu hochdeutsch ch in break bzw. brechen (nach Vokal)
- engl. d zu hochdeutsch t in bed bzw. Bett
- engl. th zu hochdeutsch d in three bzw. drei
Es gibt jedoch auch Unterschiede, bei denen die deutsche Sprache konservativer ist:
- Geschwundenes engl. n, zu beobachten in engl. us, goose oder five im Vergleich zu hochdeutsch uns, Gans bzw. fünf
- engl. f oder v anstelle von germanischem und deutschem b, zu beobachten in engl. thief oder have im Vergleich zu hochdeutsch Dieb bzw. haben
- geschwundenes germanisches (und alt- und mittelenglisches) [x] (deutscher Ach-Laut) (mit dem Allophon [ç], deutscher Ich-Laut), teilweise zu [f] gewandelt, im Schriftbild noch an stummem (oder als f ausgesprochenem) gh zu erkennen, zu beobachten in engl. night, right oder laugh im Vergleich zu hochdeutsch Nacht, Recht/richtig bzw. lachen
Textsammlungen [Bearbeiten]
Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.
Sprachfallen: „False friends“ [Bearbeiten]
Mit den typischen Fehlern, die beim Erlernen und Übersetzen der englischen Sprache auftreten können, beschäftigen sich folgende Beiträge:
Siehe auch [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
Allgemeines [Bearbeiten]
- Hans-Dieter Gelfert: Englisch mit Aha, Beck 2008, 978-3406571480 (gemeinsame Wurzeln des Deutschen und Englischen sowie des Französischen und Englischen; Geschichtliches, Etymologisches)
Literatur über Vokabular, Grammatik und Aussprache [Bearbeiten]
- Michael McCarthy, Felicity O’Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994.
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985.
- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002, ISBN 3-423-03239-1.
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction, Cambridge University Press, 1982, ISBN 0-521-29719-2.
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles, Cambridge University Press, 1982, ISBN 0-521-28540-2.
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles, Cambridge University Press, 1982, ISBN 0-521-28541-0.
Literatur über Englisch als Weltsprache [Bearbeiten]
- Stefan Bauernschuster: Die englische Sprache in Zeiten der Globalisierung. Voraussetzung oder Gefährdung der Völkerverständigung?. Tectum Verlag, Marburg 2006, ISBN 3-8288-9062-8.
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-437146-8.
Weblinks [Bearbeiten]
Sprachwissenschaftliche Datenbanken [Bearbeiten]
- Englisch im Ethnologue
- Englisch in der World Loanword Database
- Englisch im World Atlas of Language Structures Online
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Zur Entwicklung des Wortschatzes vgl. man English and General Historical Lexicology (von Joachim Grzega und Marion Schöner) (PDF; 511 kB)
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